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Kohler Maschinenbau

Haspeltechnik für anspruchsvolle Bänder

| Autor/ Redakteur: Dietmar Kuhn / Frauke Finus

Man sieht sie nicht und dennoch sind sie für Funktionen in allen Bereichen der Elektronikanwendungen lebenswichtig: kleine Kontaktteile, die aus walzplattierten Bändern millionenfach hergestellt werden. Die Heraeus Materials Technology in Hanau gilt als führender Hersteller von walzplattierten Bändern. Das Unternehmen setzt in der Produktion auf Wickeltechnik von Kohler.

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Walzplattierte Bänder sind ein hoch innovatives und empfindliches Produkt. Heraeus in Hanau ist hier Innovationstreiber.
Walzplattierte Bänder sind ein hoch innovatives und empfindliches Produkt. Heraeus in Hanau ist hier Innovationstreiber.
( Bild: Heraeus )

Mit stets gleichbleibender Geschwindigkeit laufen verschiedene Bänder, die aus unterschiedlichen Materialien miteinander kombiniert werden, durch die Produktionslinien bei Heraeus. Bänder aus diversen Werkstoffen werden von mehreren Coils abgewickelt, laufen an einer Station der Produktionslinie zusammen, werden miteinander verbunden, durchlaufen Kontrollstationen und werden am Ende der Linie wieder als Coil aufgewickelt. Das Verbinden der aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehenden Bänder nennt man „Walzplattieren“.

Die Auf- und Abwickeltechnik ist dabei besonders gefordert, weil der Kunde beziehungsweise der Verarbeiter von walzplattierten Bändern diese in seinen Fertigungsprozess – in der Regel sind es die Stanzbetriebe – reibungslos einbinden und so seine Fertigungsqualitäten und Stückzahlen sicher erreichen kann. „Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, haben wir 2012 in eine Haspel-Anlage der Kohler Maschinenbau GmbH investiert“, konstatiert Joachim-Franz Schmidt.

Kantengenaues Wickeln

Mit der Kohler-Anlage, die aus zwei gleich funktionierenden Haspeln besteht, kann sowohl von links als auch von rechts sowie von unten und oben und im Reversierbetrieb gefahren werden. Dies ist dann der Fall, wenn das Band aus irgendwelchen Gründen nicht lagerichtig gewickelt sein sollte. „Entscheidend dabei ist“, so Schmidt, „dass das jeweilige Band kantengenau gewickelt wird. Kantengenau bedeutet dabei, dass unter den einzelnen Bandlagen ein Überstand beziehungsweise Versatz von maximal 1 mm, manchmal, je nach Kundenwunsch, auch weniger, einzuhalten ist.“ Das Versatzmaß von 1 mm gilt dabei als Obergrenze.

Um die jeweiligen Bänder gleichmäßig ab- und aufzuwickeln, hat Kohler an beiden Haspeln eine so genannte Separiervorrichtung installiert, die durch Führungsrollen unterstützt gewährleistet, dass eine Bandkante kontinuierlich am Festanschlag gewickelt wird. Walzwerksexperte Schmidt spricht dabei von einer kantengeführten Wickeltechnik im Gegensatz zur Center-Line geführten Wicklung.

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