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Vom Vorschliff bis zum Oberflächenfinish: alles aus einer Hand

| Autor/ Redakteur: Jaqueline Sprenger / Frauke Finus

Wer wirtschaftlich hochwertige Blechteile herstellen will, muss ständig an seinen Prozessen arbeiten und die Produktionsanlagen modernisieren. Das gilt insbesondere für die Nachbearbeitungsschritte wie Primärentgratung, Kantenverrunden und Oberflächenfinish. Mit einer Weber-Schleif- und Entgratmaschine für die Nassbearbeitung hat Gewa Blechtechnik dafür die maschinellen Voraussetzungen geschaffen. Bei Werkzeugen und Schleifmitteln vertraut das Unternehmen auf das Know-how der Boeck GmbH.

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Gewa setzt boeck Entgratwalzen ein, die speziell für die Nassbearbeitung entwickelt wurden.
Gewa setzt boeck Entgratwalzen ein, die speziell für die Nassbearbeitung entwickelt wurden.
( Bild: Boeck )

Ob eckig, rund oder geschwungen, Großserien, Kleinserien oder Einzelteile, vom einfachen Blechzuschnitt bis zum kompletten Gehäuse – die Gewa Blechtechnik GmbH gehört nicht zuletzt dank ihrer vielfältigen Fertigungsmöglichkeiten zu den führenden Lohnfertigern in der österreichischen Metallbranche. Am Standort Ried im Traunkreis produzieren die Blechexperten auf einer Fläche von 5.000 m2 und mit rund 65 Mitarbeitern vor allem für Anwender aus der Elektronikbranche sowie dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Um die hohen Qualitätsansprüche der Branchen zu erfüllen, investiert das Unternehmen regelmäßig in die Produktionsanlagen und setzt dabei auf neuste Technik.

Zusammenarbeit von Experten für bestmögliche Ergebnisse

Zum Entgraten, Kantenverrunden und Oberflächenfinish der Blechteile verwendet Gewa eine Weber-Metallschleifmaschine aus der NLC-Baureihe. „Dank der Nassschleiftechnik der Maschine können wir einfach und sicher Stahl, Edelstahl und Aluminium auf derselben Anlage bearbeiten. Auch ölige Teile sind kein Problem“, so Walter Zwicklhuber, Geschäftsführer der Gewa Blechtechnik GmbH. „Für hohe Standzeiten und gute Ergebnisse sind gerade bei der Nassbearbeitung hochwertige Werkzeuge das A und O. Die Boeck GmbH ist ein kompetenter Partner über die gesamte Prozesskette. Dabei geht die Beratung weit über die Auswahl der Schleifmittel hinaus. Auch bei der Prozessoptimierung stehen sie uns mit Rat und Tat zur Seite. So werden zum Beispiel Maschinen- und Werkzeugparameter wie Schnittgeschwindigkeiten und Vorschubgeschwindigkeiten empfohlen und gemeinsam getestet.“

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Dabei kann Boeck auf langjährige Erfahrung und Know-how zurückgreifen. Das Experten-Team rund um die Ingenieure Marc und Jochen Böck entwickelt und produziert mit Leib und Seele maßgeschneiderte Werkzeuglösungen für die Blechentgratung – vom Schlackeentfernen und Vorschleifen über Entgraten, Verrunden und Oxidentfernen bis hin zum Oberflächenfinish. Die Werkzeuge werden auf selbstentwickelten Maschinen mit hohem Automationsgrad gefertigt. Die strukturierten Prozesse sowohl bei der Produktion als auch bei der Lagerhaltung ermöglichen eine hohe Qualität und eine schnelle Lieferung der Werkzeuge.

„Gewa verfügt mit der Weber-Schleif-und Entgratmaschine über eine Anlage auf dem neusten Stand der Technik. Mit unseren speziell für nassarbeitende Maschine zum Schleifen und Entgraten entwickelten Walzen versuchen wir die Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität und Zeit für Gewa optimal zu gestalten“, so Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Kfm. (FH) Marc Böck, Boeck-Geschäftsführer.

In der Nassbearbeitung die Nase vorne

Walter Zwicklhuber: „Die Entgratwalzen von Boeck haben eine sehr gute Performance – gerade bei der Nassbearbeitung. Das war uns besonders wichtig. Im Vergleich zu anderen Werkzeugen erreichen wir damit eine bessere Abtragsleistung und höhere Standzeiten. Hinzu kommt ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.“ Diese Performance ermöglicht ein neuartiges Besatzmaterial, das auf einer eigens von Boeck entwickelten Maschine mit Laser geschnitten wird. Durch die speziellen Schnitte der Lamellen werden die Kanten versiegelt, so dass kein Wasser in die Lamellen eindringen kann. Daneben trägt auch die hohe Schleifgewebedichte und komplette Abnutzung der Lamellen bis zum Kerndurchmesser zur langen Lebensdauer der Werkzeuge bei.

Durch das kontaktfreie Schneiden mittels Laser verlieren die einzelnen Lamellen zudem keine Körner im Schleifgewebe, wie das zum Beispiel beim Stanzen der Fall ist. Zusammen mit der Anordnung der Schleifgewebelamellen in Schleif- beziehungsweise Entgratrichtung führt dies zu einer stärkeren Kantenverrundung. Ein weiteres Qualitätsmerkmal: Die Entgratwalzen sind aus einem Stück ohne Segmentierung gefertigt und dadurch sehr stabil. Die Wuchtgüte G 6,3 sorgt für hohe Laufruhe.

Gewa setzt Entgratwalzen mit einem Durchmesser von 250 mm, einer Breite von 260 mm und einer Aufnahmebohrung speziell für die Anwendung auf Weber-Entgratmaschinen ein. Je nach Werkstück, gewünschtem Ergebnis beim Entgraten und Verrunden hat Boeck dafür unterschiedliche Schleifgewebearten im Portfolio: Das Universaltalent für alle Blecharten ist die „Brown Edition“. Darüber hinaus eignet sich die „Grey-Edition“ zum Verrunden von Kanten an Bauteilen aus Aluminium und Kunststoff. Eine sehr hohe Abtragsleistung beziehungsweise eine starke Kantenverrundung bietet die „Purple Edition“.

Marc Böck: „Für unterschiedliche Anforderungen haben wir zudem eigene Schlitzmuster entwickelt. Je nach Schlitzung erreichen wir damit eine höhere Anpresskraft und längere Standzeiten. Auch gibt es passende Lösungen zum Kantenverrunden von kleinen Ausschnitten und Bohrungen oder für einen weniger aggressiven Schliff.“

Innerhalb kürzester Zeit lieferbar

Nicht nur zum Kantenverrunden, sondern auch bei den vor- und nachgelagerten Prozessschritten verlassen sich die Experten von Gewa auf das Know-how von Boeck. Für die Primärgratentfernung verwendet Gewa Schleifgewebebänder der Leipheimer in verschiedenen Qualitäten und Körnungen. „Welches Schleifgewebeband für den Prozess passend ist, hängt von der gewünschten Abtragsleistung und dem zu bearbeiteten Werkstoff ab. Boeck hat hier immer das Richtige zur Hand und kann uns die benötigten Bänder innerhalb kürzester Zeit ab Lager liefern“, so Tobias Panhuber, Einkaufsleiter bei Gewa.

Neben unterschiedlichen Körnungen hat der Anwender bei den Schleifgewebebändern die Wahl zwischen verschiedenen Schleifmitteln. Ob für den universellen Einsatz oder einen aggressiven, aber kühlen Schliff, für ein feines Schliffbild bei hoher Schneidfähigkeit oder einen hohen Materialabtrag bei geringer Bearbeitungstemperatur, hoher Standzeit und guter Oberflächenqualität – hier ist für jede Anforderung das Passende dabei.

Der letzte Schliff

Beim Oberflächenfinish entfernt Gewa letzte Kratzer mit Schleifvliesbändern von Boeck. „Auch bei diesem Prozessschritt sind wir mit der Beratung und den Werkzeugen sehr zufrieden. Je nach Werkstoff und gewünschtem Ergebnis sind dank unterschiedlicher Schleifvliesbänder vielfältige Oberflächenfinishs möglich“, so Tobias Panhuber. Wie auch die Schleifgewebebänder hat Boeck die Schleifvliesbänder in großer Menge auch für weitere Schleif- und Entgratmaschinen auf Lager und kann so schnell auf Bestellungen reagieren.

„Mit Boeck haben wir einen Lieferanten, der uns optimal bei Werkzeugen über die gesamte Prozesskette berät. Von der Primärgratentfernung über Entgraten und Kantenverrunden bis hin zum Oberflächenfinish fühlen wir uns dort in sehr guten Händen. Gerade für unsere nassarbeitende Schleif- und Entgratmaschine von Weber benötigen wir einen starken Partner. Denn nur mit Werkzeugen auf dem aktuellen Stand der Technik erreichen wir hohe Standzeiten und eine konstant hohe Performance für unsere Prozesse“, sind sich Walter Zwicklhuber und Tobias Panhuber einig.

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