Multimetall-Deal Aurubis verkauft große Teile seiner Flachwalzsparte

Redakteur: Peter Königsreuther

Die Aurubis AG wird vier seiner Werke aus dem Flachwalzsektor veräußern, heißt es vom Unternehmen. Noch muss allerdings das Kartellamt zustimmen, heißt es.

Aurubis gibt Verkauf großer Teile seiner Flachwalzsparte bekannt. Als potenzieller Käufer steht die Intek Holding mit der KME-Gruppe parat, wie es weiter heißt. Hier mehr zu den Hintergründen.
Aurubis gibt Verkauf großer Teile seiner Flachwalzsparte bekannt. Als potenzieller Käufer steht die Intek Holding mit der KME-Gruppe parat, wie es weiter heißt. Hier mehr zu den Hintergründen.
(Bild: Aurubis)

Die Aurubis AG beabsichtigt nach eigenen Angaben, das FRP-Werk in Zutphen (Niederlande) sowie die Schneidcenter in Birmingham (Großbritannien), Dolny Kubin (Slowakei) und Mortara (Italien), in denen insgesamt rund 360 Mitarbeiter beschäftigt sind, zu veräußern. Heute unterzeichneten beide Seiten ein entsprechendes Term Sheet, auf dessen Basis ein Kaufvertrag ausgearbeitet wird. Der Käufer namens Intek ist eine Holding, zu der die KME-Gruppe gehört, ist weiter zu erfahren. Mit Werken in Deutschland, Frankreich, Italien, China und den USA gehört KME zu den führenden Herstellern von Kupfer- und Kupferlegierungsprodukten, informiert Aurubis. Nach Aussage des Aurubis-Geschäftsführers verkauft man, weil man sich mehr um das Kerngeschäft kümmern will, zu dem die Primärkupfererzeugung, das Recycling und die Betreuung des Multimetall-Portfolios gehören.

Drei Werke verbleiben wegen gewisser Umstände im Konzern

Das Multimetall-Unternehmen Aurubis geht davon aus, dass der Kaufvertrag innerhalb der nächsten zwei Monate in trockenen Tüchern sein wird. Die Übergabe der betreffenden Standorte erfolgt aber erst nach Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden zum Verkauf.

Weil trotz intensiver Verhandlungen mit diversen Parteien keine weitere Transaktion in Aussicht stehe, würden die Werke in Stolberg (Deutschland), Pori (Finnland) und Buffalo (USA) im Aurubis-Konzern verbleiben und sogar weiterentwickelt. Stringente Restrukturierungs- und Optimierungsprogramme liefen laut Aurubis erfolgreich. Auch die Märkte für das gesamte Segment würden sich in der Pandemie sehr vielversprechend geben. Wie Aurubis Anfang August bekanntgab, erzielte der Bereich FRP nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 10 Millionen Euro (Vorjahr: 0 Euro). Der Ausblick für diese Werke ist deshalb als positiv zu bezeichnen.

Man erfährt hier mal was über den Kaufpreis!

Im Einklang mit den Anforderungen der italienischen Börsenaufsicht hat die Intek Holding, der Käufer der drei ehemaligen Aurubis-Werke jetzt ergänzende Informationen zum Kaufpreis veröffentlicht. Dieser wird voraussichtlich rund 8 Millionen Euro betragen, zuzüglich des Wertes für das Net Working Capital zum Closing (Referenzwert zum 30.06.2021 rund 67 Millionen Euro). Das Net Working Capital werde über die Rückzahlung der Unternehmensdarlehen an Aurubis in gleicher Höhe beglichen.

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