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MAG / MIG

Parameter zum perfekten Schweißen von CrNi-Stahl

| Autor/ Redakteur: Jürgen H. Krenzer / Frauke Finus

Beim Schweißen von Chrom-Nickel-Stahl erreichen MAG-Verfahren bei steigenden Nähten schnell ihre tolerierbaren Grenzen. Anders der Schweißzyklus „Advanced Se Qencer“ (ASQ) von Oerlikon Schweißtechnik.

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WIG contra MAG: Per Hand steigend (in PF-Position) geschweißte Nähte an 4 mm dicken CrNi-Stahl, unten MAG und oben WIG; mit Zusatzwerkstoff 1.4430 und Standardausstattung; die MAG-Naht in gut 1/4 der Zeit im Vergleich zur WIG-Naht.
WIG contra MAG: Per Hand steigend (in PF-Position) geschweißte Nähte an 4 mm dicken CrNi-Stahl, unten MAG und oben WIG; mit Zusatzwerkstoff 1.4430 und Standardausstattung; die MAG-Naht in gut 1/4 der Zeit im Vergleich zur WIG-Naht.
( Bild: Oerlikon )

Der Schweißzyklus stellt nicht nur eine simple Prozesskennlinie dar. Weil diese Nähte WIG-Qualitätsansprüche erfüllen, spart der Anwender gleich mehrfach: Nacharbeit, Zeit und Kosten.Oerlikon Schweißtechnik bietet den besonderen Schweißzyklus „Advanced Se Qencer“ (ASQ) aus zwei unterschiedlichen Parametersätzen mit frei definierbaren Zeitintervallen, Lichtbogenübergängen mit unterschiedlichen Schweißparametern in seinem Schweißsystem Citwave II an. Die benötigten Hilfsmittel sind Standardprodukte: Brenner, Gas und Schweißzusatzwerkstoff (Massivdraht).

Ohne Vorbehandlung Stahl schweißen

Von diesem neuen Schweißzyklus profitieren Anwender aus unterschiedlichen Branchen wie Rohrleitungsbau, chemische Verfahrenstechnik, Lebensmittelhersteller, KFZ- und Industrieofenbau. Produktbeispiele sind Wannen, Behälter, Sichtnähte an Verbindungen dickerer Bleche aber auch Montage- und Vor-Ort-Schweißen von Anbauteilen, Verstrebungen, Halterungen, Flanschen oder das Verschweißen von Mannlöchern im Behälterbau. Die bevorzugten Materialdicken der nichtrostenden Edelstähle beginnen ab 3 mm. Sie lassen sich ohne Vorbehandlung schweißen. Geübte Schweißer erzielen nach einer kurzen Einlernphase Nähte in WIG(Wolfram-Inertgas)-Qualität ohne Bindefehler.

Wenn die Qualität stimmt, bringt MAG(Metall-Aktivgas)-Schweißen mit Standard-Ausrüstung im Vergleich zum WIG-Verfahren gravierende Vorteile. Die kürzere Verweildauer beim Schweißen von Stahl ergibt eine geringere Streckenenergie. Deshalb ist auch der Verzug geringer. Gegenüber dem Handling inklusive Wechsel der WIG-Stäbe bringt die quasi endlose Förderung des MAG-Drahtes Zeitersparnisse und vermeidet weitere Ansatzstellen. Am bedeutendsten ist jedoch der wirtschaftliche Nutzen aus der drei- bis vierfachen Schweißgeschwindigkeit.

Programmwechsel beim Schweißen von Stahl ohne abzusetzen

Markante Eigenschaften unterscheiden den ASQ-Schweißzyklus von den üblichen MAG-Prozessen. Mit dieser lassen sich selbst Nähte in steigender PF-Position in WIG-Qualität schweißen. Der Übergang von Position von PB in PF inklusive Programmwechsel gelingt einfach ohne neu anzusetzen. Dank der hellen Anlauffarbe und der Spritzerfreiheit ist die Schweißnaht direkt beizbar, das heißt mechanische Nacharbeiten wie Schleifen entfallen. Das gilt ebenfalls für das Sprühbeizen. Deshalb ergeben sich weitere Arbeits- und Zeiteinsparungen, wenn Nähte aus nicht rostenden Stählen elektropoliert werden sollen. Der kostenbewusste Praktiker wird erfreut feststellen, dass er alle Nähte mit dem Standardbrenner und Standardgas, z.B. Arcal 12 (98 % Argon, 2 % CO2 schweißen kann. Oerlikon stellt ihm für unterschiedliche Materialdicken und Positionen fertige ASQ-Programme zur Verfügung. Und für spezifische Anforderungen erhält der Anwender von Oerlikon „sein“ Programm. Da beliebige Prozesskennlinien miteinander kombinierbar sind, sind auch andere besondere Lösungen denkbar.

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