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Schock Metall Schock Metallwerk GmbH beendet Insolvenzverfahren

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Das Restrukturierungsverfahren in Eigenverwaltung der Schock Metallwerk GmbH, dem Rollform-Spezialisten und Hersteller von Kugelführungen und Spezialprofilen aus dem schwäbischen Urbach, ist abgeschlossen. Die Schock Metall Gruppe wird mit 400 Arbeitsplätzen weitergeführt.

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Beispiel Küche: Eine speziell entwickelte Teleskopschiene von Schock mit überlangem Auszugsweg bildet die Basis für diese neue Eckschrank-Lösung. Mit einer einzigen, fast „fliegenden“ Bewegung können beide Schubfächer komplett herausgezogen werden.
Beispiel Küche: Eine speziell entwickelte Teleskopschiene von Schock mit überlangem Auszugsweg bildet die Basis für diese neue Eckschrank-Lösung. Mit einer einzigen, fast „fliegenden“ Bewegung können beide Schubfächer komplett herausgezogen werden.
(Bild: Schock Metall)

Bereits am 20. Mai fand am Amtsgericht Stuttgart die Gläubigerversammlung statt. Dort entschied man sich für den von der renommierten Restrukturierungsberatung Elsässer erstellten Insolvenzplan. „Die überwältigende Zustimmung der Gläubiger ist ein großartiges Signal, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“, so der gerichtlich bestellte Sachwalter Dr. Tibor Braun von der Stuttgarter Kanzlei Illig, Braun & Kirschnek. Am 1. Juli 2020 hat das Amtsgericht Stuttgart nun das Verfahren offiziell aufgehoben. Damit konnte sich das Unternehmen innerhalb von nur fünf Monaten erfolgreich sanieren, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt.

Bei Schock Metall herrscht schon seit einigen Wochen Aufbruchstimmung. Denn das Unternehmen hat neue Investoren gefunden, die zusammen mit dem bisherigen Mehrheitsgesellschafter Martin Schock das Unternehmen zukünftig unterstützen. Hierbei handelt es sich um Frank Trick, den Mitgesellschafter des Schwesterunternehmens FTS Baltic sowie das Stuttgarter Family Office von Karl-Friedrich Kaupp (Steuerberater und Beteiligungsunternehmer), wie es weiter heißt.

Trotz Corona den operativen Neustart geschafft

Mit dem Unternehmen werden auch rund 120 Arbeitsplätze am Standort in Urbach gerettet. „Schock Metall hat in kürzester Zeit das Eigenverwaltungsverfahren abgeschlossen und trotz der Einschränkungen der Corona-Pandemie operativ den Neustart geschafft“, so der Elsässer-Sanierungsgeschäftsführer Jan Metzner. „Das ist ein großartiger Erfolg, an dem alle Beteiligten sehr konstruktiv und zielgerichtet mitgearbeitet haben. Wir sind stolz und glücklich, diese für uns sehr herausfordernde Zeit erfolgreich abschließen zu können. Gleichzeitig möchten wir uns bei unseren Kunden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Unterstützung in dieser schwierigen Phase bedanken“, so Martin Schock.

Wesentlicher Bestandteil des Sanierungskonzepts ist die Neustrukturierung der Schock Metall Gruppe mit rund 400 Mitarbeitern unter der STK Holding GmbH. Die Kernkompetenzen der Schock Metallwerk GmbH beinhalten neben dem Vertrieb und der Entwicklung auch die Fertigungstechnologien Rollformen und Stanzen. Die lettische FTS Baltic SIA fungiert als leistungsfähiger Logistik-, Fertigungs- und Montagestandort.