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Biomechatronik

Greifer nach dem Fin-Ray-Prinzip transportiert druckempfindliche Bauteile ohne Beschädigung

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Die Biomechatronik gibt der Automatisierungstechnik neue Impulse. Abgeleitet vom Aufbau einer Fischflosse passt sich der Fin-Gripper von Festo bei seitlich einwirkendem Druck direkt an die Kontur des Werkstücks an – unabhängig von dessen Bauteilkontur. Nach diesem Greifprinzip lassen sich druckempfindliche Bauteile ohne Beschädigung transportieren und positionieren.

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Mit Fingerspitzengefühl greift der Fin-Gripper auch leicht zerbrechliche und unregelmäßig geformte Güter wie die Glühbirne. Bild: Festo
Mit Fingerspitzengefühl greift der Fin-Gripper auch leicht zerbrechliche und unregelmäßig geformte Güter wie die Glühbirne. Bild: Festo
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Fin-Ray-Effekt überträgt die Prinzipien der Biomechatronik auf die Automatisierungstechnik. Flexibilität und Leichtigkeit in Bezug auf die zu bewegende Masse und Energieeffizienz sowie die Anpassungsfähigkeit von Organismen in unterschiedlichen Lebensräumen sind Prinzipien, die von der Natur abgeschaut sind und auf die Automatisierungstechnik übertragen werden.

Als Beispiel einer konsequenten Ableitung von bionischen Konstruktionsprinzipien für eine effiziente und flexible Automation präsentiert Festo den Bionic-Tripod. Seine größten Vorzüge: Er bewegt sich flexibel und greift adaptiv.

Fin-Ray-Prinzip erstmals im Bionic-Tripod für Automatisierungsaufgaben umgesetzt

Das Fin-Ray-Prinzip wurde im Bionic-Tripod erstmals wirkungsvoll für die Anforderungen der Automation von Fertigungsprozessen umgesetzt. Drei pyramidenförmig angeordnete Glasfaserstäbe lassen sich durch Ein- oder Ausziehen der Stäbe in jede Richtung bis zu 90° auslenken. Elektrische Linearachsen steuern sie präzise an.

Gesteuert wird die gesamte Anlage über die Robotik-Steuerungssoftware CMXR von Festo. Sie verbindet Mechanik, elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik zu einer kompletten kinematischen Systemlösung und koordiniert die hochdynamischen Bewegungen im Raum. Die CMXR-Robotersteuerung interpoliert und positioniert alle Achsen, die Konturen auf einer Mittellinie abfahren können, wie sie beim Kleben, Laserschweißen oder Wasserstrahlschneiden notwendig sind. Sie kann Bahnschaltpunkte setzen und damit Prozessgeräte schalten.

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