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Wie nicht vorhandene Löcher helfen können, Kosten zu senken

| Autor/ Redakteur: Andrea Lawitschka / Frauke Finus

Beim Blindnieten erfolgt der Fügevorgang von nur einer, im Regelfall der äußeren, Seite des Bauteils aus. Normalerweise wird der Blindniet von der Gegenseite durch eine Bohrung eingeführt. Gesipa Blindniettechnik hat jetzt ein innovatives Verfahren entwickelt, bei dem sich der vorher einzubringende Blindniet sein eigenes Loch schafft.

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Gesipa hat das vorlochfreie Blindnieten, genannt Flow Drilling Riveting (FDR), entwickelt. Bei diesem Verfahren schafft sich der Blindniet sein eigenes Loch.
Gesipa hat das vorlochfreie Blindnieten, genannt Flow Drilling Riveting (FDR), entwickelt. Bei diesem Verfahren schafft sich der Blindniet sein eigenes Loch.
( Bild: Gesipa )

Blindnieten ist eine seit vielen Jahrzehnten in der Industrie etablierte Technologie, um kostengünstig hochwertige Verbindungen zu realisieren. Die überzeugenden Vorteile der Blindniettechnik, wie die nur einseitig erforderliche Zugänglichkeit und die hohe Individualisierbarkeit des Verbinders auf verschiedenste Anwendungen, ermöglicht eine effiziente, wirtschaftliche Fertigung.

Der Blindniet schafft sich sein eigenes Loch

Ein Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet kennt sich besonders gut mit Nieten aus. Die Gesipa Blindniettechnik GmbH entwickelt und fertigt Blindniete, Blindnietmuttern und Vollniete sowie hochwertige Werkzeuge für die Verarbeitung der Verbinder und ist Teil der international aufgestellten SFS Group mit Hauptsitz in der Schweiz. Gesipa ist mit produzierenden Werken in Deutschland, England, in den USA und China, Vertriebsniederlassungen und Handelspartnern weltweit vertreten.

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Die hohen Anforderungen in der Automatisierung lassen auch die beste Blindniettechnik manchmal an ihre Grenzen stoßen. Denn die zwingend notwendigen Vorlöcher erfordern bei vorhandenen Bauteiltoleranzen in der Regel teure und komplizierte Lochfindungssysteme oder erhebliche Kompromisse in der Bauteilgeometrie. Aus diesem Grund wurde von Gesipa eine neue Technologie entwickelt, mit der das Vorlochen einfach entfallen kann. Das vorlochfreie Blindnieten, das sogenannte Flow Drilling Riveting (FDR), bei dem sich der Blindniet sein eigenes Loch schafft. Somit müssen keine Löcher mehr gefunden oder Kompromisse eingegangen werden.

Unterschiedliche Werkstoffe vorlochfrei fügen

Durch die wegfallende Notwendigkeit der Vorlöcher lösen sich viele Probleme und die Automatisierung des Fügevorgangs wird deutlich erleichtert. Gesipa hat den Prozess des Flow Drilling Riveiting entwickelt und optimiert, so dass unterschiedlichste Werkstoffe vorlochfrei gefügt werden können. Der notwendige Verarbeitungskopf ist für die Nutzung an Industrierobotern oder ähnlichen Vorrichtungen ausgelegt und verfügt neben hochwertigen Aktoren über eine Vielzahl an Sensoren, um auch eine Prozessüberwachung zu gewährleisten. So ist es nun möglich, sicherheitsrelevante Bauteile überwacht zu fügen und die generierten Daten als Qualitätskriterium zu nutzen. Durch den Verzicht auf Vorlöcher können Kosten, Produktionsplätze und Zeit für die Locheinbringung und auch für die Positionierung und Ausrichtung gespart werden.

Die Ansprüche an die Niettechnik sind vielfältig. Deshalb bietet Gesipa aufeinander abgestimmte Lösungen rund um die Niettechnik an, um individuelle Anforderungen zu erfüllen. Mit dem Gesamtsystem, bestehend aus Verbindungselement, Verarbeitungsgerät und wenn gewünscht eine individualisierte, schlüsselfertige Anlage bietet das Unternehmen umfassende Lösungen aus einer Hand.

Gesipa auf der Euroblech: Halle 13, Stand F57

Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.

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