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Kuka Roboter erobern die Stahlproduktion

Autor / Redakteur: Ulrike Kroehling / M.A. Frauke Finus

Sechs Kuka-Roboter vom Typ KR 1000 Titan ermöglichen bei der Mannstaedt GmbH neue Flexibilität in der Produktion. Fertig produzierte Spezialprofile werden jetzt automatisiert gestapelt.

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Kuka-Roboter händeln Spezialprofile.
Kuka-Roboter händeln Spezialprofile.
(Bild: Kuka)

Die Mannstaedt GmbH mit Sitz im nordrhein-westfälischen Troisdorf blickt auf eine knapp 200-jährige Firmengeschichte zurück. Heute ist das Unternehmen Teil der Georgsmarienhütte-Unternehmensgruppe und auf die Herstellung von warmgewalzten Spezialprofilen aus Stahl spezialisiert. Spezialprofile sind individuell geformte Stahlstäbe, die bei der Herstellung von Fertigwaren in einer Vielzahl von Industriezweigen, wie etwa in der Automobilindustrie, in der Gabelstaplerproduktion oder im Hafenbau, verwendet werden. Bei Mannstaedt-Profilen handelt es sich um individuelle Konstruktionen, die je nach Kundenwunsch gefertigt werden. Für die letzte Stufe des Produktionsprozesses war das Unternehmen auf der Suche nach einer Automatisierungsmöglichkeit. Zukünftig sollten fertig produzierte Spezialprofile automatisiert gestapelt werden.

Zunächst musste die Frage geklärt werden, ob Roboter oder ein Linearportal zum Einsatz kommen sollten. Für die Roboter-Lösung sprachen geringere Kosten sowie die höheren Lasten, die die Roboter bewegen können. Letzteres war schließlich auch das entscheidende Argument pro Roboter, denn Mannstaedt wollte im Zuge der Umstellung der Produktion Spezialprofile in einer Länge von bis zu 26 Metern produzieren - statt wie bisher von bis zu 16 m. „Von der Umstellung haben wir uns große Vorteile in Sachen Flexibilität versprochen. Mit den längeren Spezialprofilen können wir uns auf dem Markt der Sondererzeugnissen aus Stahl gut positionieren“, sagt Marcus Haas, Betriebsleiter Hydraulik, Krane, Energie und Infrastruktur bei Mannstaedt. Seit nunmehr knapp zwei Jahren stehen sechs Kuka Roboter vom Typ KR 1000 Titan in der Werkshalle von Mannstaedt und übernehmen die Stapelung der Spezialprofile.

Große Herausforderung für die Roboter

„Roboter kamen in der Stahlproduktion bislang kaum zum Einsatz. Das anspruchsvolle und schwierige Arbeitsumfeld machte es für sie schwer, in der Branche Fuß zu fassen“, schildert Haas die Situation zu Beginn der Planungen. Daher mussten bei der Umstellung mehrere Herausforderungen gemeistert werden. Die größte Hürde lag im Handling der Spezialprofile. Da Mannstaedt durch die Umstellung die Stahlstangen in eine Länge von bis zu 26 m verpacken wollte, müssen die Roboter Lasten von rund 2,5 t transportieren können.

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