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Thermoplastische Composites Neues Composite-Trio erweitert das Ensinger-Angebot

| Redakteur: Peter Königsreuther

Ensinger empfiehlt für Anwendungen, bei denen unverstärkte Werkstoffe oder Kurzglas-Composites nichts mehr bringen, auf endlosfaserverstärkte FVK zu setzen. Drei Neulinge mit Thermoplastmatrix stehen jetzt dafür bereit.

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Wenn reine Kunststoffplatten oder kurzfaserverstärkte Typen den kommenden Belastungen nicht mehr ausreichen, dann kann man zu diesen drei neuen endlosfaserverstärkten, thermoplastischen Tecatec-Composites von Ensinger greifen. PEI, PPS oder PC dienen als Matrixkunststoffe. Verstärkt sind sie mit Glas- oder Carbonfasern.
Wenn reine Kunststoffplatten oder kurzfaserverstärkte Typen den kommenden Belastungen nicht mehr ausreichen, dann kann man zu diesen drei neuen endlosfaserverstärkten, thermoplastischen Tecatec-Composites von Ensinger greifen. PEI, PPS oder PC dienen als Matrixkunststoffe. Verstärkt sind sie mit Glas- oder Carbonfasern.
(Bild: Ensinger)

Durch die mechanisch verstärkenden Endlosfasern, meist Gewebe aus Glasfas- oder Carbonfasern, sind sie mindestens so belastbar wie herkömmliche Metalle. Gleichzeitig sind bekanntermaßen aber deutlich leichter als Letztere, betont Ensinger.

Die thermoplastische Kunststoffmatrix verleiht den drei neuen Plattentypen aus der Tecatec-Produktreihe außerdem die gleichen Einsatzvorteile, die auch unverstärkte Platten aus thermoplastischen Kunststoffen haben. Dazu gehören eine hohe Schlagzähigkeit, gleichbleibende Eigenschaften über einen großen Temperaturbereich hinweg, chemische Beständigkeit und eine hohe Bruchdehnung. Durch die Auswahl eines passenden Matrixmaterials könne man auch ein breites Spektrum von Anwendungsanforderungen erfüllen.

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Platten aus endlosfaserverstärkten Thermoplasten lassen sich zu Fertigteilen von sehr guter Qualität verarbeiten, die minimale Toleranzen haben, sagt Ensinger. Zu den Bearbeitungsmöglichkeiten der hochfesten Composites gehört etwa das Wasserstrahlschneiden (geeignete Anlagen und Verarbeitungsparameter vorausgesetzt), aber auch konventionelle Methoden, heißt es weiter.

Belastbare Rekordler im Werkstoffbereich

Die neuen Compositeplatten von Ensinger liegen in einem Dichtespektrum von 1,5 bis 1,8 g/cm³ und haben damit ein ähnliches spezifisches Gewicht wie unverstärkte oder kurzfaserverstärkte Typen. Dennoch erhöhen die endlosen Verstärkungsfasern die mechanischen Eigenschaften im Vergleich zu unverstärkten Polymerplatten um etwa das 5-Fache in puncto Zugfestigkeit und Elastizitätsmodul, betont der Anbieter. Auch die Schlagzähigkeit sei, verglichen mit Matrixsystemen aus Duromeren (Duroplasten), wie Epoxid- oder Phenolharz deutlich höher. Das sorgt für eine hohe Bruchdehung und ein intrisisches Vermögen zur Schwingungsdämpfung, heißt es.

Kontinuierlich faserverstärkte Thermoplaste ragen auch durch ihren niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten (CTE) in einem Bereich um 5×10-6K-1 heraus. Diese Eigenschaft gilt für Anwendungen, bei denen die Teile Temperaturschwankungen in einem breiten Bereich ausgesetzt sind und eine hohe Präzision gefragt ist, als besonders wichtig.

Compositeplattendicke und -größe auf Wunsch lieferbar

Ensinger stellt die thermoplastischen Verbundplatten nach kundenspezifischen Vorgaben bis zu einer Größe von 525 mm × 625 mm her. Auch bei der Plattenstärke sei der Hersteller flexibel. Diese liegt im Bereich 0,5 bis 95 mm, wobei jede Dicke in diesem Spektrum machbar sei. Zu den

Standardprodukten zählen sowohl PEI (Polyetherimid) mit verstärkendem Glasfasergewebe als auch PC (Polycarbonat) und PPS (Polyphenylensulfid) mit Carbonfasergewebe. Andere Matrix- und Faserkombinationen, Faserarchitekturen oder kundenspezifische Faseraufbauten könnten auf Anfrage angeboten werden.

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