Zylindrisch gut in Form Aerotech hat Nachfolger-Plattform für die Rohrbearbeitung per Laser

Quelle: Aerotech 3 min Lesedauer

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Mit der Laserturn 280 kündigt Aerotech eine neue Bewegungsplattform für die Laserbearbeitung zylindrischer Bauteile an, die sowohl dem Maschinenbau als auch der Medizintechnik gefallen dürfte ...

Aerotech aus Fürth präsentiert mit der neuen Bewegungsplattform Laserturn 280 Produktives für die Bearbeitung von zylindrischen Bauteilen per Laser. Hier sieht man sie bei der Herstellung eines Stents. Aber auch der Maschinenbau dürfte interessiert sein ...(Bild:  Aerotech)
Aerotech aus Fürth präsentiert mit der neuen Bewegungsplattform Laserturn 280 Produktives für die Bearbeitung von zylindrischen Bauteilen per Laser. Hier sieht man sie bei der Herstellung eines Stents. Aber auch der Maschinenbau dürfte interessiert sein ...
(Bild: Aerotech)

Das neue Aerotech-System Laserturn 280 richtet sich an Maschinenbauer und Hersteller medizinischer Produkte, die höhere Stückzahlen bei gleichbleibender Teilequalität anstreben, wie es heißt. Die Markteinführung sei auf jeden Fall für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Erste Prototypen stellte das Unternehmen bereits auf mehreren Medizintechnikmessen vor und stieß bei den Fachbesuchern auf großes Interesse, wie man betont. Die Laserturn 280 basiert demnach auf dem bewährten „PRO280LM“-Lineartischdesign des Herstellers aus Fürth. Das System ist außerdem in drei Ausführungen mit den Drehstufenantrieben ASR1400, ASR1100 und ACS150 erhältlich. Je nach Konfiguration ließen sich Rohre mit Durchmessern von 0,3 bis 30 Millimetern bearbeiten. Zur Auswahl stehen verschiedene Spannsysteme – darunter Spannzangen (TF20, W12) mit sogenannter toter Länge sowie ER-Präzisionsspannzangen (ER16, ER25, ER40). Der lineare Verfahrweg beträgt 300 Millimeter, die maximale Verfahrgeschwindigkeit 1.000 Millimeter pro Sekunde, wie man erfahren darf. Spannzangen toter Länge, erklärt Aerotech, minimieren die axiale Bewegung des Rohrs und reduzieren das Risiko von Stitching-Fehlern beim Vorschub. Das sei insbesondere bei der Fertigung längerer Werkstücke (etwa Hypotubes) von Bedeutung. Der Spannmechanismus wird dabei pneumatisch betätigt und ist für den Betrieb mit trockenem, ölfreiem Stickstoff oder Druckluft ausgelegt. Die Bewegungsplattform sei die Antwort auf Wünsche aus dem Markt. Deshalb ließe sie sich auch leicht in bestehende Fertigungsumgebungen integrieren und sorge für einen höheren Durchsatz als zuvor.

Lineare und rotative Bewegungsabläufe mit hoher Präzision

Die erreichbare kalibrierte Genauigkeit liegt laut Hersteller bei ±1 Mikrometer bei linearer Bewegung und bei ±30 Mikrorad bei der rotativen. Die bidirektionale Wiederholgenauigkeit kommt auf ±0,4 Mikrometer beziehungsweise auf ±15 Mikrorad, wie es weiter heißt. Als Antrieb setzt Aerotech auf eisenfreie Linearmotoren mit berührungslosen optischen Encodern. Die Konstruktion außerdem ist auf hohe Steifigkeit ausgelegt und schützt interne Komponenten vor Verunreinigungen, was bei Anwendungen im Nassschneidbetrieb wichtig ist. Die Laserturn 280 kann demnach wahlweise für das Trocken- oder das Nassschneiden ausgeliefert werden. Letztere verfügt dann über ein integriertes System für das Fluidhandling. Zur Vereinfachung der Integration hat die Plattform ein integriertes Kabelführungssystem sowie eine freie Öffnung (Clear Aperture) für den Rohrdurchlauf. Optionale pneumatische Greifer an Vorder- und Rückseite ermöglichten auch eine automatisierte Werkstückhandhabung. Die Montage erfolgt über acht M8-Befestigungspunkte, was konsequent für die Anforderungen der Medizintechnikfertigung passt. Das heißt auch, wenig Rohrausschuss, reproduzierbare Teilequalität und eine Architektur, die Maschinenbauern erlaubt, schnell in die Serienproduktion zu gehen.

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