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Zur Verringerung der Ausschuss- und Nacharbeitsquote hilft ein lückenloses Monitoring und Qualitätsmanagement. So lässt sich frühzeitig erkennen, wenn eine Sprühanlage nicht mehr den qualitativen Anforderungen entspricht und gewartet werden muss. Faun setzt in puncto Qualitätsmanagement auf ein so genanntes Quality Gate: Dort wird jedes Bauteil vor dem Lackieren akribisch kontrolliert. Nur was die Qualitätsschleuse passiert, geht anschließend in die Lackierkammer. Das spart Lack und Arbeitszeit.
Energieeinsparungen senken die Kosten beim Lackieren auf Dauer
Bei großen Maschinen und Anlagen ist Energieeffizienz noch nicht überall selbstverständliches Kriterium bei der Kaufentscheidung. Auch bei einer vergleichsweise großen Investition in eine neue Anlage sollte ein günstiger Anschaffungspreis die Kosten für den Betrieb dieser Anlage nicht ausblenden. Und auch die Infrastruktur einer Produktionsstätte birgt Möglichkeiten zum Energiesparen – klassischerweise bei der Beleuchtung und der Beheizung der Räume.
Wichtig ist auch hier ein konstantes, idealerweise vernetztes Energiemonitoring und die Erstellung einer Wärmebilanz, um Wärmeverlusten auf die Schliche zu kommen oder sich Überkapazitäten zu vergegenwärtigen. Alternative Wege zum Trocknen und Härten wie Thermoreaktoren, Inertgas-Konvektionstrockner oder das UV-Härten können den Energiebedarf weiter senken.
Solarenergie ermöglicht auch beim Lackieren hohe Einsparungen
Durch eine unkonventionelle Methode hat auch das Lackiercenter Schulte im Emsland seine Energiekosten gedrosselt. Für die Beheizung seiner Lackier- sowie der Trocknungskammern nutzt der Mittelständler solare Prozesswärme.
Die Sonnenenergie aus der rund 140 m² großen Solaranlage auf dem Dach der Firma liefert die benötigte Wärme für die beiden Kabinen. Energie gespart wird zusätzlich über einen Rotationswärmetauscher, der die Wärme aus der Abluft wieder in die Zuluft einspeist. „Wir sparen circa 32 % durch die Solarthermieanlage und weitere 20 % durch die Wärmerückgewinnung. Wir sind sehr zufrieden“, freut sich der Geschäftsführer der Lackiererei, Herbert Schulte.
Ein wichtiger Aspekt der Ressourceneffizienz ist das Recycling der beim Lackieren verwendeten Stoffe. Oftmals können zum Beispiel Overspray, Lösemittel oder Spülwasser aufgefangen und gereinigt wiederverwendet werden. Bei Faun werden beispielsweise die Lösemittel nach dem Lackieren in einer speziellen Destillationsanlage aufbereitet, wobei die Chemikalie fast vollständig zurückgewonnen wird. Im Vergleich zur Nassauswaschung gibt es bei der Trockenabscheidung neben Prallblechen und Filtermatten weitere Innovationen im Bereich der Filtertechnik.
Das Unternehmen Lisega, ein Anbieter von Rohrhalterungssystemen, nutzt als Alternative Wasserlacke und spart die üblichen Lösemittel für die Reinigung gleich ganz ein. Für gewöhnlich lassen sich rund 80 bis 90 % der Reinigungs- und Spüllösemittel zurückgewinnen und wieder verwenden. Das mehrfache Spülen (Kaskadenspülung) zahlt sich in etwa derselben Größenordnung aus. Verbunden mit Spülwasserrecyclingsystemen kann das Abwasser um bis zu 90 % und damit auch der Frischwasserbedarf reduziert werden.
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