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Der Anwender interessiert sich letztendlich wenig für die technischen Details einer Bildverarbeitungs-Systemlösung, denn der Trend geht hin zu fertigen Systemen aus einer Hand und einem kompetenten Ansprechpartner. Um alle Einsatzvorteile von digitalen Kameras für den Anwender in eine optimale Komplettlösung umzusetzen, ist vom Systemhaus ein umfangreiches Know-how rund um die Bildverarbeitung erforderlich. Schließlich muss das Zusammenspiel aus Beleuchtung, Optik, Kamera, Schnittstellen, Rechner, Bildverarbeitungs-Software und Prozesseinbindung reibungslos zusammenpassen.
Bildverarbeitungssysteme mit digitalen Kameras deutlich einfacher
Der Einsatz analoger Kameras engt von vornherein die Lösungsmöglichkeiten einer Bildverarbeitungs-Aufgabe drastisch ein und das Engineering kann sich gegenüber einer Lösung mit Digitalkameras deutlich aufwändiger niederschlagen. Der Anwender fordert aberbekanntlich immer höhere messtechnische Präzision mit ganz engen Toleranzen.
So kann eigentlich nur eine einzige digitale Kamera mit mehreren Megapixeln Bildauflösung platz- und kabelsparend mehrere analoge Kameras bei insgesamt gleicher Bildfeldgröße ersetzen. Digitale Kameras bieten beispielsweise bis zu 14 Bit Grauwertauflösung und können damit Konturen sicher detektieren, bei denen eine analoge Kamera bereits versagt. Das ist nicht nur ein Gewinn an Präzision und Funktionssicherheit, sondern kann auch den Beleuchtungsaufwand und das gesamte Engineering einer BV-Lösung reduzieren.
Digitale Kameras verfügen meist über die zunehmend umfangreicher und komfortabler gestaltete Funktion der RoI (Region of Interest). Dadurch muss nicht mehr jeweils das komplette Bildfeld erfasst und ausgewertet werden. Durch die RoI-Funktion können im Bildfeld beliebig in Größe und Lage definierbare Teilfenster erfasst und diese dann erheblich schneller analysiert werden. Das ergibt eine hohe Flexibilität in der Gestaltung einer BV-Aufgabe und ermöglicht die einfache Parametrierung sowie sehr schnelle Taktraten.
Fire-Wire-Kameras in vielen Varianten erhältlich
Ein weiterer enormer Vorteil, speziell bei Fire-Wire-Kameras, liegt in der extrem breiten Palette an verfügbaren Kameravarianten. Angeboten werden heute Graubild- oder Farbkameras bis über 8 Megapixel Auflösung mit CCD- oder CMOS-Bildsensoren.
Diese und weitere Vorteile der digitalen Kameratechnik sind in der Bildverarbeitung der modular aufgebauten Prüfzelle VVC 610 integriert. Spezifisch auf die Gegebenheiten in der Qualitätskontrolle von Stanz- und Hybridprodukten ausgelegt ist auch der gesamte modulare Aufbau.
Im Beispiel der Anwendung bei Stepper sind vier Kameras mit jeweils einer Bildauflösung von zwei Megapixeln und mit telezentrischen Objektiven entlang der Stanzstreifenführung sowie LED-Blitzbeleuchtung angeordnet. Die hohe Bildauflösung ermöglicht für die dabei erfasste Bildfeldgröße eine hohe Detailerkennung der zu prüfenden Stanzteile und damit eine hohe Messgenauigkeit bis in den Bereich von 1/100 mm. Mit einer Aufnahmefrequenz von 20 Bildern pro Sekunde wird ein schneller Durchsatz der zu prüfenden Stanzteile erzielt. Und das bei der sehr großen Zahl von zu kontrollierenden Maßen und Konturen.
Wechselportale bieten dem Anwender mehr als nur den Standard
Optional zur Standardausführung sind auch so genannte schnell austauschbare Wechselportale verfügbar, in denen alle Komponenten der Bildverarbeitung mit Kameras, Beleuchtung, Stanzstreifenführung und -antrieb bis hin zur Austrenn- und Markierstation der Schlechtteile produktspezifisch installiert werden können. Das ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Fertigung und minimiert die Rüstzeiten beim häufigen Produktionswechsel.
Zu seinen Erfahrungen bemerkt Michael Stepper: „Für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens ist die mit hoher Funktionssicherheit arbeitende Qualitätskontrolle der Vester-Prüfzelle ein wichtiger Beitrag. Wir müssen und können unseren Kunden damit die Qualität in fortlaufender Weise dokumentieren.“
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