Zerspanungstechnik

Spezielle Spannsysteme fixieren große Rohre und Muffen

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Die Energiezufuhr für den die Zentrierung bewirkenden Kolben und die über Druckzuschaltventil folgenden Ausgleichsbacken erfolgt im definierten Stillstand per Injektionszylinder. Der Haltedruck wird über Sicherheitsrückschlagventil und druckregulierbare Druckspeicher gesichert. Die Überwachung des Drucks erfolgt indirekt über einen kommunizierenden Pin, der einen Sensor im stehenden Gehäuse bedämpft.

Eine Zentralschmierung sorgt für Wartungsfreiheit

Der Antrieb erfolgt maschinenseitig über ein Eintriebsstirnrad auf ein entsprechendes Äquivalent, das am drehenden Futterinnenteil formschlüssig befestigt ist. Eine Zentralschmierung sorgt für Wartungsfreiheit. Der Vorteil dieser Bearbeitungsvariante liegt auf der Hand: Man kann die kegeligen Muffeninnengewinde von beiden Seiten her gleichzeitig einbringen.

Wie erwähnt, wird ein Rohrstrang aus Muffen und Rohren gebildet. Die verwendeten Rohre, zum Teil bis zu 18 m lang und mit einem Nenndurchmesser von 4 1/2" bis zu 13 3/8", müssen dazu an beiden Enden ein kegeliges Außengewinde – als Gegenstück zu den Muffen – aufweisen. Gespannt werden die rohen, gezogenen, auf dem Rollengang von hinten in die Maschinenspindel eingebrachten und gegen eine externe Prallplatte angeschlagenen Rohre in sogenannten Vorder- und Hinterendfuttern. Darunter versteht man Spannfutter mit großem Durchgang und integriertem Spannzylinder (Bild 3).

Vorderendfutter zentriert Rohrachse mittig

Das aufwendig gestaltete Vorderendfutter hat meist die Aufgabe, das von der Rohrachse etwas abweichende, verbogene Ende mittig zu zentrieren. Dazu fahren drei geneigt zur Futterachse verlaufende Spannbolzen mit Spanneinsätzen in den rohen Längsmittelbereich des vorgesehenen kegeligen Rohraußengewindes.

Sodann wird das zentrisch spannende Hinterendfutter aktiviert, das Rohr ist damit so zentriert und von der Rollengang-Ausgangslage abgehoben, dass am vorderen Rohrende die Wanddicke einigermaßen gleich umfangsverteilt ansteht.

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