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Oberflächenschutz Zink-Magnesium-Beschichtungen schützen Autokarosserien

| Autor / Redakteur: Jörg Lewandowski / Dietmar Kuhn

Zink-Magnesium-Überzüge in Außenhautqualität für die Automobilindustrie schützen Karosserien. Mit solchen Beschichtungen hat jetzt ein deutscher Stahlhersteller zwei hochwirksame Korrosionsschutzlösungen auf Zink-Magnesium-Basis zur Serienreife gebracht.

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Zwei neue Zink-Magnesium-Oberflächen als Rundumschutz für die Außenhaut und sichtbare Teile von Pkw-Karosserien bietet jetzt Thyssen-Krupp Steel Europe an.
Zwei neue Zink-Magnesium-Oberflächen als Rundumschutz für die Außenhaut und sichtbare Teile von Pkw-Karosserien bietet jetzt Thyssen-Krupp Steel Europe an.
(Bild: Thyssen-Krupp )

Die Anforderungen an die Oberfläche von sichtbaren Außenhautteilen in der Karosserie sind sehr hoch. Neue Zink-Magnesium-Korrosionsschutzlösungen bieten beste Voraussetzungen, diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Im Vergleich mit den etablierten reinen Zinküberzügen bringen ZM Ecoprotect und ZM Primeprotect, so die Namen der Schutzüberzüge, einige Vorteile, und das jetzt auch als Rundumschutz für die gesamte Autokarosserie. Durch das deutlich erhöhte Korrosionsschutzpotenzial von Zink-Magnesium-Überzügen kann die Auflagenstärke von ZM Ecoprotect und ZM Primeprotect im Vergleich zu konventionellen Verzinkungen um etwa ein Drittel reduziert werden. Das schont Umwelt, Ressourcen und Kosten.

Mit Zink-Magnesium-Überzügen pro Karosse 2 kg Gewicht sparen

In Summe kommt pro Mittelklassefahrzeug eine Ersparnis von 2 kg Zink und mehr zusammen. Dabei bezieht sich der bessere Korrosionsschutz nicht nur auf die Fläche, sondern vor allem auf Schnittkanten und die Lackunterwanderung an Ritzen, die beide im hohen Maße gefährdet sind. Damit eignen sich die neuen Zink-Magnesium-Überzüge gerade für besonders stark korrosionsbeanspruchte Komponenten. Ein weiterer Pluspunkt ergibt sich aus den besseren Verarbeitungseigenschaften der Bleche, die mit den dünnen Zink-Magnesium-Überzügen beschichtet sind. Die harte Oberfläche sorgt im Werkzeug für weniger Abrieb. Pressen können zwischen zwei Reinigungsstillständen mehr Bauteile fertigen.

Auch das Schweißen von Karosseriebauteilen ist durch die dünnere Beschichtung leichter. Autohersteller können also von einer optimierten Fertigung profitieren. Außerdem ist die Umstellung des Korrosionsschutzes für die Automobilindustrie ohne Schwierigkeiten umsetzbar. Bauteile, die mit ZM Ecoprotect beschichtet sind, verfügen über die gleiche Oberflächenanmutung wie hochwertig feuerverzinkte Bauteile.

Deswegen ist es problemlos möglich, zunächst nur einige Bauteile mit dem neuen Überzug zu versehen und in die Karosserie einzubauen. Einen Unterschied in der lackierten Karosserie sieht der Autokäufer später nicht.

ZM Primeprotect geht noch einen Schritt weiter. Der ebenfalls neu entwickelte Überzug bietet grundlegend alle Vorteile von ZM Ecoprotect, verfügt aber über eine nochmals optimierte Oberfläche. Presswerke sowie Paintshops der Automobilhersteller profitieren von einer verbesserten Langwelligkeit bei angehobener Spitzenzahl.

Bei gutem Umformverhalten im Presswerk wird so ein extrem hochwertiges Lackerscheinungsbild in Premiumqualität realisiert. Und das im Bedarfsfall auch ohne Aufbringen eines Füllers. Der farbgebende Lack wird also direkt auf die Grundierung gebracht. Das spart Zeit und Geld und es kommt der Umwelt zugute. MM

* Dr. Jörg Lewandowski ist verantwortlich für die Produkteinführung bei der Thyssen-Krupp Steel Europe AG

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