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Auslandsmärkte Italiens Werkzeugmaschinenbau wieder auf Talfahrt

| Redakteur: Stéphane Itasse

Für die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation sind härtere Zeiten angebrochen: Der Aufschwung der vergangenen Jahre ist vorbei.

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In Italien müssen sich die Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation auf eine schwächere Entwicklung einstellen.
In Italien müssen sich die Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation auf eine schwächere Entwicklung einstellen.
(Bild: BLM)

Die Produktion ist 2019 um 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr auf 6,44 Mrd. Euro gesunken, wie der Verband Ucimu mitteilt. Auf dem Inlandsmarkt sanken ihre Lieferungen um 8,1 % auf 2,86 Mrd. Euro, der Export schrumpfte um 2,3 % auf 3,58 Mrd. Euro. Der Verband erwartet, dass sich der Abschwung auch 2020 fortsetzt. Allerdings sei der Rückgang moderat und zeige, dass die Werte der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren auf ein normales Niveau zurückgehen.

Deutschland bleibt wichtiger Markt für Ucimu-Mitglieder

Laut Ucimu Daten waren in den ersten acht Monate des Jahres 2019 (letzte verfügbare Erhebung) die wichtigsten Absatzländer der italienischen Hersteller die USA mit 257 Mio. Euro (+15,1 %); Deutschland mit 236 Mio. Euro (–4 %); die Volksrepublik China mit 205 Mio. Euro (–13,4 %); Frankreich mit 158 Mio. Euro (+17,6 %) und Polen mit 120 Mio. Euro (–16,2 %). Auf dem Inlandsmarkt ging im Jahr 2019 der Verbrauch an Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen um 7,2 % auf 4,79 Mrd. Euro zurück.

Im Jahr 2020 dürften die italienischen Hersteller eine weitere Verlangsamung verzeichnen, wobei sich die Werte jedoch auf hohem Niveau – etwa denen des Jahres 2017 – halten, wie es in der Ucimu-Mitteilung weiter heißt. Die Produktion soll um 8,4 % auf 5,9 Mrd. sinken, der Export um 5,3 % auf 3,39 Mrd. Euro. Der Verbrauch wird sich laut Prognose bei 4,305 Mrd. Euro (–10,1 %) einpendeln.

Ucimu-Präsident geht von Normalisierung aus

Ucimu-Präsident Massimo Carboniero kommentiert: „Der 2019 verzeichnete und der für 2020 erwartete Rückgang scheinen in jedem Fall gemäßigt zu sein. Diese Ergebnisse, die fast an die von 2017 – einem durchaus positiven Jahr – heranreichen, sind eher ein Anzeichen einer allmählichen erneuten Positionierung der italienischen Industrie auf ein normales Niveau.“ Als Beleg dafür sieht er die Teilnahmebestätigungen für die 32. Messe Bimu vom 14. bis 17. Oktober 2020, die sich derzeit etwa auf dem Niveau von 2018 befindet.

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