Robotik Multitalent Roboter als Filmstar und Attraktion in Freizeitparks

Redakteur: Rüdiger Kroh

Und Action! Das heißt es für Roboter von Kuka, wenn sie Besucher in Freizeitparks zum wilden Ritt einladen oder im Filmstudio die Klappe fällt. Vor und hinter der Kamera haben die Roboter Karriere gemacht und für das Augsburger Unternehmen sind Entertainment und Film zu einem interessanten Geschäft geworden.

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Der Roboter als Fahrgeschäft: Bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2012 in München sorgte der Robocoaster für aufregende Momente bei den Besuchern.
Der Roboter als Fahrgeschäft: Bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2012 in München sorgte der Robocoaster für aufregende Momente bei den Besuchern.
(Bild: Kuka Roboter)

Adrenalin pur: Der Kuka Robocoaster wirbelt die Besucher in Freizeitparks durch die Luft. Halle Berry in Gefahr: Kuka-Roboter trachten dem Bondgirl mit Laserstrahlen nach dem Leben. Mission to Mars: Der Kuka Robodome entführt mit einzigartigen Bildern auf eine Reise zum Roten Planeten. Schnelle Schnitte und Spezialeffekte: Kuka-Leichtbauroboter bewegen Kameras in der Filmindustrie.

Roboter können heute viel mehr als Bleche schweißen, Maschinen beladen oder Paletten stapeln. Sie haben die industriellen Werkshallen längst verlassen – und das in einem erstaunlichen Maße, wie die vier Beispiele von Kuka-Robotern zeigen.

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Roboter mit der Lizenz zur Personenbeförderung

Angefangen hat alles mit dem Robocoaster, dem weltweit einzigen Industrieroboter mit der Lizenz zur Personenbeförderung. Die Idee dafür entstand eher zufällig. Ein ehemaliger Kuka-Mitarbeiter aus England bereitete für eine Messe die Präsentation des damals neuen Schwerlastroboters KR 500 vor und wollte eine Anwendung für die Automobilindustrie zeigen. „Aus dem ursprünglichen Gedanken, eine Karosserie handhaben zu lassen, wurde die Idee, nur zwei Fahrzeugsitze zu montieren und die Anlage als Fahrgeschäft zu konstruieren”, berichtet Peter Fornoff, IBD-(Industrial-Business-Development-)Manager bei der Kuka Roboter GmbH und zuständig für Film und Entertainment. Es folgte ein Entwicklungsprojekt mit Patenten und im Jahr 2002 nahm Kuka mit dem Robocoaster an der größten Entertainment-Messe der Welt, der IAAPA in Orlando (USA), teil. „Hier konnte auch der erste Robocoaster-Auftrag für ein Einkaufszentrum in Rio de Janeiro verbucht werden”, so Fornoff.

Publikumsmagnet in Themen- und Freizeitparks

Fortan wurde der Ritt auf dem Roboter zum neuen Publikumsmagneten in Themen- und Freizeitparks. Der besondere Kick liegt in den flexiblen Bewegungsabläufen des Robocoasters. Die beiden Personen in der Sitzgondel wissen niemals, womit sie im nächsten Moment überrascht werden: Drehung links, Überkopf stehen, leichtes Ausschwingen oder raketenartiger Abflug nach oben. Frei programmierbare Kombinationsmöglichkeiten sorgen für rasante Action-Fahrten.

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