G. Elsinghorst / Elting

Stahltransport: Mit Sicherheit mehr Effizienz

| Autor / Redakteur: Carsten Hinnah / Frauke Finus

Einfach stecken statt umständlich gurten: Pro Tag und Lkw realisiert Elsinghorst mit dem formschlüssigen Ladungssicherungssystem durchschnittlich 90 Minuten Zeitersparnis.
Einfach stecken statt umständlich gurten: Pro Tag und Lkw realisiert Elsinghorst mit dem formschlüssigen Ladungssicherungssystem durchschnittlich 90 Minuten Zeitersparnis. (Bild: Elting)

Stahl-Mischladungen sind ein anspruchsvolles Transportgut: Hohes Gewicht und heterogene Maße machen die Ladungssicherung und das effiziente Be- und Entladen zu einer Herausforderung. Der Stahlhändler Elsinghorst arbeitet mit dem formschlüssigen Vario-Save-System von Elting und spart damit durchschnittlich 90 Minuten pro Tag und Lkw.

Langgüter, Flacheisen, Stabstahl, Palettenware – die G. Elsinghorst Stahl- und Technik GmbH gilt als Vollsortimenter in Sachen Stahl und Blech. Rund 250 t schlagen die Bocholter täglich um. Früher bedeutete das viel zeitaufwendiges Gurten und Zurren – doch das war früher. Denn anstelle von kraftschlüssigen Spanngurten sichert der Stahlhändler Elsinghorst seine Ladung seit 2009 mit dem formschlüssigen Ladungssicherungssystem Vario Save von Elting Metalltechnik. Um das volle wirtschaftliche Potenzial von Vario Save auszuschöpfen, hat Elsinghorst heute den gesamten Workflow in der Be- und Entladung auf das Ladungssicherungssystem abgestimmt.

Es basiert auf einem Raster von Längs- und Querträgern mit jeweils 70 mm breiten Rungentaschen. Diese ermöglichen eine formschlüssige Sicherung der Ware in alle Richtungen durch simples Einstecken der Rungen – immer genau dort, wo es notwendig ist. „Eine Runge hält auf 200 mm 2,5 t stand – das ist einfache Mathematik“, sagt Georg Nienhaus, Lademeister bei Elsinghorst. Demgegenüber müssten bei kraftschlüssiger Ladungssicherung mit Spanngurten eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren wie etwa Vorspannkraft, Gleitreibwert, Zurrwinkel und Ladeflächenbeschaffenheit beachtet werden.

Mit Verbindungselementen einfach zweite Ladeebene einziehen

Durch mehrere Steckrungen in einer Reihe lässt sich an jeder beliebigen Stelle der Ladefläche eine künstliche Stirnwand realisieren. Mithilfe horizontaler Verbindungselemente ermöglicht das Steckrungensystem, binnen Sekunden eine zweite Ladeebene einzuziehen, sodass der Stahl mehrlagig transportiert wird. Beim Ausladen lässt sich die zweite Ebene ebenso schnell wieder zurückbauen, sodass nahezu alle Güter entsprechend der Entlade-Reihenfolge beladen werden können. Bei nicht palettierfähigem Stückgut wird einfach der Dekra-zertifizierte Vario-Save-Ladebalken zwischen Ladegut und Fläche oder einzelnen Ladungsebenen eingesetzt. Gerade bei „kleinteiligen“ Stadttouren mit Mischladungen und vielen 32 Stopps macht Vario Save den Unterschied. „Das System steigert nicht nur die Effizienz bei unseren internen Prozessen, sondern auch die Zufriedenheit unserer Kunden, da wir deren Be- und Entlader bei der Auslieferung nicht länger in Anspruch nehmen als unbedingt nötig“, sagt Nienhaus.

Als weitere Mehrwerte des Systems zählt Nienhaus Arbeitssicherheit und Ergonomie auf: Beim Beladen mit dem Magnetkran in zuvor abgesteckte Ladeplätze ist kein händisches Ausrichten des Ladegutes mehr notwendig. „Das schont den Rücken und senkt die Verletzungsgefahr signifikant“, verdeutlicht Nienhaus, „ich sage meinen Jungs immer: Der einzige Stahl, den ihr während der Beladung anfassen müsst, sind die Steckrungen!“

Win-win-Situation: Kunden profitieren von hoher Schadensfreiheit

Während Elsinghorst interne Prozesse verbessert und die Mitarbeitergesundheit fördert, profitieren die Kunden des Stahlhändlers ebenfalls von der formschlüssigen Ladungssicherung. Gerade bei empfindlichen Ladegütern wie zum Beispiel dünnen Blechen. Jochen Küpper ist Logistikleiter des ebenfalls in Bocholt ansässigen Mittelständlers Spaleck GmbH & Co. KG. Mit über 250 Mitarbeitern zählt Spaleck zu einem der weltweit führenden Hersteller von Siebtechnologie für die internationale Abfall- und Recyclingbranche sowie die Nahrungsmittel- und Chemieindustrie. Zudem ist Spaleck Zulieferer für Metallverarbeitung und Präzisionsteile und beliefert den allgemeinen Maschinenbau, die Windenergie- und Wasseraufbereitungsbranche sowie die Land- und Agrartechnik mit Laserteilen, Schweißbaugruppen und Zerspanungsteilen. „Schon bei unseren Vorprodukten wie den Blechen von Elsinghorst verlangen wir bestmögliche Qualität. Problematisch kann hier das Sicherungsverfahren des Niederzurrens sein. Denn durch zu hohe Vorspannkräfte können die schweren, aber dennoch empfindlichen Bleche schnell verzogen werden“, berichtet Küpper. Gerade bei filigranen Blechen bedeute das Nachbearbeitung der gelieferten Teile oder im schlechtesten Fall Reklamationen. „Diese ganze Schadenskette lässt sich mit Vario Save weitestgehend ausschließen“, sagt Küpper. Hinzu komme, dass ein geschulter Fahrer mit der formschlüssigen Ladungssicherung erfahrungsgemäß nur den Bruchteil der Zeit benötigt, die das Lösen und anschließende Verzurren der Gurte dauert. „Damit blockiert der Lieferant wesentlich kürzer den Wareneingang und nimmt unsere Manpower und technische Infrastruktur nicht länger als unbedingt nötig in Anspruch“, sagt Küpper. Denn weil die Entladereihenfolge schon beim Beladen berücksichtigt wird, entfällt umständliches Zwischenlagern mit dem Stapler.

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Tipp

Nicht nur deshalb setzt Küpper auch beim eigenen Warenausgang gerne auf Spediteure mit Vario-Save-Ausstattung. Als Verlader steht Küpper in der Verantwortung für die vorschriftsmäßige Sicherung gemäß VDI Richtlinie 2700. Bei rein kraftschlüssiger Ladungssicherung bedeutet das einen hohen Kontrollaufwand: Sind genug funktionstüchtige Gurte an Bord, wie steht es um deren Verschleiß, sind Neuanschaffungen nötig? „Gut ist es dann, wenn mittels des Steckrungensystems schnell und einfach ein Formschluss hergestellt werden kann“, sagt Küpper.

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