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Roboterschweißen Kurze Schweißzyklen mit neuen Fronius-Schweißzellen genießen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Weil Roboter im Produktionsumfeld verfügbarer sind als Menschen und Fehler reduzieren, gibt es Anwendungen, die dem elektronischen Helfer überlassen werden sollten. Das gilt auch für manche Schweißarbeiten...

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So sieht eine der neuen FRW Robotic Welding Cells von Fronius aus – die Version FRW-B. Mit diesen Neulingen sind beim Schweißen besonders kurze Zyklen machbar, heißt es. Denn im 2-Stationen-Betrieb kann der Positionierer bereits während des Schweißens bestückt werden.
So sieht eine der neuen FRW Robotic Welding Cells von Fronius aus – die Version FRW-B. Mit diesen Neulingen sind beim Schweißen besonders kurze Zyklen machbar, heißt es. Denn im 2-Stationen-Betrieb kann der Positionierer bereits während des Schweißens bestückt werden.
(Bild: Fronius)

Die Vorteile des Roboters inklusive die Möglichkeit zum Schweißen verschiedenster Bauteilarten vereint Fronius in der FRW Robotic Welding Cell, die jetzt angeboten wird. Kombiniert mit dem Fronius-Schweiß-Know-how soll sie ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Die darin integrierbaren Fügeprozesse sind WIG, MAG, CMT TPS/i, Twin Push, Arctig und auch das Plasmaschweißen. Als Highlight bezeichnet Fronius die optional erhältliche Simulations- und Offline-Programmiersoftware, die es erlaubt sowohl den Roboterprogrammierung als auch die Prozessoptimierung vom PC aus durchzuführen. Die laufende Produktion würde dadurch nicht beeinträchtigt, betont Fronius. Besonders kurze Taktzeiten ergeben sich aus der Möglichkeit zum 2-Stationen-Betrieb, bei dem ein integrierter Positionierer noch während des Schweißens wieder bestückt werden kann.

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Drei Varianten bietet der Schweißtechnikexperte an, deren Unterschied von der Bauart der Wendepositioniersysteme her rührt, die das Bauteil aufnehmen und in die Schweißzelle schwenken, erklärt Fronius (siehe Bildergalerie). Alle Varianten könnten mit diversen Robotertypen kombiniert werden.

  • Beim Modell FRW-B (Aufmacherbild) heißen die möglichen Positionierer B-250, B-500 und B-750. Die Zahl kennzeichnet die zulässige Traglast in kg. Fronius betont, dass die kürzest möglichen Stationswechselzeiten um die 3,5 s liegen und stets deutlich unter 4 s bleiben. Die Wiederholgenauigkeit liege bei ± 0,05 mm. Die Bauteilmanipulation erfolgt über die Dreh- und Kippachse;
  • Variante zwei nennt sich FRW-R. Man ahnt es: die Positionierer heißen R. Und zwar R-300, R-600 und R-1000. Die zulässigen Traglasten sind offensichtlich höher als bei der B-Type. Alle anderen Daten werden genau so angegeben. Die Bauteilmanipulation läuft über die Drehachse des Systems;
  • Schließlich gibt es noch das Modell FRW-K, der sich von der B- und R-Variante dadurch unterscheidet, dass der Stationswechsel nicht über die horizontale Rotation erfolgt, sondern durch eine vertikale. Die Traglastniveaus verteilen sich auf die K-Positionierer wie beim R-Modell, bei ähnlichen Wechselzeiten wie bei den anderen beiden. Auch die Wiederholgenauigkeit ist gleich.

„Verglichen mit dem manuellen Schweißen, kann man damit mehr Bauteile im selben Zeitraum bearbeiten. Und zwar auf gleichem Qualitätsniveau und unabhängig von der Bauteilgeometrie“, erklärt Anton Leithenmair, Leiter der Line of Business Welding Automation bei Fronius.

Europa soll als Absatzmarkt als erstes in den Genuss dieser schweißtechnischen Neuheit kommen.

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