Lasersicherheit Sichere handgeführte Laser konstruieren

Redakteur: Stefanie Michel

Die Anwendungsbereiche für handgeführte Laser zur Materialbearbeitung (HLG) reichen von der Präzisionsarbeit beim Goldschmied bis hin zum Schneiden dicker Stahlbleche im Schiffbau. Damit die rasante technische Entwicklung nicht zu Lasten der Sicherheit geht, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Bericht „Konstruktive Sicherheitseinrichtungen für handgeführte Laser zur Materialbearbeitung“ veröffentlicht.

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Mit dem Bericht „Konstruktive Sicherheitseinrichtungen für handgeführte Laser zur Materialbearbeitung“ will die BAuA die Sicherheit zukünftig zu entwickelnder Laser steigern und Anwendern bei der Auswahl sicherer Geräte helfen. (Bild: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
Mit dem Bericht „Konstruktive Sicherheitseinrichtungen für handgeführte Laser zur Materialbearbeitung“ will die BAuA die Sicherheit zukünftig zu entwickelnder Laser steigern und Anwendern bei der Auswahl sicherer Geräte helfen. (Bild: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Handgeführte Laser eignen sich als mobile Geräte für hochpräzise Bearbeitungen großer Werkstücke oder Flächen, die nicht bewegt werden können. Der Laser lässt sich einfach und präzise von Hand über das Werkstück führen.

Handgeführte Laser bergen Sicherheitsrisiko

Anders als bei eingehausten Laser-Handarbeitsplätzen, kann die Bearbeitungszone vieler handgeführter Lasergeräte aber nur teilweise oder gar nicht abgeschirmt werden. Ansonsten wäre eine dreidimensionale Bearbeitung nicht möglich.

Selbst bei bestimmungsgemäßem Betrieb, insbesondere jedoch in vorhersehbaren Fehlerfällen, können Beschäftigte gefährlicher Laserstrahlung ausgesetzt sein. Dabei steigt das Risiko nicht nur mit zunehmender Ausgangsleistung des Lasers. Auch die eingesetzten Optiken und die Prozessdauer können das Risiko dieser Gefährdung erhöhen.

Sicherheitseinrichtungen sollen Laserstrahlung isolieren oder ausschalten

Eine breit angelegte Recherche zeigte, dass Hersteller überwiegend keine detaillierten Angaben zur Lasersicherheit beim Einsatz von HLG und im Besonderen zur Sicherheitssteuerung machen. Aus den Erkenntnissen leitete das Projektteam an der BAuA eine detaillierte allgemeine Klassifikation der Gefährdungen bei handgeführten Lasern ab.

Auf dieser Grundlage ließen sich Lösungsansätze für die konstruktiven Sicherheitseinrichtungen erarbeiten. Sie sollen die Laserstrahlung sicher isolieren oder ausschalten. Dabei zeigt sich, dass es weder den universellen Sensor noch die universelle Sicherheitssteuerung für handgeführte Laser zur Materialbearbeitung gibt. Die Auswahl und Kombination sollte je nach Anwendung und Bauform des Lasers erfolgen.

Unfallversicherung hilft bei Analyse der Zuverlässigkeit von Laser-Sicherheitseinrichtungen

Die Zuverlässigkeit der gewählten Sicherheitseinrichtungen lässt sich beispielsweise mit Hilfe des Programms Sistema berechnen, das die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung anbietet. Der BAuA-Bericht stellt eine beispielhafte Berechnung vor.

Konstrukteure und Hersteller von handgeführten Lasern zur Materialbearbeitung können bereits in der Planungsphase die hier erarbeiteten Informationen nutzen, um für eingebaute Sicherheit zu sorgen. Die Ergebnisse flossen in das Faltblatt „Eingebaute Sicherheit – Sichere Konstruktion handgeführter Laserwerkzeuge“ ein, das Nutzer solcher Laser über die Sicherheitstechnik informiert.

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