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Metalldruck Der neue Star am Materialhimmel: amorphe Metalle

| Redakteur: Simone Käfer

Auf der Formnext stellt Heraeus die additive Fertigung mit amorphen Metallen vor. Sie soll völlig neue Anwendungen ermöglichen, da diese Werkstoffe bisher unvereinbare Eigenschaften kombinieren.

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Amorphe Metalle haben durch ihre Glas ähnliche Struktur gepaart mit metallischen Eigenschaften das Potenzial, neue Anwendunge für die Industrie zu ermöglichen – besonders im 3D-Druck.
Amorphe Metalle haben durch ihre Glas ähnliche Struktur gepaart mit metallischen Eigenschaften das Potenzial, neue Anwendunge für die Industrie zu ermöglichen – besonders im 3D-Druck.
(Bild: Heraeus)

Heraeus ermöglicht eine komplexe Formgebung von amorphen Metallen. Amorphe Metalle sind schockabsorbierend, kratzfest und haben daneben auch noch sehr gute Federeigenschaften – interessant zum Beispiel für Membranen bei Einspritzdüsen, Gehäuse für Unterhaltungselektronik oder als Lautsprecherkalotten.

Genauer gesagt, gehören amorphe Metalle zu den legierten Werkstoffen. Ihre Beschaffenheit ist ein amorphes, ungeordnetes Gefüge, das der Struktur von Glas ähnelt. Daher spricht man auch von metallischen Gläsern. Neben einer guten Korrosionsbeständigkeit und hoher Festigkeit besitzen diese Metalle ungewöhnliche magnetische Eigenschaften: Bei Ummagnetisierung beispielsweise, sind die Verluste äußerst gering. So können amorphe Metalle auch bei höheren Frequenzen eingesetzt werden.

Heraeus hat durch eine im Juni 2016 vereinbarte Partnerschaft mit dem schwedischen Unternehmen Exmet sein Portfolio für 3D-gedruckte Metalle erweitert und kann daher amorphe Metalle anbieten.

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