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Beschichten AHC Oberflächentechnik übernimmt neues Werk in China

| Autor: Stéphane Itasse

Unter dem Namen Hangzhou AHC Surface Treatment Technology Co., Ltd. betreibt das niederländische Industrieunternehmen Aalberts Industries ein Werk zur Oberflächenbehandlung von Bauteilen in der Nähe von Shanghai, China. Jetzt ist dieses Werk offiziell in die AHC-Gruppe eingebunden, die wiederum selbst ein Teil der Aalberts Industrie NV ist.

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Die Hart-Coat-Anlage von AHC in China arbeitet vollautomatisch und bietet damit Seriensicherheit und Wirtschaftlichkeit.
Die Hart-Coat-Anlage von AHC in China arbeitet vollautomatisch und bietet damit Seriensicherheit und Wirtschaftlichkeit.
(Bild: AHC Oberflächentechnik)

Schwerpunkt des Geschäftsfeldes der AHC-Gruppe mit Stammsitz in Deutschland bilden technisch-funktionelle Beschichtungen von Oberflächen als Dienstleistung. AHC-Hangzhou kann auf mehr als 50 Jahre Beschichtungserfahrung der AHC-Gruppe zurückgreifen. Die weltweit agierende AHC-Gruppe mit mehr als 900 Mitarbeitern veredelt nach eigenen Angaben jährlich rund 1 Mrd. Bauteile für viele tausend Kunden in allen Schlüsselindustrien. Insgesamt kommen mehr als 40 Verfahren und mehr als 100 Verfahrensvarianten zum Einsatz, und das in über 20 Werken.

AHC-Werk in China genügt hohen Umweltstandards

Das Werk in Hangzhou bietet neben Beschichtungsqualität auch ein Konzept des nachhaltigen Umweltschutzes und der Energieeffizienz, das den strengen chinesischen Anforderungen genügt, wie es heißt. Um die Differenzierung der Kundenbauteile beherrschen zu können, sind reproduzierbare und robuste Prozesse notwendig. Aus diesem Grund floss in die Konstruktion der Beschichtungsanlagen und der Abwassertechnik bei AHC-Hangzhou die Prozesserfahrung von AHC mit ein. Das Werk ist daher mit dem neuesten Stand der Technik ausgestattet.

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AHC ist als Oberflähenbeschichter Zulieferer für den Maschinenbau und für die großen Systemlieferanten der Automobilindustrie wie Bosch, Schaeffler und TRW Automotive. Kraftstoffpumpengehäuse, Verdichterräder für Turbolader oder Steuerkolben für Automatikgetriebe, allesamt aus Aluminium-Legierungen, werden vor Verschleiß und Korrosion geschützt. Die großen Konzerne und ihre Systemlieferanten haben inzwischen Niederlassungen in China. Für sie ist AHC in Hangzhou bei Shanghai jetzt ihr Beschichter vor Ort.

AHC bietet in China Eloxierung, Harteloxierung in chemische Vernickelung

Die 50-köpfige Mannschaft von AHC-Hangzhou hält verschiedene Verfahren der Eloxierung und Harteloxierung sowie der chemischen Vernickelung von Aluminium-Bauteilen bereit. Darüber hinaus werden mit diversen Chemisch Nickel-Verfahren auch Buntmetalle und Eisenwerkstoffe einschließlich Edelstähle behandelt. Während mit den erstgenannten Verfahren Aluminiumoxidschichten erzeugt werden, beschichtet man mit dem zweiten Verfahren die Oberfläche mit einer Nickel-Phosphor-Legierung bestimmter Zusammensetzung. Bei den Verfahren der hartanodischen Oxidation von Aluminium-Werkstoffen (Hart-Coat) und der chemischen Vernickelung von Eisen- und Nicht-Eisen-Werkstoffen (Durni-Coat) handelt es sich um bewährte Verfahren der Oberflächenveredelung, die AHC in Europa schon seit über 50 Jahren betreibt und weiterentwickelt.

In Hangzhou werden in der Eloxal-Linie Bauteile bis 1000 kg Gewicht und mit Abmessungen bis 3000 mm × 600 mm × 1200 mm behandelt. Verfahren sind Harteloxal Hart-Coat, Hart-Coat GLATT (HC-GL) sowie Technisch Eloxal, jeweils mit der Möglichkeit des Schwarzeinfärbens und des Nachverdichtens.

Für die Chemisch-Nickel–Anlage eignen sich Bauteile mit einem Maximalgewicht von 1500 kg und Abmessungen bis 1100 mm × 600 mm × 1500 mm. Neben dem Durni-Coat-Verfahren wird auch eine Variante mit eingelagertem PTFE, das so genannte PTFE-Durni-Disp, angeboten. Hierbei handelt es sich um eine Trockenschmierschicht mit guten adhäsiven Verschleißeigenschaften.

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