Laserschweißen/Laserschneiden Mit der Lasertechnik sicher in die Zukunft geplant

Autor / Redakteur: Dietmar kuhn / Dietmar Kuhn

Das Unternehmen ist jung – der Gründer aber in der Blechbearbeitung eine bekannte Größe. Walter Haimerl, über 20 Jahre im Vertrieb von Trumpf unterwegs, hat zum 1. Juli 2010 die Haimerl Lasertechnik GmbH in Leonberg gegründet. Die Lasertechnik, für die er zwei Jahrzehnte die Trumpf-Kunden überzeugte, liegt ihm besonders am Herzen. Jetzt will er als Unternehmer beweisen, was damit alles möglich ist.

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Die Haimerl Lasertechnik GmbH in Leonberg zeigt, wie Laserschweißen in der Praxis funktioniert. Schließlich hat Walter Haimerl jahrzehntelang Trumpf-Kunden davon überzeugt. Bild: Kuhn
Die Haimerl Lasertechnik GmbH in Leonberg zeigt, wie Laserschweißen in der Praxis funktioniert. Schließlich hat Walter Haimerl jahrzehntelang Trumpf-Kunden davon überzeugt. Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Was besonders neugierig macht, ist die Frage, warum jemand, der 23 Jahre lang Blechbearbeitungsmaschinen und insbesondere Lasermaschinen weltweit verkauft, plötzlich auf die Unternehmerseite wechselt und sich gegen zahlreiche Mitbewerber am Markt stellt. „Nun habe ich“, so erzählt Walter Haimerl, „bei meinem Arbeitgeber Trumpf verschiedene Positionen bekleidet und weltweit wertvolle Erfahrungen in der Blechbearbeitung gesammelt. Das Schweißen hat mich bei all dem schon immer zum Denken beziehungsweise zum Nachdenken gebracht und ich bin absolut sicher, dass insbesondere das Laserschweißen noch viele versteckte Potenziale bietet.“

Laserschweißen bisher nicht zufriedenstellend

Was er in seinem Job immer wieder festgestellt hat, ist die Tatsache, dass ein Schweißprozess in keiner Anlage ordentlich abgebildet werden kann. Das gilt sowohl für eine mobile WIG-Schweißmaschine wie auch für die Laseranlagen. „Zwar kann man immer auf bestimmte Programme zurückgreifen, aber je nach Materialeigenschaft können die Ergebnisse recht unterschiedlich sein“, verrät Haimerl.

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Der letzte Kick zur Selbsständigkeit ist aber das Laserschweißpotenzial, das in Haimerl wohl eine große Leidenschaft entfacht hat. Er kennt den Markt der Blechbearbeitung und die vielen Lohnfertiger, die es in dieser Branche gibt, wie kaum ein anderer – die meisten davon sogar persönlich.

Doch bevor er den Schritt in die Selbsständigkeit unternahm hat er sich auch Gedanken über die Differenzierungsmerkmale gemacht. „Was kann ich möglicherweise besser als die, die ich kenne und die schon lange am Markt agieren?“ fragte sich Haimerl. Nach reiflichen Überlegungen war es die Entwicklung der Laserschweißtechnik in der Blechbearbeitung, die Haimerl auf die Unternehmerseite trieb.

Geld und Anerkennung verdient man nur mit einer Hightech-Produktion

Des Weiteren ist der Jungunternehmer davon überzeugt, dass hier in Deutschland nur mit Hightech etwas zu verdienen ist. „Mit einfachen, althergebrachten Fertigungstechniken und Maschinen kommt man hierzulande nicht weit“, sagt er. Was er damit meint, das verbindet er mit einem Gedanken an die Teilung der Strahlquelle und der Kombimaschinen.

„Der Laserflachbett-Markt“, so Haimerl, „ist so eine Sache. Der Kombimarkt, also Lasern und Stanzen in einem, ist noch nicht so durchdrungen, weil dort viel mehr Wissen dazu gehört, als wenn es nur um das Schneiden einfacher Teile geht.“ Die Komplexität der Laser-Stanz-Kombination ist denn auch ein wesentlicher Gesichtspunkt in Haimerls Konzept.

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