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Leichtbau Neue Materialien und Fertigungsprozesse bestimmen den Karosseriebau von morgen

| Autor / Redakteur: Annedore Munde / Dietmar Kuhn

Wie sich moderne Mobilität gestaltet, welche Konzepte sich dafür als zukunftsträchtig erweisen und unter welchen Werkstoff- und Fertigungsbedingungen das Automobil der Zukunft entstehen kann, war Thema der Fraunhofer-IWU-Veranstaltung. Dazu trafen sich in Chemnitz über zwei Tage lang hochkarätige Experten aus allen Bereichen des Automobilbaus zum Erfahrungsaustausch.

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Dr. Martin Goede, Leiter Technologieplanung und -entwicklung, Plaung der VW-fMarke: „Bei Leichtbauweisen ist ein Trend von heute singulären Stahl- und Aluminiumkonstruktionen hin zu Mischbauweisen zu beobachten.“ (Bild: Munde)
Dr. Martin Goede, Leiter Technologieplanung und -entwicklung, Plaung der VW-fMarke: „Bei Leichtbauweisen ist ein Trend von heute singulären Stahl- und Aluminiumkonstruktionen hin zu Mischbauweisen zu beobachten.“ (Bild: Munde)

Bereits zum sechsten Mal veranstaltete das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) das Chemnitzer Karosseriekolloquium. Dieses Mal lautete das Motto „Karosserien fertigen – nachhaltig und effizient“. Die etwa 200 Teilnehmer setzten sich dabei in 26 Vorträgen und vertiefenden Diskussionen mit Problemstellungen auseinander, welche die moderne Mobilität und somit der Fahrzeugbau an die Produktionstechnik stellt. Dabei ging es sowohl um Lösungen aus dem Bereich der Umformtechnik, aus dem Werkzeugbau als auch um Anwendungen aus dem Presswerk und Karosseriebau.

Leichtbau bleibt das Schlüsselthema für den Karosseriebau

Prof. Matthias Putz, der am Fraunhofer-IWU den Bereich Systemtechnik verantwortet, äußerte sich bezüglich der Resonanz und der hochkarätigen Vorträge sowie der Anzahl der Besucher sehr zufrieden. „Das Kolloquium ist eine wichtige Akquisitionsveranstaltung“, so Putz. „Hier haben wir die Möglichkeit, die gesamte Palette unserer Kompetenzen im Bereich Karosseriebau zu präsentieren.“ Fachlich bedeutet das, dass auch eine möglichst umfassende Palette der Wertschöpfungskette innerhalb des Kolloquiums beleuchtet wird.

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Hinsichtlich Trendthemen ist für Putz klar, dass der Leichtbau nach wie vor das Schlüsselthema im Karosseriebau ist. Unmittelbar damit verbunden sind Nachhaltigkeit, Effizienz und natürlich neue Materialien mit all den dazugehöreigen Herausforderungen für die weitere Verarbeitung. „Gerade die neuen Materialien benötigen im Bereich der Verbindungs- und Fügetechnik neue Lösungen“, so Putz.

Mischbauweisen erfordern auch neue großserienfähige Fügetechniken

So fand beispielsweise der Vortrag von Dr. Martin Goede, Leiter Technologieplanung und -entwicklung, Planung der Volkswagen-Marke in Wolfsburg, großen Anklang. Er stellte Leichtbauweisen für den Karosseriebau vor sowie Mischbaustrukturen für zukünftige Fahrzeugkonzepte.

Dabei, so Goede, sei ein Entwicklungstrend von heute singulären Stahl- und Aluminiumkonstruktionen hin zu Mischbaustrukturen zu beobachten. Er betonte außerdem: „Die Verfügbarkeit großserienfähiger Mischbau-Fügetechniken ist die Basis für die produktionstechnische Realisierung.“

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