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Genkinger

Verbesserte Effizienz und Sicherheit dank ferngesteuertem Spezial-Hochhubwagen

| Autor/ Redakteur: Norbert Hendricks / M.A. Frauke Finus

Anlässlich eines Neubaus stellte die Nussbaum Metallhandel GmbH sämtliche Prozesse auf den Prüfstand. Eine Kernfrage lautete: Wie könnten die verschiedenen Coils vom Lagerplatz ohne Kran zur Weiterverarbeitung auf die Anlagen gebracht werden? Die Antwort: Ein Elektro-Geh-Hochhubwagen mit Prismengabelzinken von Genkinger.

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Das Spezialgerät des schwäbischen Herstellers Genkinger nimmt den Coil am Wendetisch auf.
Das Spezialgerät des schwäbischen Herstellers Genkinger nimmt den Coil am Wendetisch auf.
(Bild: Genkinger)

Nussbaum Metallhandel beliefert den deutschen Markt sowie einige europäische Länder mit Halbzeugen aus Kupfer, Messing und Bronze an Kunden die Federteile und Steckkontakte zum Beispiel für die Automobil- und Elektroindustrie. Mit der Entscheidung, in einen Neubau umzuziehen, standen für Nussbaum sofort die Effizienz und die Sicherheit des Coil-Handlings ganz oben auf der Agenda: Ein Referenzbesuch bei einem Coil-Lieferanten brachte wertvolle Erkenntnisse, wie ein optimiertes Coil-Handling mithilfe eines Gerätes von Genkinger ablaufen könnte.

Erster Schritt zur Verbesserung

Bis vor zwei Jahren wurden die Coils bei Nussbaum mit einem C-Haken aufgestellt und hochgehoben. Durch einen Dreh-/Wendetisch erreichte das Unternehmen noch im Altbau eine Verbesserung des Handlings in punkto Sicherheit. Doch immer noch mussten von dort die Coils per Kran aufgenommen und transportiert werden.

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Nachdem Nussbaum und Genkinger sämtliche Abläufe gemeinsam eingehend analysierten und umorganisierten, wird nun seit etwa sechs Monaten im neuen Gebäude des Metall verarbeitenden Unternehmens der folgende Prozess abgebildet: Der Dreh-/Wendetisch steht außerhalb der Fertigungsanlage. In dessen Nähe stellt der Lagerist in der Regel das komplette Material für einen Arbeitstag bereit. Daraufhin fahren Kollegen einzelne Coils auf den Dreh-/Wendetisch, platzieren es für die weitere Verarbeitung auf die richtige Seite, entnehmen es mit dem Spezial-Hochhubwagen von diesem Tisch und fahren es in den Ferti-gungsbereich auf definierte Stellflächen oder direkt auf die Haspeln der Maschinen.

Was gab den Ausschlag für Genkinger? Zunächst suchte Nussbaum Rat beim Hausliefe-ranten für Standardgeräte, die jedoch für diese Spezialaufgabe nicht konzipiert waren. Nachdem feststand, dass nur ein Sondergerät in Frage käme, war der Weg zu Genkinger als renommiertem Lieferanten für lagertechnische Standard- und Spezialprodukte schnell gefunden und die Entscheidung getroffen. Nussbaums Fertigungsleiter Wilfried Herzog erklärt: „Ein Grund, warum die Lösung so gut passt, war die Tatsache, dass wir Genkinger schon früh in der Planungsphase hinzunahmen und somit parallel zum Fortschritt des Rohbaus detaillierte Lösungen ausarbeiten konnten.“ Beispielsweise wurden die Umgebungs-bedingungen in Form der richtliniengetreuen Einhausung der neuen Anlage präzise einbe-zogen.

Spezialgefertigte Hochhubwagen wird breiten und schmalen Coils gerecht

Die heutige Nussbaum-Metallverarbeitung wird von einer komplett neuen Anlage vorgenommen sowie einer, die schon im Altbau vorhanden war. Genkinger-Vertriebsberater Elmar Mößlang erklärt: „Der spezialgefertigte Hochhubwagen wird beiden Nussbaum-Anlagen und unterschiedlich schweren und großen Coils bis 3,5 t gerecht. Auch sehr schmale Coils, die durch Prismengabeln und einen Niederhalter gesichert sind, übergibt das Gerät an die Maschine.“ Es laufen etwa 10 bis 15 Hubspiele pro Schicht, wobei Nussbaum sich Potenzial für zukünftiges Wachstum geschaffen hat. Die meisten Coils haben zurzeit ein Gewicht zwischen 1,8 t und 2,4 t, aber auch die schmalen Coils mit einer Breite von nur 19 mm bewältigt das Genkinger-Gerät präzise und schnell. „Durch eine Fernbedienung bewegen sich die Mitarbeiter fernab der Gefahrenzone und sind damit stets in Sicherheit, selbst wenn einmal ein Coil abrutschen sollte“, sagt Fertigungsleiter Wilfried Herzog. Durch den Sicherheitsgewinn habe sich der Stresspegel der Mitarbeiter spürbar gesenkt. „Das Spezial-Gerät funktioniert so, wie es sein soll; die Investition hat sich als sehr sinnvoll erweisen. Durch den Transport schmaler Coils haben wir sogar einen Einsatzbereich mehr abdecken können“, lautet Herzogs Fazit.

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