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Retrofit

Transferpresse in nur drei Monaten modernisiert

| Redakteur: Stéphane Itasse

Risse im Kopfstück, „Fresser“ in der Verzahnung, Lagerschäden und Defekte in den Druckpunkten: Die 1250 t starke Transferpresse beim Autozulieferer Tenneco in Edenkoben hatte im Sommer 2016 ihre beste Zeit vermeintlich hinter sich – dennoch gelang eine Überholung in kurzer Zeit.

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In nur drei Monaten überholte der Schuler-Service die Transferpresse eines anderen Herstellers bei Tenneco in Edenkoben.
In nur drei Monaten überholte der Schuler-Service die Transferpresse eines anderen Herstellers bei Tenneco in Edenkoben.
( Bild: Schuler )

Obwohl es ein Fremdfabrikat war, beauftragte der Automobilzulieferer den Pressenhersteller Schuler damit, das Kopfstück komplett zu überholen. „Uns hat die technische Lösung, die Schuler präsentierte, von Anfang an überzeugt“, sagt Tenneco-Werkleiter und -Geschäftsführer Peter Lukowski laut einer Mitteilung von Schuler.

Kopfstück der Transferpresse nach Erfurt transportiert

Nach einer Bestandsaufnahme der Maschine legte der Service den Antriebsstrang neu aus, konstruierte diverse Teile neu und fertigte sie. Ab dem 30. September 2016 demontierte dann ein sechsköpfiges Serviceteam die Antriebsteile, stellte den Stößel auf den Schiebetisch ab und hob das leere Kopfstück mit Hilfe eines Autokrans durch das Dach des Presswerkes auf den Schwertransporter, nachdem alle Leitungen zum restlichen Pressenkörper gekappt waren. Eine Woche nach Baustellenstart war das Kopfstück am Schuler-Standort Erfurt.

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Dort trennten die Mitarbeiter die Zahnkränze von den Exzentern, arbeiteten sie nach und montierten neue Zahnkränze in verstärkter Ausführung. Anschließend folgten die Bearbeitung und Montage der restlichen Antriebsteile sowie die Reparatur der Druckpunkte. Dabei gelang es dem Service, auch einige Sonderwünsche in den Zeitplan zu integrieren, die im Vorfeld nicht geplant waren – etwa die zusätzliche Sicherung von Bolzen durch Stifte. Gleichzeitig trennten die Mitarbeiter im Schweißwerk die alten, beschädigten Lager aus dem Kopfstück und ersetzten sie durch optimierte Einsätze.

Um die Montagezeit auf der Baustelle zu senken, baute der Service anschließend sämtliche Antriebsteile einschließlich Hebel und Laschen in das Kopfstück ein und demonstrierte während eines Testlaufes in Erfurt die Funktionsfähigkeit.

Produktion läuft zu Jahresbeginn wieder nach Plan

Nach Anlieferung des vormontierten Kopfstücks bei Tenneco am 5. Dezember 2016 setzte es ein 750-t-Autokran wieder durch das Dach auf die Seitenständer. Zuvor hatte der Service bereits die überholten Druckpunkte im Stößel verbaut, die Ausbalancierungszylinder überarbeitet und alle Führungsleisten mit neuen Gleitbahnen bestückt.

Kurz vor Weihnachten war die Presse wieder fahrbereit. „Zu Jahresbeginn konnten wir wieder voll in die Produktion einsteigen“, berichtet Werkleiter und Geschäftsführer Peter Lukowski. „Ich bin sehr erfreut, wie reibungslos die Überholung abgelaufen ist, nach gerade einmal drei Monaten ist unsere Presse wieder wie neu.“

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