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Leichtbau 3D-Gewebe aus Carbongarnen

| Redakteur: Beate Christmann

Wissenschaftler aus Dresden haben nach eigener Aussage eine neue Bandwebtechnik entwickelt, durch die sie Carbongarne schädigungsarm verarbeiten können. Dadurch soll die Herstellung hochkomplexer 3D-Gewebe für Faserkunststoffverbunde möglich werden.

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Am Institut für Textilmaschinen und textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden gefertigtes Profilbandgewebe: Mit einem neuen Verfahren soll die Herstellung komplexer 3D-Gewebe für Faserkunststoffverbunde möglich werden.
Am Institut für Textilmaschinen und textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden gefertigtes Profilbandgewebe: Mit einem neuen Verfahren soll die Herstellung komplexer 3D-Gewebe für Faserkunststoffverbunde möglich werden.
(Bild: TU Dresden/ITM)

Der Leichtbau gilt als die Zukunft im Fahrzeugbau und in der Architektur. Doch gilt es noch eine Menge Forschungsarbeit zu leisten, um beliebige Formen mit der nötigen Festigkeit herzustellen. Wissenschaftlern des Instituts für Textilmaschinen und textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden soll nun im Zusammenarbeit mit dem deutschen Maschinenbauer Mageba Textilmaschinen ein wichtiger Schritt gelungen sein: Sie geben an, eine neue Bandwebtechnik entwickelt zu haben, mit dem sich Carbongarne schädigungsarm verarbeiten lassen.

Mit dem neuen Verfahren soll die Herstellung hochkomplexer 3D-Gewebe für Faserkunststoffverbunde möglich werden. Die rohrförmigen gewebten 3D-Strukturen sollen entsprechend der Vorstellung ihrer Entwickler vor allem in Eckverbindern von Leichtbaurahmen, zum Beispiel in Fahrzeug- oder Fahrradrahmen, in Sportgeräten, Roboterwerkzeugrahmen oder in der Architektur zum Einsatz kommen.

Weitere Forschungsergebnisse

Als weitere Neuentwicklung führen die Wissenschaftler die Struktur- und Prozesssimulation textiler Hochleistungswerkstoffe und textiler Fertigungsprozesse ins Feld. Sie soll bereits jetzt fester Bestandteil in allen Entwicklungen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette vom Atom bis zum Produkt am ITM sein.

Zudem arbeitet die Professur für Konfektionstechnik des ITM gemeinsam mit der Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung des Instituts für Energietechnik der TU Dresden aktuell an der Entwicklung einer dreidimensionalen thermoaktiven Raumtextilie. In Forschungsprojekt wird der komplexe Wirkmechanismus von wasserführenden, thermoaktiven Raumtextilien unter Berücksichtigung der Interaktion mit Raum, Anlagentechnik und Nutzerverhalten untersucht. Mithilfe des Ultraschallschweißens sollen sich Kanäle direkt in das textile Material einarbeiten lassen, die in der späteren Anwendung die thermoregulierenden Medien führen können.

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