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Bauer/Trumpf Erfolgreiche, individuelle Blechbearbeitung

| Autor / Redakteur: Annedore Munde / Dietmar Kuhn

Ob Aufbewahrung, Transport oder Entsorgung – Container kommen in diesen Bereichen nahezu immer zum Einsatz. Doch genauso groß wie die Palette der Anwendungen sind auch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Ein Familienunternehmen ist in diesem Marktsegment seit Jahren erfolgreich und vertraut dabei auf seine Mitarbeiter und die passgenaue Anlagentechnik.

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Für Heinz Dieter Bauer, geschäftsführender Gesellschafter der Bauer GmbH, ist leistungsfähige Anlagentechnik unabdingbar.
Für Heinz Dieter Bauer, geschäftsführender Gesellschafter der Bauer GmbH, ist leistungsfähige Anlagentechnik unabdingbar.
(Bild: Bauer )

Fast selbstverständlich nehmen wir sie im alltäglichen Bild wahr: Container für Wertstoffe, Baustoffe, Gefahrgut und vieles mehr. Dass sich hinter der Herstellung des scheinbar simplen Blechbehälters durchaus sehr viel Know-how verbirgt, davon kann man sich in den Fertigungshallen der Bauer GmbH in Südlohn im Münsterland überzeugen. Doch neben dem technischen Know-how und der Kundenorientierung war für den Unternehmensgründer von Beginn an ein weiterer Punkt wichtig: „Man muss flexibel sein“, sagt Heinz Dieter Bauer, geschäftsführender Gesellschafter der Bauer GmbH. „Damit meine ich die Unabhängigkeit von einer bestimmten Branche und von einer Saison.“ Mit diesem Gedanken im Hinterkopf gründete der gelernte Industriekaufmann 1966 sein eigenes Unternehmen. Heute hat die Firma mehr als 280 Mitarbeiter und entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Stapler-Anbaugeräte, Umweltschutz-Ausrüstungen sowie Wertstoff- und Abfallcontainer.

Zum Anfang gab es Aufwickelspulen zu produzieren

Bauer kennt sich aus mit den Abläufen in einem metallverarbeitenden Betrieb. Seine Erfahrungen, die er bei verschiedenen Unternehmen im Einkauf und Verkauf sammeln konnte sowie sein technisches Verständnis und Interesse waren eine gute Basis für die Unternehmensgründung. Doch er setzte auch von Anfang an klare Grundsätze: Zuverlässigkeit und Qualität. So beispielsweise, als 1974 die Realisierung eines Großauftrages anstand. Hierfür galt es, eine optimierte Fertigungslösung zu finden. „Für die Herstellung von Aufwickelspulen für Draht war eine knappe Lieferzeit festgesetzt. Und es war ein Auftrag über immerhin 570 Stück. Außerdem war die Fertigung aufwendig und kompliziert“, blickt Heinz Dieter Bauer heute, 40 Jahre später, zurück. Um die Lieferzeit halten zu können, musste schnell, effizient und natürlich qualitativ hochwertig produziert werden. „Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, dass es einen Schweißkantenformer von Trumpf gibt. Der kostete damals etwa 1800,00 DM“, erinnert sich der Firmenchef. „Wir benötigten mehrere von diesen Geräten und Trumpf sagte uns auf telefonische Nachfrage, dass wir diese zwar erhalten könnten, jedoch auf Grund der Liefermodalitäten drei Monate warten müssten“, beschreibt er die Situation. Doch Bauer ist keiner, der einfach wartet. „Wir fanden eine Lösung. Ich musste ein Geräte dann direkt aus Ditzingen abholen.“ Also fuhr er nach dem Tagesgeschäft von Südlohn los, nahm das Gerät in Süddeutschland in Empfang und fuhr wieder zurück. „Am kommenden Morgen 6 Uhr konnten wir den Schweißkantenformer in unserem Unternehmen bereits einsetzen“, sagt Bauer. Und das war dann auch der Beginn einer stabilen Anwender-Maschinenbauer-Beziehung.

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Dem ersten Schweißkantenformer folgten weitere Trumpf-Maschinen. Nach Stanz- und Nibbelmaschinen kam 1989 eine Plasma PW 300, 1992 die erste Trumatic 260, 1992 die erste Kantbank TrumaBend, 2011 und 2013 die ersten Stanz-Laser-Kombianlagen, für die auch ein Hallenneubau realisiert wurde, und Ende 2013 dann die erste Laserschneidanlage für großformatige Bleche. Heute stehen im Unternehmen insgesamt neun unterschiedliche Anlagen des Ditzinger Maschinenbauers. „Wenn ich einen hohen Anspruch an die Qualität habe, brauche ich auch die entsprechenden Anlagen. Nur damit kann ich die geforderten Genauigkeiten umsetzen“, unterstreicht der Firmenchef. Da sei die DIN EN ISO 9001:2008, nach der das Unternehmen seit 1993 zertifiziert ist, selbstverständlich. Doch mit dem Blick auf die Technik sind ihm auch Einsparpotenziale wichtig. „Auf unseren neuen Laserschneidanlagen TC 7000 sparen wir viel Zeit für den Zuschnitt eines Teiles“, sagt Bauer. „Das macht allein bei den Sonderabfallbehältern, von denen wir jährlich etwa 3000 Stück fertigen, eine Menge Zeit aus.“

Auch wenn der Firmenname nicht direkt auf den Produkten erkennbar ist – Bauer kennt man und findet man überall. Grob abgegrenzt werden im Unternehmen vier verschiedene Produktsegmente gefertigt. Das sind zum einen die sogenannten Stapler-Anbaugeräte. Hierbei handelt es sich um unterschiedlichste Produkte, die mit den Zinken eines Gabelstaplers aufgenommen werden können, angefangen von Kippbehältnissen über Silos und Schaufeln bis hin zum Kassetten-Blechregal. Ein weiterer Bereich im Portfolio ist die Umwelt-Lagertechnik. Das sind all die Behältnisse, die für die vorschriftsmäßige Lagerung von wassergefährdenden Flüssigkeiten verwendet werden, von der Auffangwanne bis zum Gefahrstofflager. Weiterhin werden Gefahrgut-Container gefertigt, also zugelassene Behälter für den internationalen Transport von festen, pastösen oder flüssigen Gefahrstoffen. Und der vierte Bereich im Produktprogramm sind Wertstoff- und Abfallcontainer, die für die Sammlung von Glas, Papier, Restabfall und anderem als Oberflur-, Halbunterflur- oder Unterflursystem hergestellt werden. Verarbeitet wird für die Container dabei Stahl, Edelstahl und Aluminium.

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