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Verbindungstechnik Der Schlüssel zum Karroserieleichtbau

Autor / Redakteur: Juliana Pfeiffer / Stéphane Itasse

Mischbauweisen im Karosserieleichtbau sind auf dem Vormarsch — doch sind innovative Fügetechnologien hierbei der Schlüssel? Unsere Redaktion hat bei Dr. Uwe Alber, Technologieentwicklung Fügen Leichtbau bei Audi,nachgefragt.

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Dr. Uwe Alber, Technologieentwicklung Fügen Leichtbau bei der Audi AG.
Dr. Uwe Alber, Technologieentwicklung Fügen Leichtbau bei der Audi AG.
(Bild: Audi)

MM: Welche aktuellen Herausforderungen stellt die Industrie an die Fügetechnik?

Alber: Optimale Fahrzeugeigenschaften erfordern „das richtige Material an der richtigen Stelle“. Daraus ergibt sich für die Fügetechnik die Herausforderung, für die große Varianz der in den Karosserien vorkommenden Material-Dicken-Kombinationen möglichst universell einsetzbare, prozesssichere und kostengünstige Lösungen zu entwickeln.

MM: Welche Anforderungen müssen Konstrukteure bei der Auswahl der Fügetechnik im Karosserieleichtbau heutzutage berücksichtigen?

Alber: Die prozesssichere und kostengünstige Herstellbarkeit einer Karosserie erfordert eine Reduktion der vorkommenden Material-Dicken-Kombinationen im Fahrzeug, um in der Fertigung eine optimale Ausnutzung der Fügetechnik-Anlagen zu gewährleisten. Weiterhin ist sicherzustellen, dass Menge und Varianz der Fügepunkte reduziert werden.

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Hierzu ist schon in der Konzeptenwicklungsphase eine engmaschige Zusammenarbeit von Karosseriekonstrukteuren, Fügetechnikern und Fertigungsplanern erforderlich.

MM: Im industriellen Leichtbau sind auf der Werkstoffseite Mischbauweisen auf dem Vormarsch. Auf welche innovativen Fügeverfahren setzt Audi bei einem Aluminium-Stahl-Karosseriemischbau?

Alber: Audi setzt aktuell für Aluminium-Stahl-Mischbauweisen neben dem Kleben das Stanznieten mit Halbhohl- und Vollnieten, das Flow-Drill-Schrauben und das Clinchen ein. Für zukünftige Mischbaukarosserien wird das Reibelementschweißen hinzukommen.

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