Durit Hartmetall Maßarbeit am Rohr

Autor / Redakteur: Alexandra Hase / M.A. Frauke Finus

Während der Herstellung von Rohren fallen etliche Ziehoperationen an, die den eingesetzten Werkzeugen und Komponenten ein Maximum an Genauigkeit, Ausdauer und Stabilität abverlangen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind Standardlösungen nicht das geeignete Mittel. Durit Hartmetall bietet mit seinen Präzisionswerkzeugen und Konstruktionsbauteilen aus Hartmetall Abhilfe.

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Ein fliegender Ziehdorn von Durit Hartmetall.
Ein fliegender Ziehdorn von Durit Hartmetall.
(Bild: Durit)

Im Fokus bei Durit steht zunächst die Aufgabe, vor Ort in der Produktion herauszufinden, welche speziellen Eigenschaften die verschiedenen Werkzeuge haben müssen, die im Verlauf eines Ziehprozesses zur Anwendung kommen. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Art des zu ziehenden Metalls. Davon hängt letztlich auch die Zusammensetzung des Materials ab, aus dem die Durit-Werkzeuge zweckbestimmt gefertigt werden. Das Unternehmen aus Wuppertal setzt dabei auf seine langjährige Hartmetallkompetenz und ist daher in der Lage, eine Bandbreite von maßgeschneiderten Werkzeugen für die Rohrherstellung auf High-Tech-Niveau anzubieten.

Heinz-Achim Kordt, bei Durit verantwortlich für den Bereich Konstruktion, erklärt dazu: „In der Rohrfertigung ist Werkzeugvielfalt gefragt. Denn nur so erreicht man punktgenau ein wirklich optimales Resultat, das den hohen Erwartungen des Anwenders entspricht. Aus diesem Grund gehören nicht nur Ausführungen aus Vollhartmetall zum Durit-Programm, sondern ebenso Verbundwerkzeuge aus hochwertigen Werkstoffkombinationen. Diese Verbindungen aus Hartmetall und Stahl zeichnen sich durch qualitätsentscheidende Vorteile aus.“

Eine Frage von Härte und Korngröße

Ziehmatrizen beispielsweise verfügen über eine außerordentliche Formgenauigkeit sowie über eine exzellente Oberflächengüte. Eine gut durchdachte Konstruktion unterstützt die positiven Werte. Der direkte Verschleißbereich des Werkzeugs besteht aus Hartmetall der Korngröße Medium oder Fein. Die Stahlfassung, die den Hartmetallring umschließt, übernimmt gleich mehrere Aufgaben. Zum einen fängt sie die Zugkräfte der auftretenden Schubspannung auf, zum anderen dient sie zum Befestigen in der Ziehanlage. Außerdem senkt der Stahl das Gesamtgewicht des Werkzeugs und somit auch die Kosten.

Welche Hartmetall-Korngröße die beste ist, muss von Fall zu Fall geklärt werden. Beim Ziehen von NE-Metallen haben sich vor allem Feinkornsorten sehr gut bewährt. Ihre homogene Oberflächenstruktur und die geringe Neigung zu Kaltaufschweißungen nach dem Anpassen an den jeweiligen Ziehprozess machen sie zum idealen Werkstoff für diese Aufgabe. Im Anschluss an den Ziehvorgang werden sogenannte Schälscheiben eingesetzt, um die Oberfläche zu säubern und Maßhaltigkeit herzustellen. Hier ist ebenfalls eine Version aus feinkörnigem Hartmetall die erste Wahl. Denn die vergleichsweise hohe Kantenstabilität des Werkstoffs führt dazu, dass derartige Schälscheiben wesentlich länger halten.

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