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Stampack auf der Blechexpo 2019

Umformsimulation für jeden Werkzeugkonstrukteur

| Redakteur: Stefan Graf

Simulieren geht vor Studieren: Die Software Stampack Xpress simuliert Umformprozesse und erleichtert so die Einschätzung der Machbarkeit sowie deren Kalkulation.

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3D Volumensimulation ermöglicht die genaue Simulation des Umformprozesses: Realität (re.) und Simulati-on (li.) sind praktisch nicht zu unterscheiden.
3D Volumensimulation ermöglicht die genaue Simulation des Umformprozesses: Realität (re.) und Simulati-on (li.) sind praktisch nicht zu unterscheiden.
(Bild: Stampack)

Die Simulationssoftware Stampack Xpress ist eine komplette Neuentwicklung und soll mittelständischen und kleinen Unternehmen die preiswerte Möglichkeit eröffnen, Umformprozesse rechnerisch abzusichern und damit die Aufwendungen bei der Werkzeugausprobe deutlich zu verringern“, erläutert Markus Wagner, Geschäftsführer bei Stampack. „Bei der Konzeption der Software haben wir besonders auf eine anwenderfreundliche Benutzerführung und die Integrierbarkeit in vorhandene Konstruktionsumgebungen Wert gelegt. Das haben inzwischen auch Automotive OEM’s erkannt und akzeptieren daher Stampack-Ergebnisse von ihren Zulieferern“, ergänzt er. So können beispielsweise aus Visi (ein CAD-System für die Konstruktion von Schnitt- / Stanzwerkzeugen) fertige Netzgeometrien übernommen werden. Mit den Ergebnissen einer geometrischen Analyse der Kontur wird so die Netzerstellung weitestgehend automatisiert. Der Anwender kann damit direkt nach Erstellung der Ziehmethode im CAD-System die Machbarkeit der Umformung an seinem Arbeitsplatz überprüfen.

Bei sehr vielen Folgeverbundwerkzeugen ist eine verlässliche Aussage über die Machbarkeit nur bei Betrachtung der kompletten Teilestruktur möglich. Während für dünne Bleche wie zum Beispiel KFZ- Außenhautteile die übliche Schalensimulation gute Ergebnisse liefert, müssen Umformungen, die Abstreck- oder Fließprozesse beinhalten, mit einer Volumensimulation über die gesamte Materialdicke betrachtet werden. In vielen Fällen ist auch die Schale gut genug für Vorkalkulationen, die dann zu einem späteren Zeitpunkt durch eine sehr genaue Berechnung abgesichert werden muss.

Schalen- und Volumentechnologie in einer Lösung

Stampack bietet mit Schalen- und Volumentechnologie eine Lösung für beide Notwendigkeiten an. Insbesondere die Berechnungszeit der Volumensimulation wurde bei Stampack Xpress im Vergleich zur Vorgängerversion erheblich – um Faktor 3 – verringert. Möglich wurde dies durch eine automatische Netzverfeinerung während der Simulation, die sicherstellen soll, dass an Problemstellen deutlich genauer gerechnet wird als an den weniger interessanten Bereichen des Bleches. Als weitere Neuerung werden in der Software erstmalig Materialdatenbanken führender Stahlhersteller enthalten sein. So bringen Voestalpine Stahl und Bilstein insgesamt 84 experimentell validierte Datensätze ein, die dem Simulanten die Verantwortung für das Material abnehmen.

Die Lizensierungskosten sei so konzipiert, dass es in Zukunft allen Konstrukteuren möglich sein soll, nach Ausarbeitung der Methode am CAD diese auch rechnerisch, das heißt ohne teure Werkstattversuche, zu verifizieren. Umformsimulation wird damit unabhängig von der Unternehmensgröße zu einem Standardbaustein für jeden Werkzeugbau. „Anwendern marktbegleitender Produkte, die derzeit nur auf eine Schalensimulation zugreifen können, bieten wir ein Solid only Paket, das die Vorteile der Volumensimulation allen Anwendern zugänglich macht“, unterstreicht Wagner. „Schließlich sollten gerade junge und oft gut ausgebildete Konstrukteure ihre notwendigen Erfahrungen am Simulationsmodell und nicht durch teure Nacharbeit am fertigen Werkzeug gewinnen.“

Stampack auf der Blechexpo 2019: Halle 6, Stand 6210

Weitere Meldungen zur Blechexpo finden Sie in unserem Special.

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