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Michael Koch Crossbar-Roboter von Schuler steigert Hubzahl durch dynamischen Energiespeicher

| Redakteur: Stefanie Michel

Schuler stellte vor kurzem die neuen Crossbar-Roboter vor, der mit dem dynamischen Energiespeicher DES von Michael Koch ausgerüstet ist. Damit konnte die Hubzahl gesteigert und bis zu 20 % Energie eingespart werden.

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Der Einsatz des DES im Crossbar-Roboter von Schuler ermöglicht Energieeinsparungen und eine höhere Hubzahl.
Der Einsatz des DES im Crossbar-Roboter von Schuler ermöglicht Energieeinsparungen und eine höhere Hubzahl.
(Bild: Koch/Thomas Herold )

Im jüngst eröffneten Automation Tech Center am Schuler-Standort in Gemmingen wurde die neue Crossbar-Roboter-Generation 4.0 vorgestellt. Mit dem neuen Crossbar-Roboter 4.0 geht der Pressenbauer neue Wege nicht nur im Design, sondern auch in Sachen Energiemanagement und Prozessüberwachung. Der verbesserte Crossbar-Roboter kann mithilfe des dynamischen Energiespeichers (DES) der Michael Koch GmbH seine Ausbringungsleistung steigern.

Durch den Einsatz des DES wurde eine Steigerung der Hubzahl erreicht, was zwei Vorteile bringt: Zum einen konnten 15-20 % Energie eingespart werden, zum anderen schafft der Roboter eine höhere Hubzahl für die Pressenverkettung. Abhängig von der Teilgeometrie können jetzt 15 Teile pro Minute bewegt werden. Der DES von Koch, der in der Handhabung nach eigenen Angaben so einfach wie ein Bremswiderstand und in der Effizienz vergleichbar mit einer Netzrückspeiseeinheit ist, eignet sich auch für viele andere Anwendungen in der elektrischen Antriebstechnik.

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Energiespeicher regelt sich von Beginn an selbstständig

In seiner Standardausführung ist er für alle Umrichter mit einer Zwischenkreisspannung bis 800 V DC (was dem gängigen Netzanschluss von 400 V AC entspricht), die über einen direkten Zwischenkreisanschluss verfügen, ausgelegt. Der Nutzer müsse lediglich das Gerät auspacken, und mit drei Litzen anschließen. Der Speicher regelt sich von Beginn an selbständig. Referenzgeber für die Energieaufnahme und Energieabgabe ist der Bremschopperausgang des Umrichters. Der DES ermittelt darüber die relevanten Spannungsebenen im Gleichstromzwischenkreis des Umrichters und stellt seine Arbeitsparameter darauf ein.

Bremst der Antrieb, steigt die Zwischenkreisspannung. Übersteigt sie den bei der ersten Bremsung ermittelten Grenzwert, nimmt der DES die Energie auf. Die Energie wird hier solange gespeichert, bis die Spannung den unteren Schwellenwert erreicht. Dann wird die gespeicherte Energie wieder in den Zwischenkreis zurückgegeben, noch bevor Energie aus dem Netz geholt wird. Dies ist der entscheidende Moment der Energieeinsparung. Der Speicher des DES entlädt sich bis auf den zuvor automatisch festgelegten Mindestpegel und wartet auf die nächste Bremsung. Die Flexibilität in Bezug auf seine Einsatzfähigkeit und seine Selbständigkeit verleihen dem Gerät das Attribut „dynamisch“. Das Speichermodul arbeitet als schonender Stabilisator des Zwischenkreises und hat keinerlei Kontakt mit dem eingangsseitigen Stromnetz.

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