Infektionsschutz CO2-Ampel trägt zum Infektionsschutz im Büro bei

Redakteur: M.A. Frauke Finus

CO2-Ampeln von Isis IC können ein wichtiger Baustein für sicheres Arbeiten sein.

Die CO2-Ampeln kommen beispielsweise in Großraumbüros zum Einsatz.
Die CO2-Ampeln kommen beispielsweise in Großraumbüros zum Einsatz.
(Bild: Isis)

Der Bund-Länder-Gipfel hat sich darauf geeinigt, verpflichtende Regeln fürs Homeoffice zu erlassen. Heimarbeit soll eine große Rolle spielen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Konkret bedeutet das, dass Unternehmen verpflichtet werden, ihren Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anzubieten, wann immer es möglich ist. Nur bei zwingenden betrieblichen Gründen ist der Arbeitgeber von dieser Pflicht entbunden. Um die Einhaltung der neuen Regeln zu überwachen, sollen die Arbeitsschutzbehörden Kontrollen durchführen können.

Wo kein Homeoffice möglich ist, gelten strenge und noch weiter verschärfte Infektionsschutzmaßnahmen: So müssen Abstandsregeln von den Beschäftigten strikt eingehalten werden. In gemeinschaftlich genutzten Büros muss es mindestens 10 m2 Fläche pro Person geben. Können die Abstandsregeln oder die Anforderungen an die Raumbelegung nicht eingehalten werden, muss der Arbeitgeber medizinische Gesichtsmasken bereitstellen, die von den Beschäftigten verpflichtend getragen werden müssen. In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten sind die Arbeitgeber zudem angehalten, die Belegschaft in möglichst kleine Arbeitsgruppen einzuteilen. Lassen sich diese Regelungen nicht umsetzen, muss der Arbeitgeber durch Lüftung oder Trennwände für den Schutz der Mitarbeiter sorgen. Gemeinsame Mahlzeit in Kantinen oder Pausenräumen sind weitgehend untersagt.

CO2-Anteil in der Raumluft wird gemessen

„Für Unternehmen, die nicht auf Homeoffice umstellen können, sind CO2-Ampeln ein wichtiger Baustein für sicheres Arbeiten unter den verschärften Maßnahmen“, sagt Dirk Unsenos, Geschäftsführer des Weseler Unternehmens Isis IC. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus der Luft- und Klimatechnik und aus der Medizin hat Unsenos „Conny, die CO2-Ampel, die atmet“ entwickelt und zum Patent angemeldet.

Wie funktioniert „Conny, die CO2Ampel, die atmet“? Der in der Ampel eingebaute Sensor misst stetig und präzise den aktuellen CO2-Gehalt der Raumluft. Dabei wird die Luft direkt eingesogen, sodass die Werte immer aktuell sind. Die CO2-Konzentration ist ein entscheidender Indikator für die Aerosol-Konzentration und damit für das Ansteckungsrisiko mit Covid-19, wie der Hersteller mitteilt. Die Ampel interpretiere die Werte anhand der vom Umweltbundesamt vorgegebenen Werte. Gute Luft mit einem CO2-Anteil von unter 1.000 parts per Million (ppm) werde auf einer LED-Anzeige grün dargestellt. Ist der Messwert erhöht und Aufmerksamkeit gefragt, leuchtet die Ampel gelb. Wenn es Zeit ist, den Raum zu lüften oder zu verlassen, so wird dies durch rotes Licht signalisiert. Im Vergleich zu CO2-Messgeräten ist das Ampelsystem einfach und arbeitet nicht mit Zahlen, die sich permanent ändern, wie es weiter heißt.

Werte werden in Kurvenform visualisiert

Ein weiterer großer Vorteil der CO2-Ampel ist die Dokumentation der CO2-Werte, die durch die Einbindung in eine Cloud stetig erfolgt. Die Werte werden in Kurvenform visualisiert und können über eine dazugehörige App abgerufen werden. Im Falle von Kontrollen durch die Arbeitsschutzbehörden können die Werte als Beleg dienen, dass zu keiner Zeit eine gefährliche CO2-Konzentration vorlag. Zudem ist die Ampel nahezu wartungsfrei und langlebig.

Ein positiver Nebeneffekt: Ein hoher Kohlendioxid-Gehalt im Büro verursacht auch Kopfschmerzen und Konzentrationsverlust. Dem wirkt „Conny, die CO2-Ampel, die atmet“ ebenfalls aktiv entgegen, wenn beim Überschreiten der Schwellwerte stoßgelüftet wird. „Für Arbeitgeber ist die CO2-Ampel also eine Investition in die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Belegschaft“, fasst Unsenos zusammen.

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