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Gräbener Maschinentechnik Meilensteine der Fräs- und Umformtechnik als Spitzentechnologie für Kunden in aller Welt

Redakteur: Dietmar Kuhn

Dass es Spitzentechnologie auch im südöstlichsten Zipfel Nordrhein-Westfalens gibt, das belegt die Gräbener Maschinentechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Netphen-Werthenbach. Gegründet wurde Gräbener 1921 als Unternehmen für schwere Eisen- und Blechkonstruktionen. Heute führt Dr. Theodor Gräbener als Vertreter der dritten Generation die Graebener Group. Die Unternehmensgruppe besteht im Wesentlichen aus sechs Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern.

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Dr. Theodor Gräbener, Geschäftsführer der Graebener Group: „Wir bemühen uns, unseren Kunden in ihrer jeweiligen Marktnische Spezialitäten zu bieten, mit denen sich diese von ihren Wettbewerbern abheben können.“ Bild: Gräbener
Dr. Theodor Gräbener, Geschäftsführer der Graebener Group: „Wir bemühen uns, unseren Kunden in ihrer jeweiligen Marktnische Spezialitäten zu bieten, mit denen sich diese von ihren Wettbewerbern abheben können.“ Bild: Gräbener
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine der Tochtergesellschaften ist die Gräbener Maschinentechnik (GMT), ein Sondermaschinenbauer, der seinen Kunden die jeweils auf ihn zugeschnittene Lösung bietet. „Im Prinzip sind wir hier ein Ingenieurbüro mit angeschlossener Fertigung.“ charakterisiert Dr. Gräbener GMT schmunzelnd. 80 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte Ingenieure, entwickeln, konstruieren und fertigen Anlagen für Großrohrwerke, für den Anlagen- und Schiffbau sowie für die Automobilindustrie. Dabei setzt GMT bewusst auf Marktnischentechnologie.

Für die Großrohrtechnologie stellt GMT 13- und 18-m-Rohrformpressen, Vor- und Nachbiegepressen, Heftpressen, Kalibrierpressen und Hydrotester her. Dabei profitieren die Siegerländer vom Prozess-Know-how, das sie in ihrem eigenen Rohrwerk bis 1997 gesammelt haben. Darüber hinaus hat das Unternehmen spezielle, starke 3- und 4-Walzen-Biegemaschinen im Programm.

Mit Plattenfräsmaschinen – bei Bedarf mit optionaler Laserfügeeinrichtung – (sogenannten TWP-Anlagen für den Schiffbau) mit Profil-, Längs- und Rundnahtfräsmaschinen sowie Endenbearbeitungsmaschinen hat sich GMT weltweit einen Namen in der Frästechnologie gemacht.

„Beispielsweise haben wir 2001 den Schiffbau revolutioniert, indem wir auf der Meyer-Werft in Papenburg eine vollautomatische Tailor-Welded-Plates-(TWP-)Anlage installierten“, erinnert Gräbener. Diese Maschine stellt, nachdem GMT-Plattenfräsen die Schweißkanten vorbereitet haben, aus einzelnen Blechen verschiedener Dicke mittels Laser-Hybrid-Schweißverfahren Schiffsdecksektionen bis zu 400 m² her.

Dr. Theodor Gräbener: „2010 haben wir noch eins draufgesetzt und eine Anlage gleichen Typs auf der Meyer-Werft aufgebaut, die nach dem gleichen, jedoch nochmals verbesserten Prinzip Schiffsdecksektionen bis 750 m² herstellen kann. Wir sind stolz, der Meyer-Werft als Weltmarktführer im Passagierschiffbau eine solche Anlage geliefert zu haben.“

In der Umformtechnologie für die Automobilindustrie hat sich GMT den Ruf erworben, mit seinen Hydroformpressen für Rohre und Bleche sowie seinen Warmumformsystemen den Kunden individuelle Systeme bieten zu können. So griff GMT für einen Kunden, der Längsträger für Geländefahrzeuge herstellen wollte, nicht auf einen normalen Standardpressentyp zurück, sondern konstruierte und baute diesem eine C-Gestell-Presse um das zu fertigende Bauteil herum.

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