Werkzeugmaschinen Fertigungstechniken bestimmen CAD/CAM-Programmierung

Redakteur: Reinhold Schäfer

Der Entwicklungsstand der CAD/CAM-Programmierung von Werkzeugmaschinen (WZM) ist gekennzeichnet vom Trend zu neuen Fertigungstechniken, dem Streben nach der digitalen Fabrik oder dem Arbeiten in der „Wolke“. Der Beitrag gibt einen Überblick und zeigt die Forderungen der WZM-Hersteller an die Programmierer.

3D-Programmierung, Standardisierung, eine durchgängige Prozesskette, Virtualisierung und integrierte Lösungen sind gefragt, wenn es um die CAD/CAM-Programmierung von WZM geht. (Bild: Intercam)
3D-Programmierung, Standardisierung, eine durchgängige Prozesskette, Virtualisierung und integrierte Lösungen sind gefragt, wenn es um die CAD/CAM-Programmierung von WZM geht. (Bild: Intercam)

Standardisierung, 3D-Programmierung, eine durchgängige Prozesskette, Virtualisierung und integrierte Lösungen sind gefragt, wenn es um die CAD/CAM-Programmierung von WZM geht. Gleichzeitig sollen die Anbieter ihre Programme einfach bedienbar, maßgeschneidert, skalierbar und standardisiert ausführen. Cimatron, Dassault Systèmes und Intercam geben Einblicke in die Themen, die sie und ihre Kunden aktuell bewegen.

CAD/CAM-Software für neue Verfahren gefragt

„Aktuell stehen bei CAD/CAM-Software-Lösungen neue Verfahren der Bearbeitung im Fokus“, so Andreas Stute, Geschäftsführer der Intercam GmbH. Dort seien vor allem die neuen Strategien zur Mehrachsenbearbeitung und die modernen HSC-Werkzeugwege zu nennen. Neue Verfahren in diesem Bereich sorgen für schonende Bearbeitungen und Zeitersparnis. „Hier sind wir in der Entwicklung in den vergangenen Jahren einen großen Schritt vorangekommen.“

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Gleiches gelte für die Benutzerfreundlichkeit der Programme: In Mastercam zum Beispiel finden sich für die Erzeugung der Werkzeugwege einfache, dem Arbeitsablauf angepasste Benutzeroberflächen, die den Anwender Schritt für Schritt anhand einer bebilderten Menüführung durch einen klar strukturierten Arbeitsprozess führen. Darüber hinaus ist auch die Virtualisierung ein wichtiger Faktor geworden:

Cimatron konzentriert sich auf CAD/CAM-Software für zwei Branchen

„Viele Anbieter von CAD/CAM-Systemen bieten vermehrt vertikale Lösungen an, die sich an Branchen orientieren. Prüft man den Inhalt kritisch, so stellt man in vielen Fällen fest, dass es sich dabei lediglich um eine Etikettierung aus Marketinggründen handelt“, beschreibt Dirk Dombert, Geschäftsführer der Cimatron GmbH, die aktuelle Situation.

Daher geht Cimatron einen branchenunabhängigen Weg und konzentriert sich auf zwei große Märkte: den Werkzeug- und Formenbau sowie die diskrete Teilefertigung. „Mit unseren beiden Produkten Cimatron E und Virtual Gibbs adressieren wir diese Märkte mit maßgeschneiderten und skalierbaren Lösungen“, so Dombert.

Die Arbeit auf zwei unterschiedlichen Systemen erfordert eine doppelte Datenhaltung

Nach Dassault Systèmes sind generell zwei verschiedene Verfahren zu unterscheiden. „Nach dem traditionellen Ansatz ist in der virtuellen Welt des CAM-Systems die Maschinensimulation nicht integriert“, sagt Oswald Rommelfanger, PLM Senior Consultant bei Dassault Systèmes. Der Anwender hat in der Regel ein CAM-System und gibt ein Maschinenformat aus. Die Arbeit auf zwei unterschiedlichen Systemen erfordert eine doppelte Datenhaltung; folglich findet keine Änderungskontrolle statt.

„Unsere V6-Lösung ermöglicht dagegen eine integrierte Programmierung und Simulation. Damit kann man zu jedem Zeitpunkt zur Maschinensimulation wechseln, um das NC-Programm zu überprüfen“, so Rommelfanger.

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