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Präzisionswerkzeughalter können viel Geld sparen

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Allerdings würden die Spannzangen bei derlei Methoden extrem schnell verschleißen: Der Rundlauf der Aufnahmen vermindere sich, die Qualität der Werkstückoberflächen und die Werkzeuge würden leiden. Spätestens wenn an den Spannzangen Ausbrüche zu sehen sind, wird es daher Zeit über Alternativen nachzudenken, so Schunk.

Spannzangenfutter führen bei kleinen Werkzeugen schnell zum Bruch

Bei Werkzeugen mit kleinem Durchmesser gebe es ein zweites Risiko: Es kommt zum Werkzeugbruch, weil der Bediener die sensiblen, hochwertigen Werkzeuge beim Spannvorgang zu hohen Kräften aussetzt und im Spannzangenfutter förmlich zerquetscht. Solche Fehler seien ausgesprochen kostspielig, weil gerade kleine Werkzeuge oft besonders hochwertig sind.

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Dagegen wirke der Spannvorgang bei modernen Präzisionsaufnahmen vergleichsweise einfach: Beim Hydro-Dehnspannfutter Tendo genügt laut Hersteller Schunk ein schneller Dreh mit dem Sechskantschlüssel, beim Dehnspannfutter Sino-R mit dem Haken- oder Rollenspannschlüssel. Der Bediener drehe auf Block – fertig. Das schließe Fehler aus und gewährleiste, dass jeder Mitarbeiter damit zurecht kommt.

Werkzeuge lassen sich in Präzisionswerkzeughaltern einfach und genau einstellen

Hinzu komme, dass die Werkzeuge in den Präzisionsaufnahmen einfach, sicher und genau eingestellt werden könnten. Die integrierte Längenverstellschraube lasse sich axial und bei Tendo optional auch radial betätigen. In beiden Fällen bleibe die hohe Wuchtgüte von G 2.5 bei 25000 min-1 voll erhalten.

Ein kompaktes Verstellgetriebe bei den radial zu betätigenden Tendo-Hydro-Dehnspannfuttern sorge dafür, dass die Werkzeuglänge µ-genau definiert werden kann. Die Verstellschraube ist laut Schunk selbsthemmend, so dass sich die Position des Werkzeugs weder durch das Eigengewicht noch durch axialen Druck verändert. Zudem sei sie über einen vorder- und rückseitigen Anschlag gegen ein Herausfallen gesichert.

Auch bei der Tribos Polygonspanntechnik kann die Werkzeuglänge präzise definiert werden, wie der Hersteller berichtet. Weil das Polygonspannfutter beim Spannvorgang ausschließlich radial verformt werde, bleibe die axial eingestellte Länge mit einer Genauigkeit von 0,01 mm erhalten.

Werkzeugspannung in Präzisionswerkzeughaltern ist ermüdungsfrei

Die Werkzeugspannung erfolge ermüdungsfrei, der präzise Rundlauf bleibe auch nach mehreren Tausend Spannvorgängen dauerhaft erhalten. Alle drei Präzisionssysteme würden sich damit deutlich von Spannzangenaufnahmen und auch von Warmschrumpffuttern abheben.

In der Volumenzerspanung müssen Werkzeughalter hohen Belastungen standhalten, heißt es weiter. Reine Kraftprotze würden zwar ohne Probleme das gewünschte Spanvolumen schaffen, jedoch – oft genug auch laut hörbar – die Werkzeugschneiden, die Maschinenspindel und die Werkstückoberflächen in Mitleidenschaft ziehen. Hinzu komme, dass bei hoher Performance axiale Kräfte wirken, die das Werkzeug aus dem Werkzeughalter herauszuziehen können.

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