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Schuler schließt 2018 mit Plus beim Auftragseingang

| Autor: Frauke Finus

Beim Pressegespräch Anfang März in Göppingen stellte Schuler die Zahlen von 2018 vor. Außerdem benannte der Pressenhersteller die aktuellen Herausforderungen und die strategischen Ziele für die nächsten Jahre.

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Chief Executive Officer Domenico Iacovelli freute sich anlässlich des Pressegesprächs zur Bilanz 2018, dass im vergangenen Jahr erstmals seit 2011/2012 wieder ein Wachstum im Auftragseingang verbucht werden konnte. Er stieg 2018 auf 1,255 (Vorjahr 1,141) Mrd. Euro (plus 10 %).
Chief Executive Officer Domenico Iacovelli freute sich anlässlich des Pressegesprächs zur Bilanz 2018, dass im vergangenen Jahr erstmals seit 2011/2012 wieder ein Wachstum im Auftragseingang verbucht werden konnte. Er stieg 2018 auf 1,255 (Vorjahr 1,141) Mrd. Euro (plus 10 %).
( Bild: VCG / Finus )

Nach Göppingen in den Innovation Tower hatten Chief Executive Officer Domenico Iacovelli und Chief Financial Officer Norbert Broger Anfang März zum Pressegespräch mit Blick auf die Bilanz 2018 eingeladen. Die beiden Vorstände des Pressenbauers Schuler freuten sich über eine Eigenkapitalsquote von 40 % und vor allem, dass im Jahr 2018 erstmals seit 2011/2012 wieder ein Wachstum im Auftragseingang verbucht werden konnte. Er stieg 2018 auf 1,255 (Vorjahr 1,141) Mrd. Euro (plus 10 %). Die Regionen Europa und China legten zu, das Nordamerika-Geschäft erlitt deutliche Einbußen. Die Erwartungen des Unternehmens an den Erfolg und an die Rentabilität in den Folgejahren lägen allerdings deutlich über den Zahlen für das abgelaufene Jahr.

In diesem Zusammenhang wurden auch die aktuellen Herausforderungen klar benannt: „Viele unserer Kunden investieren derzeit mehr in IT statt in Anlagen. Außerdem spüren wir eine deutliche Zurückhaltung im Automobilsektor“, so Iacovelli. Die Entwicklungen rund um das neue WLTP-Prüfverfahren, E-Mobility oder auch Handelskonflikte seien hier Gründe. „Wir haben viele verschiedene Maßnahmen für eine befriedigende Rentabilität gefahren. Viele davon dauern noch an“, führt Iacovelli weiter aus. „Beispielsweise haben wir strikt Produkte aus dem Portfolio genommen, die seit Jahren keine Gewinne einfahren. Ziel ist die Konzentration auf das rentable Kerngeschäft des Konzerns und die Steigerung der Ertragskraft in den kommenden Jahren. Dazu gehört die konsequente Trennung von verlustbehafteten Geschäftsbereichen. Denn wir sind einem steigenden Kostendruck in Europa ausgesetzt.“ Deutsche Autobauer würden mittlerweile auch außerhalb von Europa einkaufen.

Mittelfristig Ergebnisverbesserungen erwartet

Borger ergänzte:„2018 war operativ und strategisch ein sehr anspruchsvolles Jahr. Umso wichtiger ist es, dass wir den negativen Trend im Auftragseingang wieder drehen konnten. Somit sind wir mit einem guten Orderbestand über 926 Mio. Euro in das neue Jahr gegangen. Deshalb und wegen der bereits eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen sind wir zuversichtlich, mittelfristig Ergebnisverbesserungen zeigen zu können.“ Das Marktumfeld verändere sich stärker als Schuler bisher folgen könne. Deshalb sei das Unternehmen im vergangenen Jahr dynamischer geworden und habe begonnen, am Kundenbedarf orientierte Innovationen schneller an den Markt zu bringen.

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„Außerdem“, so Iacovelli, „soll auch das Produktportfolio auf die wachsende Nachfrage aus neuen Marktsegmenten ausgerichtet werden. Beispielsweise werden wir unser Angebot an mechanischen Presse oder auch die Laser Blanking Line und Formhärtlinien für das mittlere Preissegment, vor allem in Asien, ausbauen.“ Hier werde das Produktportfolio auch durch die Farina-Übernahme im mittleren und unteren Preissegment abgerundet.

Joint Venture mit Porsche geht an den Start

Ab 2019 baut Schuler zusammen mit Porsche das weltweit wohl modernste Presswerk für die digitalisierte Automobilproduktion der Zukunft. Der Betriebsbeginn ist für 2021 geplant. „Die Gründung des entsprechenden Joint Ventures beider Unternehmen unter dem Namen Smart Press Shop ist perfekt“, sagte Iacovelli. „Das neue Presswerk wird sowohl bei der Leistungsfähigkeit in der industriellen Fertigung als auch bei der digitalen Vernetzung der Datenströme im Produktionsprozess neue Maßstäbe für die Automobilindustrie setzen“, erklärte er.

Der Smart Press Shop soll insbesondere das Porsche-Werk in Leipzig mit geringem logistischem Aufwand und möglichst niedrigen ökologischen Belastungen mit Karosserieteilen versorgen. Für Schuler ist das Gemeinschaftsunternehmen Beispiel für die enge Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Automobilherstellern. „Gleichzeitig richten wir uns auf neue Märkte und digitale Geschäftsmodelle aus“, sagte Iacovelli. Mit neuen mechanischen Pressen im mittleren Preissegment und einer konsequenten Digitalisierung der wesentlichen Produktlinien wolle Schuler ab 2019 zusätzliche Marktanteile gewinnen. „Die Digitalisierung ist für Schuler und unsere Kunden keine Vision, sondern Realität. Und sie ist für uns alle vor allem eine große Chance, nicht Gefahr.“

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