Drahtige Offensive Mehr Materialien für die drahtbasierte Additive Fertigung

Redakteur: Peter Königsreuther

Unter dem Begriff Ugiwam bietet Ugitech diverse hochwertige Metalldrähte für das Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) an.

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Das ist ein per Metalldrahtaufschweißen hergestelltes Bauteil. Die Abkürzung des sogenannten Wire Arc Additive Manufacturing heißt WAAM. Dafür hat das Unternehmen Ugitech jetzt neue Spezialdrähte zu bieten.
Das ist ein per Metalldrahtaufschweißen hergestelltes Bauteil. Die Abkürzung des sogenannten Wire Arc Additive Manufacturing heißt WAAM. Dafür hat das Unternehmen Ugitech jetzt neue Spezialdrähte zu bieten.
(Bild: Ugitech)

In der Stahlbranche registriert Ugitech (ein Unternehmen der Swiss Steel Group, mit Sitz in Frankreich) einen starken Trend in Richtung additiver Fertigungsverfahren. Um die Anwenderwünsche besser bedienen zu können, bieten die Franzosen nun unterschiedlich legierte Ugiwam-Spezialstahldrähte für die drahtbasierte Additive Fertigung an, heißt es. Ob austenitisch, martensitisch oder ferritisch, Duplexdraht oder nickelbasierter Draht – Ugitech passe die Drähte für unterschiedliche Anforderungen und Einsatzbereiche genau an. Erkenntnisse aus dem unternehmenseigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum fließen dabei in die Herstellung der Drähte mit ein, betont das Unternehmen. Das Rohmaterial für die Ugiwam-Drähte wird, wie es weiter heißt, in einem nach ISO 17025 akkreditierten Labor am eigenen Standort ind Ugine hergestellt.

Ein hochproduktives Fertigungsverfahren

Ugitech erklärt: Beim WAAM wird der extern zugeführte Schweißdraht durch die Energie eines elektrisch generierten Lichtbogens geschmolzen. Das geschmolzene Metall wird dann lagenweise appliziert, wobei kontinuierlich ein Bauteil erwächst. Ein Vorteil dieses Fertigungsverfahrens liegt darin, dass auch große Bauteile mit Längen von mehreren Metern in kurzer Zeit relativ günstig herstellbar sind, so Ugitech. Der WAAM-Prozess erreicht eine Aufbauleistung von etwa 5 Kilogramm pro Stunde. Das, betonen die Franzosen, bedeutet eine höhere Produktivität, als sie das selektive Laserschmelzen oder das Elektronenstrahlschmelzen erreichen. So entstünden endkonturnahe, individuelle Bauteile, deren Herstellung sonst Unsummen verschlingen würden. Weil das WAAM weder Pulver noch einen Laser benötige, könnten die typischen Sicherheitsmaßnahmen entfallen.

Wenn nichts dazwischen kommt, stellt Ugitech im Rahmen der Messe Print Congress & Exhibition die Ugiwam-Drähte vom 5. bis 7. April 2022 in Lyon vor.

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