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Schweißnahtvorbereitung Mit Nahtfräsmaschinen Kosten für Schweißnaht deutlich senken

| Autor / Redakteur: Marco Butz / Stefanie Michel

Im heutigen, von Hochtechnologie dominierten Rohr- und Behälterbau gibt es noch immer Bereiche, in denen sich die Produktion beschleunigen und effizienter gestalten lässt. Dazu zählt vor allem die Nahtfrästechnik, mit der sich die Kantenvorbereitung für UP-Schweißnähte exakt und kostengünstig für den Schweißprozess gestalten lässt.

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Nahtfräsmaschinen sind bei vielen Grobblechverarbeitern zum Standard geworden, weil sie im Vergleich zum Kohlestabfugen einige Vorteile bieten. Im Bild: Längsnahtfräsmaschine als Überflurausführung.
Nahtfräsmaschinen sind bei vielen Grobblechverarbeitern zum Standard geworden, weil sie im Vergleich zum Kohlestabfugen einige Vorteile bieten. Im Bild: Längsnahtfräsmaschine als Überflurausführung.
(Bild: Gräbener Maschinentechnik)

Vor allem stetig höher werdende Streckgrenzen und die Verwendung immer höherwertiger Materialien wie X80 und höher erfordern, dass die Heftlage des Schlitzrohres über die Wurzellage hinaus entfernt werden muss. Dieser Fakt ist beispielsweise in den Spezifikationen für die Fertigung von Offshore-Windtürmen klar festgelegt. Der Grund: Die optimale Nahtvorbereitung ist Grundvoraussetzung für einen wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Schweißprozess. Das Herausarbeiten der CO2-Heftlage und das Erstellen einer fehlerfreien UP-Außennaht sind also der entscheidende Prozess für die Qualität und die Wirtschaftlichkeit des Schweißens.

Schweißprozess im UP-Verfahren wurde stark verbessert

Aber auch der eigentliche Schweißprozess im UP-Verfahren ist in den vergangenen Jahrzehnten durch neue elektronische Anlagen, Schweißköpfe oder auch Draht-Pulverkombinationen stark verbessert worden. Da die Güte und die Kosten einer Schweißnaht entscheidend auch von der Nahtform und dem Nahtvolumen abhängig sind, hat sich Gräbener Maschinentechnik auf Verfahren zur optimalen Nahtgeometrie spezialisiert. Denn gerade beim Schweißen hochqualitativer Materialien mit hohen Streckgrenzen muss die CO2-Heftlage bis zur Wurzelschweißung wieder komplett herausgearbeitet werden, will man Schweißfehler vermeiden.

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Dennoch gibt es im Markt der Behälter- und Apparatebauer nach wie vor Unternehmen, die die CO2-Heftlage bei gehefteten und bereits innen geschweißten Behältern oder Rohrschüssen durch Kohlestabfugen und anschließendes Schleifen herausnehmen und die Schweißnahtvorbereitung per Hand herstellen. Zwar galt das Verfahren des Kohlestabfugens in Kombination mit manuellem Schleifen und Schweißen in den vergangenen Jahrzehnten als das einzig mögliche Verfahren, um die Wurzellage aus den von innen geschweißten Nähten herauszuarbeiten. Heute ist das Kohlestabfugen aber nicht mehr zeitgemäß. Die Mitarbeiter haben einen viel zu hohen Lärmpegel, große Hitze und Staub zu ertragen, zudem leidet die Exaktheit der Schweißnähte hinsichtlich der Tiefenführung und der Breiten aufgrund der großen Hitze, die in das Material eingeleitet wird.

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