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Operative Excellence

Industrie 4.0: Chancen für den Mittelstand nutzen

| Autor/ Redakteur: Joachim Metternich, Tobias Meudt und Siri Adolph / Beate Christmann

Mit neuen Methoden, Schulungskonzepten und einer Prozesslernfabrik helfen Forscher aus Darmstadt kleinen und mittleren Unternehmen dabei, von der vierten industriellen Revolution zu profitieren. Nun haben sie eine Methode zur Identifikation von Digitalisierungspotenzialen entwickelt: die Wertstromanalyse 4.0.

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Digitales Wertstromabbild der Prozesslernfabrik CiP: Mitarbeiter und Studenten werden praxisorientiert in den Methoden und Denkweisen der schlanken Produktion geschult.
Digitales Wertstromabbild der Prozesslernfabrik CiP: Mitarbeiter und Studenten werden praxisorientiert in den Methoden und Denkweisen der schlanken Produktion geschult.
( Bild: PTW/TU Darmstadt )

Automatisierung und Verschlankung der Produktionsprozesse sind längst bei den produzierenden Unternehmen angekommen. Industrie 4.0 eröffnet neue Potenziale für eine höhere Produktivität, schnellere Problemlösung und größere Kundenindividualität. Dafür ist es für Unternehmen wichtig, in zwei Richtungen zu denken: Einerseits müssen sie die Effizienz in der eigenen Wertschöpfungskette steigern und andererseits den Kundennutzen durch neue Geschäftsmodelle verbessern.

Großunternehmen fällt es leichter, mit dem Thema Industrie 4.0 umzugehen, als kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Doch gerade der deutsche Maschinen- und Anlagenbau besteht zu etwa 87 % aus KMU. Damit diese die digitalen Chancen besser nutzen können, macht das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt die Möglichkeiten der Digitalisierung anhand praxisorientierter Anwendungsbeispiele in einer Lernfabrik erlebbar. Doch es geht um mehr: Unternehmen sollen methodisch befähigt werden, ihren eigenen Weg in die Digitalisierung zu finden. Hierfür bietet das Kompetenzzentrum Darmstadt eine ganze Reihe passgenauer Methoden und Weiterbildungsveranstaltungen an.

Lernfabrik für Industrie 4.0

Grundlage des Angebots in Darmstadt ist das sogenannte Center für industrielle Produktivität (CiP). Die Lernfabrik CiP ist einer realen Produktion nachempfunden, in der die Vermittlung von Kompetenzen für die Prozessoptimierung im Fokus steht. Die hier durchgeführten Workshops bauen auf dem Prinzip Learning by Doing auf: Es wird mit einem ungünstigen Produktionszustand gestartet, den die Teilnehmer selbstständig analysieren. Dann werden ihnen Methoden vermittelt, die sie direkt anwenden, um das Produktionsumfeld zu verbessern.

Die Lernfabrik CiP wurde im Rahmen des Forschungsvorhabens Effiziente Fabrik 4.0 zu einer Lernumgebung für Industrie 4.0 ausgebaut. Das schlanke Produktionsumfeld wurde hierfür sinnvoll durch Digitalisierungslösungen ergänzt. Anhand dieser Lösungen wird den Schulungsteilnehmern veranschaulicht, welche Möglichkeiten sich zur zielgenauen Effizienzsteigerung im Brown Field bieten und welcher Weg zu gehen ist.

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