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Neubau berücksichtigt Logistik, Umweltaspekte und Kapazitätserweiterungen

| Redakteur: Annedore Munde

Die Fritz Schiess AG, Lichtensteig, hat ihr Werk 3 fertig gestellt. Mit dem jetzt in Betrieb genommenen Anbau vergrößert sich die Produktionsfläche um 3500 m2. Damit wird die bisherige Produktion entzerrt, die Qualitätssicherung und die Logistik verbessert sowie Raum für weiteres Wachstum geschaffen. Mit einem Fest für die Mitarbeiter ist der Neubau eingeweiht worden.

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Mit dem jetzt in Betrieb genommenen Werk 3 der Fritz Schiess AG vergrößert sich die Produktionsfläche um 3500 m2 auf 14000 m2. Bild: Fritz Schiess
Mit dem jetzt in Betrieb genommenen Werk 3 der Fritz Schiess AG vergrößert sich die Produktionsfläche um 3500 m2 auf 14000 m2. Bild: Fritz Schiess
( Archiv: Vogel Business Media )

„Das ist ein Wellental und nicht das Ende der industriellen Produktion.“ Mit dieser Einschätzung der Wirtschaftskrise hat Gründerenkel und Seniorchef Fritz Schiess allen Mitarbeitern Mut gemacht und den vor der Wirtschaftskrise geplanten und begonnenen Erweiterungsbau Werk 3 nicht ruhen lassen. Mit dem Neubau steht nun eine Produktionsfläche von insgesamt 14000 m2 zur Verfügung.

Neues Werk verbessert Intralogistik

In dem neuen dreigeschossigen Anbau im Süden des Werks wurde die innerbetriebliche Logistik umgestaltet. Der Warenfluss ist jetzt wegoptimiert dem Wertefluss und der Prozessfolge angepasst. Durchlaufzeit, Umlaufvermögen und Aufwendungen für die Logistik werden dadurch deutlich reduziert.

„Viele der bei uns gefertigten Teile erfüllen im Alltag Sicherheitsfunktionen. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, werden diese Teile einer umfassenden Prüfung mit Vision-Control-Systemen unterzogen. Speziell dieser Bereich wurde im Rahmen des Neubaus grundsätzlich neu ausgerichtet“, berichtet Philippe Schiess, Qualitätsmanager und vierte Generation im Unternehmen.

Rasantes Wachstum hatte zu Engpässen geführt

Während der letzten fünf Jahre hat die Fritz Schiess AG ihren Umsatz verdoppelt. „Diese imposante Expansion und die damit verbundenen Engpässe haben uns eindrücklich vor Augen geführt, was eine Erweiterung der Produktionsflächen für Chancen zur Optimierung bieten würde“, schildert Vertriebsleiter Iwan Wüest.

Gleichzeitig schafft das Familienunternehmen mit dem Werk 3 Platz für künftiges Wachstum. Vorausschauend ist deshalb im Hallendach eine leicht zu öffnende Luke eingebaut, die groß genug ist, damit neue Feinstanzpressen mühelos mit einem Kran eingebracht werden können.

Das Werk verfügt nun über einen modernen Wärmespeicher und einen Wärmetauscher, so dass mit der Abwärme aus der Produktion die Hallen energieeffizient geheizt werden können. „Wahrscheinlich wird das nur noch an wenigen Frosttagen im Jahr notwendig sein“, so Wüst.

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