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Schraubspezialisten im Rettungsboot Emil Niggeloh und Hugo Dürholt fusionieren zu ENI Spezialschrauben

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die beiden insolventen Schraubenhersteller Emil Niggeloh und Hugo Dürholt werden zusammengeführt. Die Produktion bei Niggeloh werde gebündelt. So weit grob zu den Plänen des Investors Investkapital Industrieholding AG.

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Die Schraubenspezialisten Emil Niggeloh und Hugo Dürholt fusionieren im Rahmen eines Sanierungsverfahrens. Investmentkapital erklärt die Gründung der neuen ENI Spezialschrauben. Dazu bleibt die Geschäftsführung im Amt, heißt es. Als Generalbevollmächtige unterstützen Tillmann Peeters (rechts im Bild) und Sebastian Wilde von der sanierungserfahrenen Unternehmensberatung Falkensteg die beiden Unternehmen und entwickelten dazu ein tragfähiges ein Sanierungskonzept.
Die Schraubenspezialisten Emil Niggeloh und Hugo Dürholt fusionieren im Rahmen eines Sanierungsverfahrens. Investmentkapital erklärt die Gründung der neuen ENI Spezialschrauben. Dazu bleibt die Geschäftsführung im Amt, heißt es. Als Generalbevollmächtige unterstützen Tillmann Peeters (rechts im Bild) und Sebastian Wilde von der sanierungserfahrenen Unternehmensberatung Falkensteg die beiden Unternehmen und entwickelten dazu ein tragfähiges ein Sanierungskonzept.
(Bild: Falkensteg)

Die Mitarbeiter wurden heute in einer Betriebsversammlung über die Zukunft des Schraubenherstellers unterrichtet. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Emil Niggeloh und Hugo Dürholt befinden sich derzeit in einem Eigenverwaltungsverfahren, in dem unter Insolvenzschutz eine Sanierung erfolgt. Die Düsseldorfer Sanierungsberatung Falkensteg begleitet die beiden Unternehmen in dem Verfahren.

Tagesgeschäft normalisiert sich wieder

„Niggeloh und Dürholt haben eine turbulente Zeit hinter sich. Mit dem Verkauf ist die Sanierung erfolgreich beendet und das Tagesgeschäft geht in ruhiges Fahrwasser über. Mein Dank gilt insbesondere den Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, den Beratern und den Sachwaltern, die mit viel Engagement an diesem Ziel gearbeitet haben. Ich freue mich, die Unternehmen, die lange ein Teil unserer Familientradition waren, in gute Hände übergeben zu können“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Oliver Niebuhr auf der Mitarbeiterversammlung.

Hugo-Dürholt-Standort wird geschlossen

Nach der Fusion beschäftigt ENI rund 60 Mitarbeiter am Standort in Ennepetal. Die Produktion in Wermelskirchen wird im Laufe dieses Jahres planmäßig geschlossen und mit den 16 Arbeitsplätzen in das etwa 30 km entfernte Ennepetal verlagert. Sie soll in eine neue Halle am Talsperrenweg ziehen, die sich im Bau befindet. „Die Investkapital ist eine unternehmergeführte Beteiligungsgesellschaft. Dabei verstehen wir uns nicht als reiner Finanzierer, sondern als aktive Unternehmer, die vor Ort Verantwortung in den Unternehmen übernehmen. Unser Ziel ist es, die ENI operativ und strategisch weiterzuentwickeln“, so der neue ENI-Geschäftsführer Norbert Lüling.

Die Geschäftsführung bleibt im Amt

Die beiden Schraubenspezialisten waren im vergangenen Jahr in wirtschaftliche Schieflage geraten, nachdem geplante Aufträge nicht realisiert werden konnten, beantragten sie am 9. September 2019 beim Amtsgericht Hagen zur Sanierung ein Eigenverwaltungsverfahren. Ziel desselben ist es, das Unternehmen fortzuführen. Dazu bleibt die Geschäftsführung im Amt. Als Generalbevollmächtige unterstützen Tillmann Peeters und Sebastian Wilde von der sanierungserfahrenen Unternehmensberatung Falkensteg die beiden Unternehmen und entwickelten ein Sanierungskonzept. Schon im laufenden Verfahren konnten mit gestiegenen Auftragseingängen und vereinbarten Preiserhöhungen wesentliche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

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