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Blechverarbeitung Mobiles Plasmaschneidgerät arbeitet mit Flüssigkeit und verringert die Emissionen

Autor / Redakteur: Horst Schumann / Rüdiger Kroh

Auf Baustellen oder bei Reparatur- und Montagearbeiten kann ein mobiles Plasmaschneidgerät seine Vorzüge ausspielen. Das flexible System arbeitet mit einer Flüssigkeit auf Wasserbasis aus Kartuschen. Im Vergleich zu konventionellen Plasmaschneidmaschinen sollen so bis zu 90% weniger Schadstoffe emittiert werden.

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Bild 1: Leicht und unabhängig von konventionellen Medienversorgungen ist das Plasma-Schneidsystem Transcut 300.
Bild 1: Leicht und unabhängig von konventionellen Medienversorgungen ist das Plasma-Schneidsystem Transcut 300.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit innovativer Technik wie dem Plasmaschneidsystem Transcut kann der Schlosserei- und Stahlbaubetrieb Schumann in Koblenz die hohen Anforderungen an Produktivität und Flexibilität erfüllen. Neben der besonders hohen Umweltfreundlichkeit hat das System zwei weitere wesentliche Vorteile: Die Arbeitsumgebung wird beim Schneiden nicht von Metall-, Staub- und sonstigen Emissionen belastet und die Schnittflächen müssen weniger nachgearbeitet werden.

Das kompakte Schneidgerät arbeitet mit Flüssigkeit statt mit Druckluft oder Gas als Ausgangsmedium (Bild 1). Deshalb entfallen die sonst erforderlichen großen Behältervolumen, Kompressoren oder unmittelbare Versorgungsanschlüsse. Das Plasmaschneidsystem ist dadurch sehr mobil und flexibel einsetzbar – auch auf Baustellen, bei Montagearbeiten vor Ort oder im Rettungseinsatz.

Bildergalerie

Der im Jahr 2005 gegründete Schlosserei- und Stahlbaubetrieb hat 21 Mitarbeiter und produziert unter anderem Maschinenfundamente, die für Fertigungsmaschinen in der Automobilzulieferindustrie im In- und Ausland verwendet werden. Hinzu kommen Schutzkabinen, Maschinenabdeckungen und -verkleidungen sowie Gestelle für Roboteranlagen. Das Koblenzer Unternehmen stellt diese für einen Zulieferer des Flugzeugherstellers Boeing und für andere Industriekunden her.

Zur Kundenorientierung gehört auch das Ausrichten der betrieblichen Abläufe am Kriterium der Flexibilität. Deshalb setzt das Unternehmen zum Beispiel das Plasmaschneidverfahren Transcut ein. Damit lassen sich Werkstücke aus Stahl-, Messing-, Edelstahl- und verzinktem Blech von 1,5 bis 4 mm Dicke schneiden. Überall dort, wo komplexe Konturen genau, schnell und sauber ausgeschnitten werden müssen, nutzt Schumann das Schneidsystem des österreichischen Herstellers Fronius.

Plasmaschneidverfahren Transcut glänzt mit geringem Verbrauch

Anders als konventionelle Plasmaschneidtechniken arbeitet es mit einer Flüssigkeit auf Wasserbasis. Verglichen mit Druckluft oder Gasen verbrauchen Flüssigkeiten deutlich weniger Volumen je Masseeinheit (Bild 2 – siehe Bildergalerie).

Deshalb lässt sich, wenn das Medium in flüssiger Form vorliegt, im gleichen Rauminhalt mehr Masse speichern. Außerdem entfällt bei dieser Technik der Anschluss an stationäre oder mobile Erzeugungs- und Versorgungssysteme. Statt dessen ist Transcut 300 mit einem Tank für das Medium ausgerüstet. Der Betreiber kann mit Kartuschen nachfüllen.

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