Gesellschaft für Wolfram Industrie / Orbitalservice

Orbitalschweißen: Pre- und After-Sales-Service durch WIG-Schweißexperten

| Autor / Redakteur: Anja Schütz / Frauke Finus

Beim Orbitalschweißen wird mittels einer Lichtbogenschweißtechnik der Schweißkopf im Kreis um einen runden Bearbeitungsgegenstand geführt. Die Arbeitsstelle wird in diesem Prozess durch inerte Schutzgase vor äußeren Einflüssen geschützt.
Beim Orbitalschweißen wird mittels einer Lichtbogenschweißtechnik der Schweißkopf im Kreis um einen runden Bearbeitungsgegenstand geführt. Die Arbeitsstelle wird in diesem Prozess durch inerte Schutzgase vor äußeren Einflüssen geschützt. (Bild: Gesellschaft für Wolfram Industrie)

Beim Orbitalschweißen wird oft nur auf die Werkstücke oder Schweißgeräte geachtet, jedoch nicht auf die Beschaffenheit der Elektrode selbst. Deren hohe Qualität ist aber für die Produktion von einwandfreien Schweißnähten mit ausschlaggebend. Deshalb kooperiert der Schweißtechnikspezialist Orbitalservice GmbH mit der Gesellschaft für Wolfram Industrie mbH, um den Einfluss hochwertiger Wolframelektroden auf den Vorgang und das Schweißergebnis zu vermitteln.

Beim Orbitalschweißen wird mittels einer Lichtbogenschweißtechnik der Schweißkopf im Kreis um einen runden Bearbeitungsgegenstand geführt. Der Arbeitspunkt wird in diesem Prozess durch inerte Schutzgase vor äußeren Einflüssen geschützt. „Wir stellen Orbitalschweißgeräte für unterschiedliche Branchen her – beispielsweise Automotive, Luft- und Raumfahrt“, berichtet Dirk Kunze, CEO der Orbitalservice GmbH. „Üblicherweise ist das Orbitalschweißen einer der letzten Arbeitsschritte bei der Montage oder dem Verschweißen von Komponenten. In den letzten 50 Jahren wurden die Schweißgeräte und -prozesse kontinuierlich verbessert, allerdings hat sich das Wissen um den Einfluss der verwendeten Elektroden auf den Vorgang nicht weiterentwickelt. Aber erst wenn auch die Wolframelektrode optimal arbeitet, ist das Ergebnis für die häufig kostenintensiven Produkte zufriedenstellend.“ Deswegen arbeitet Orbitalservice schon seit der Firmengründung 2008 mit der Gesellschaft für Wolfram Industrie mbH zusammen. Dank dieser Kooperation erhalten der Betrieb und seine Kunden qualifiziertes Know-how im Umgang mit einer der wichtigsten Komponente beim WIG-Schweißen: der Wolframelektrode.

Prozessanalyse identifiziert passende Elektroden bereits im Vorfeld

Wolframelektroden werden häufig bei Schweißarbeiten verwendet, aber deren Aufbau, Anschliff und Legierung besitzen beim WIG-Schweißen einen bisher unterschätzten Einfluss auf ein konstant gutes Produktergebnis. Nur bei einer ausgezeichneten Elektrodenqualität und -geometrie ist eine reproduzierbare Schweißnaht möglich. „Daher kooperieren wir mit der Wolfram Industrie, die einen unkomplizierten Rundum-Service für diese empfindliche und wichtige Prozesskomponente anbietet“, so Kunze. „Denn unsere Schweißgeräte garantieren zusammen mit einer hochwertigen Wolframelektrode ein einwandfreies Ergebnis.“ Das Unternehmen empfiehlt deswegen, für die wichtige Schweißelektrode den Service der Wolfram Industrie in Anspruch zu nehmen: Zu dem Dienstleistungsportfolio gehört bereits im Vorfeld die Evaluation sämtlicher Arbeitsschritte und des zu schweißenden Materials dank ausgefeilter Analysemöglichkeiten. Dies geschieht etwa durch metallurgische Untersuchungen und Prozessdiagnosen mit Messgeräten wie Rasterelektronenmikroskopen und Spektralanalysen. Auf diese Weise gewährleisten die WIG-Spezialisten, dass für die jeweiligen Bedürfnisse eine geeignete Wolframelektrode hergestellt wird.

Wolfram Industrie kann auch Schritte optimieren, die nur sekundär in den Bereich Elektrode hineinspielen, wie etwa die Logistik und die Ergonomie bei Anwendungen in Reinräumen oder bei Montageeinsätzen auf Baustellen. Je nach Anwender sind die Herausforderungen ganz unterschiedlich. Beispielsweise ist der Optimierungsspielraum bei Kunden mit etablierten Prozessen recht klein, weil die Arbeiten selbst klar definiert sind. „Wird etwa ein Strukturteil für Luftfahrzeuge hergestellt, ist dessen Elektrodengeometrie ein fixer Parameter, an dem wir nichts ändern können“, erklärt Matthias Schaffitz, Anwendungstechniker für Schweißverfahren bei der Gesellschaft für Wolfram Industrie mbH. „Aber bei neu entwickelten Produktionsprozessen können wir unserem Kunden bereits mit der ersten Lieferung eine Elektrode an die Hand geben, die seinen Vorstellungen entspricht. Hier werden Anschliff, Legierung und auch Spitzengeometrie genau auf die Anwendung abgestimmt.“ Außerdem kann Wolfram Industrie durch Halbfabrikate, standardisierte Produkte und jahrelanges Know-how bereits bei kleinen Losgrößen kosteneffiziente Lösungen anbieten.

Nachschleifen der Elektroden dank After-Sales-Service

In jedem Schweißprozess nutzen sich die Elektroden mit der Zeit ab und benötigen eine Aufbereitung. Daher betreut Wolfram Industrie die Anwender der Elektrode auch im After-Sales-Service und sorgt auf diese Weise für weiterhin optimale Ergebnisse. „Schweißen ist eine hochkomplexe Arbeit und erfordert große Konzentration, während der Schweißer selbst häufig unter Qualitäts- und Zeitdruck steht“, so Schaffitz. „Aus diesem Grund ist das Nachschleifen der Elektroden eine besonders unbeliebte Nebentätigkeit. Der Schweißer muss hierfür den eigentlichen Produktionsprozess unterbrechen und den Arbeitsplatz verlassen.“ Damit die Elektrode jedoch wieder für das WIG-Schweißen verwendet werden kann, muss die Spitze der Wolframelektrode zunächst mit einer Diamantsäge abgetrennt und die verunreinigungsfreie Stelle frisch geschliffen werden. Hierfür fehlt in kleinen und mittleren Unternehmen häufig die passende Spezialausrüstung für ein hochwertiges Nachschleifen.

Alternativen aus der Betriebswerkstatt sind üblicherweise aufwendig, liefern aber dennoch keine gleichwertige Qualität zu industriell geschliffenen Elektroden. Daher können Schweißbetriebe durch das Auslagern des Nachschleifens an Spezialisten wie Wolfram Industrie ihr Personal deutlich entlasten. Auf diese Weise verbessern sie auch gleichzeitig die Produktgüte, denn so kann sich der Schweißer auf seine eigentliche Tätigkeit konzentrieren. Für diesen After-Sales-Service erhält jeder Anwender einen Koffer von Wolfram Industrie mit mehreren Elektroden. Sobald sie aufgebraucht sind, schickt der Kunde die Elektroden zurück. Sollte die Wolframelektrode nicht nachgeschliffen werden können, wird das Wolfram für den nächsten Auftrag verrechnet. „Eine verantwortungsvolle Arbeitsweise mit den Werkmaterialien ist äußerst wichtig“, erklärt Schaffitz. „Wir unterstützen deswegen den nachhaltigen Umgang und führen das Wolfram direkt in den Kreislauf zurück.“ So beugt das Unternehmen Engpässen aufgrund der limitierten Verfügbarkeit von Ressourcen vor.

Forschung und Entwicklung stets auf neuestem Stand der Technik

„Für unsere Kunden ist der Aufbau einer nachhaltigen Kooperation besonders wichtig“, so Kunze. „Viele wünschen sich einen Ansprechpartner, mit dem sie auch zukünftige Entwicklungsschritte und Pläne besprechen können. Mit Wolfram Industrie finden sie dabei einen zuverlässigen Betrieb mit Familientradition, der schon seit über 100 Jahren mit Wolfram arbeitet, aber stets auf dem neuesten Stand der Technik ist.“ So treiben Wolfram Industrie und Orbitalservice die Forschung beispielsweise durch die Zusammenarbeit mit der Universität in Bern voran. Gemeinsam untersuchten sie das Verhalten von Wolframelektroden bei verschiedenen Gasgemischen und Legierungen. Von diesem Erfahrungsschatz profitieren auf lange Sicht auch die Kunden, denn dies fließt direkt in die Betreuung beim Pre- und After-Sales-Service ein.

Ebenso setzt sich die Wolfram Industrie durch entsprechende Aufklärungsarbeit dafür ein, das Wissen über die Vorteile der Wolframelektrode zu verbreiten und dadurch zu optimierten Arbeitsprozessen beizutragen. Bei Schulungen zeigen die Experten anhand von Musterelektroden, wie sich die Ergebnisqualität unterscheidet, wenn industriell geschliffene Wolframelektroden statt vermeintlich kostengünstigeren Varianten eingesetzt werden. „Unser Ziel ist, dass der Fokus verstärkt auf die Qualität der Elektrode gerichtet wird und der Schweißer das optimale Werkzeug für seine Arbeit findet“, resümiert Schaffitz. „Das ist für alle ein Gewinn – für uns als Hersteller der Elektroden, aber auch für den Anwender, dessen Produkte in einwandfreiem Zustand ausgeliefert werden können, und am Ende der Lieferkette natürlich auch für den Endkunden.“

„Award zur Euroblech“ – machen Sie mit!

Euroblech 2018

„Award zur Euroblech“ – machen Sie mit!

24.09.18 - Bereits zum neunten Mal verleihen Blechnet und MM Maschinenmarkt auf der Euroblech in Hannover den „Award zur Euroblech“ und prämieren die innovativsten Produkte, Lösungen und Digitalisierungskonzepte der Messe. Bewerben Sie sich noch bis zum 2. Oktober! lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Ausklappen
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Ausklappen
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45403915 / Trennen & Verbinden)

DER BRANCHENNEWSLETTER Newsletter abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Whitepaper

Technologietrends 2018

Die Top Technologietrends für 2018 in der Industrie - Teil 2

In den schnelllebigen Zeiten der Digitalisierung ist es häufig schwer, am Puls der Zeit zu bleiben. Lesen Sie jetzt, welche weiteren 7 Trends dieses Jahr im Fokus der Industrie stehen. lesen

Dossier Teilereinigung

Teile effizient reinigen

Erfahren Sie in diesem Dossier mehr über effektive und wirtschaftliche Bauteil- und Oberflächenreinigung in der Blechbearbeitung. lesen

Gehaltsreport IT und Industrie 2018

Verdienen Sie genug? Der große Gehaltsreport IT & Industrie

Was verdienen Arbeitnehmer in den unterschiedlichen Branchen konkret? In welchem Bundesland sind die Unternehmen besonders spendabel? Wie viele Wochenarbeitsstunden werden geleistet und wie zufrieden sind die Mitarbeiter? Wir haben nachgefragt. lesen

News aus unserer Firmendatenbank

Raziol Zibulla & Sohn GmbH

EuroBLECH 2018 mit Raziol: Aktuelle Messeinformationen

Nur noch wenige Tage, dann öffnet die EuroBLECH 2018 in Hannover ihre Pforten. ...

bip-Industrietechnik GmbH

Ganz klein und doch ganz groß

Schnell, flexibel, kostengünstig - das ist der innovative Trockenentfettungsautomat für Kleinteile, ...