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Laserschneid-Innovationen Neue Laserschneidsysteme gehen exakter durch dick und dünn

| Redakteur: Peter Königsreuther

Microstep hat die nächste Generation des Laserrotators im Programm und stellt zwei neue Laserquellen vor. Der Laserschnitt wird so materialflexibler und präziser, heißt es.

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Die dritte Generation des Microstep-Laserrotators führt laut Hersteller einige Vorteile für die Anwender aus der Blechbearbeitung ins Feld...
Die dritte Generation des Microstep-Laserrotators führt laut Hersteller einige Vorteile für die Anwender aus der Blechbearbeitung ins Feld...
(Bild: Microstep)

Über 100 Entwickler und Ingenieure sind bei Microstep in der Abteilung Forschung & Entwicklung im Einsatz. Sie würden permanent gemäß dem Prinzip der „kleinen Schritte“ an Verbesserungen arbeiten. Die neuste Entwicklung, präzisiert Microstep, betrifft den sogenannten Laserrotator, von dem nun die dritte Generation zur Verfügung steht.

Dynamischer und an dünnen Blechen auch präziser

Es handelt sich dabei um ein sich endlos drehendes Fasenaggregat für Schweißnahtvorbereitungen bis zu einem Winkel von 45°, dem man ein Design-Upgrade gegönnt hat, das mehrere Vorteile vereint, betont der Hersteller. Konstruktiv überarbeitet, konnten die Microstep-Spezialisten so etwa die Gesamtsteifigkeit des Systems steigern, wodurch sich die Beschleunigungswerte des Laserschneidkopfs je nach Anwendung um 30 bis 50 % erhöht. „Diese Verbesserungen hinsichtlich der Dynamik steigern etwa die Schnittergebnisse im Falle dünnerer Materialstärken“, erklärt Matthias Korn, Applikationsingenieur Lasertechnik bei der Microstep Europa GmbH. Und das sind die Hauptvorteile für die Anwender im Überblick:

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  • signifikant gestiegene Gesamtsteifigkeit in allen drei Achsen: Vibrationsminimierung des Kopfes beim Bewegungsvorgang;
  • erhöhte Beschleunigungswerte des Schneidkopfs beim Schneidvorgang (je nach Anwendung um 30 bis 50 %);
  • neue Führung der Energiekabel verringert die auf den Laserrotator wirkenden Kräfte;
  • verringertes Gewicht des Laserschneidkopfs.

Laserquellen-Duo aus nordamerikanischen Hightech-Schmieden

Wie bereits erwähnt, hat Microstep auch zwei neue Laserquellen in das Produktangebot aufgenommen. Ihre Stärken über den Dünnblechbereich hinaus, sollen sie eindrücklich demonstrieren, und deshalb seien sie bereits weltweit im Einsatz.

Dabei handelt es sich einmal um den Corona-Laser des in Vancouver ansässigen Unternehmens „nlight“. Der Laser gilt als erste Laserstrahlquelle mit einer komplett fasergeführten, programmierbaren Strahlqualität. Bei der Bearbeitung aller Metalle und aller Materialstärken erreicht sie so stets die maximale Performance, betont Microstep. Die variable Einstellung des Strahlparameterprodukts (abgekürzt BPP) helfe bei der Anpassung an die jeweilige Applikationsaufgabe sehr. Damit ist es etwa möglich, beim Schneiden von Baustahl mit Sauerstoff, die maximal schneidbare Dicke und das zum Schneiden vorliegende Prozessfenster bei gleicher Laserleistung zu vergrößern, gibt Microstep als Beispiel an. Nicht zuletzt verbessert sich so die Kantenqualität, heißt es weiter. Der Corona stehe vor allem im Baustahlbereich über einer Dicke von 10 mm, für eine deutlich geringere Rauheit der Schnittkante als man es von üblichen CO2-Lasern her kenne. Letztes Jahr wurde der Corona-Laser übrigens von „nlight“ bei den Prism Awards in San Francisco ausgezeichnet. Diese Awards werden seit 2008 jährlich an die besten neuen optischen und photonischen Produkte vergeben, sagt Microstep.

Die zweite neue Laserquelle im Produktportfolio von Microstep ist der AMB-Laser (Achtung, gemeint ist nicht die Messe in Stuttgart!) des amerikanischen Herstellers IPG Photonics. Er verfügt über voneinander unabhängig einstellbare Laserstrahlprofile (AMB = Adjustable Mode Beam), beschreibt Microstep. Der zentrale Kern könne auch mit einem weiteren Laserstrahl, der ein ringförmiges Profil habe, kombiniert werden. So winken dem Anwender hochwertige Ergebnisse beim 2D- und 3D-Laserschneiden bei unterschiedlichsten Materialien und variablen Stärken, heißt es dazu, egal ob Dünn- oder Dickblech.

„Durch die beiden neuen Laserquellen kann man mit nur einer Laserquelle ein breiteres Blechstärkespektrum als bisher bearbeiten“, fasst Korn zusammen.

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