Suchen

Prozesskombinierer Schneiden inklusive Bohraggregat verdoppelt Produktivität

| Redakteur: Peter Königsreuther

Wer eine multifunktionale Anlage sucht, die markiert, plasmaschneidet, bohrt und gewinde schneidet, der sollte eine entsprechende Anfrage an Microstep stellen. Hier ein Beispiel, was das bringen kann.

Firmen zum Thema

Die Bearbeitungsfläche der DRM-Schneidanlage beim Betonfertigteile-Hersteller Ewabe ist insgesamt 5,5 m breit und 50 m lang.
Die Bearbeitungsfläche der DRM-Schneidanlage beim Betonfertigteile-Hersteller Ewabe ist insgesamt 5,5 m breit und 50 m lang.
(Bild: Microstep)

Beton liegt voll im Trend und gilt als vielseitiger Werkstoff mit rauem Charme, sagt Microstep. Davon profitierten unter anderem die Kunden der Ebawe Anlagentechnik GmbH, denn sie stellten mithilfe des Anlagenparks und des Know-hows des Unternehmens Wände, Decken, Treppen und vieles weitere mehr aus dem hoch flexiblen und haltbaren Baustoff her. Seit über sechs Jahrzehnten entwickelt, fertigt und installiert Ebawe, wie es weiter heißt, komplette Produktionsanlagen für die industrielle Herstellung von Betonfertigelementen.

Die weltweit gefragten Anlagen gelten als komplex, weshalb sie oft mehrere Tausend Quadratmeter Stellfläche einnehmen. Gleichzeitig müssten die System aber dennoch hochpräzise arbeiten, denn trotz der großen Bauteile ist beim Betonfertigteilbau Präzision gefragt. „Um Betonfertigteile gießen zu können, müssen wir im Vorfeld eine sogenannte Formenpalette für das jeweilige Teil herstellen. Das ist im Prinzip eine Platte, auf der im Anschluss die seitlichen Schalungen für den Gießvorgang angebracht werden“, erklärt Pierre Winkler, Production Manager bei Ebawe. Diese Formenpaletten werden, wie es weiter heißt, meist aus 8 mm starkem Spezialblech hergestellt und erreichen zum Teil Dimensionen von 18 m Länge und 4,8 m Breite – je nachdem, wie groß das Betonfertigteil am Schluss sein soll.

Bildergalerie

Holprige Suche nach produktiverem Fertigungssystem

„Für die Herstellung einer solchen Formenpalette haben wir unter anderem auch schon eine Anlage zum thermischen Schneiden genutzt. Die Produktivität des Schneidsystems war jedoch irgendwann nicht mehr zu steigern“, erinnert sich Winkler. Deshalb habe man sich nach einer effizienteren, zukunftsgerichteten Alternative umgesehen. „Mit Blick auf unsere Anforderungen, hatten wir durchaus Bauchschmerzen, ob wir jemanden finden, der das so umsetzen kann, wie wir uns das vorstellen“, führt Winkler weiter aus. Nach Internetrecherche und Messebesuchen, sei Microstep ins Spiel gekommen, weil man das Lastenheft des Betonspezialisten dort ernst genommen habe und auch bei Sonderwünschen keine Einsprüche kamen.

Mehr Speed bei Bohren als jemals zuvor

Entschieden hat sich die Ebawe für ein Anlage, die gleich mehrere Jobs ausführen kann, so Winkler. Die Bearbeitungsfläche des System misst 5,5 m × 50 m und erlaube so auch die Be- und Entladung sowie die Bearbeitung von mehreren Bauteilen gleichzeitig, heißt es weiter. Letzteres übernehmen zwei Portale. Eins davon wurde von einem Bandschleifspezialisten geliefert und sorgt im ersten Schritt dafür, dass die Oberfläche der Formenpaletten glatt geschliffen wird – das sei wichtig, damit Sichtbetonteile im Ergebnis eine gleichmäßige Oberflächenstruktur zeigen. Danach werden mit dem zweiten Portal, das von Microstep stammt, per Plasmastrahl Markierungen erzeugt, die anzeigen, an welchen Stellen später seitliche Schalungselemente aufgeschweißt werden müssen, so Ebewa. Gegebenenfalls werden mit dem gleichen Portal, das außer einem Plasmasupport auch ein Bohraggregat trägt, dann noch Löcher gebohrt und Gewinde geschnitten, die später ebenfalls zur Befestigung seitlicher Verschalungselementen dienen. „Das Bohren geht jetzt wesentlich schneller vor sich als mit dem alten System – und dass wir jetzt mit der gleichen Anlage auch noch Gewinde schneiden können ist ein weiterer großer Pluspunkt“, freut sich Winkler.

(ID:46372415)