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GSW Schwabe

Automatisierung und Effizienzsteigerung in der Schrottabführung

| Autor/ Redakteur: Benjamin Schwabe / M.A. Frauke Finus

Die besten Anlagen in der Blechbearbeitung sind nur halb so gut ohne das passende Zubehör. In Sachen Ab- und Zuführlösungen bietet GSW Schwabe einiges an; die neuste Entwicklung ist das Powerspeed-Komplett-System (PSKS), das eine automatisierte Schrottentsorgung aus Folgeverbundwerkzeugen ermöglicht. Schlüsselfertig geliefert muss es nur noch an die Presse geschraubt werden.

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PSKS 60 mit Stanzschrott auf der Rinne, links und rechts verstärkte Rinnenhalter, oben im Hintergrund das große Werkzeug.
PSKS 60 mit Stanzschrott auf der Rinne, links und rechts verstärkte Rinnenhalter, oben im Hintergrund das große Werkzeug.
(Bild: GSW Schwabe)

Abführen von Stanzschrott aus Pressen war schon immer zwingend nötig – irgendwie muss der Stanzraum davon freigehalten werden um die Teilequalität zu behalten und die Werkzeuge sowie Presse selbst vor Schäden zu bewahren. Ganz früher hat man dabei auf einen Mitarbeiter mit einer Harke in der Hand vertraut und wo es ging, wurden Schrott-Rutschen eingesetzt. Mit zunehmender Automatisierung folgten Gurtförderer. Noch heute werden bei großen Einzel-Anlagen Abfallrutschen mit Z-Förderer eingesetzt. Für Presswerke gilt das Gleiche, aber mit unterirdisch, zentralem Großförderer.

Mit dem Selbstverständnis „Ausrüster der Stanzerei“ zu sein, hat auch GSW Schwabe aus dem nahe der holländischen Grenze gelegenen Kempen sich mit diesem Thema befasst. Es sollte eine Lösung gefunden werden, die direkt am oder sogar im Werkzeug montiert werden kann. Hierbei war die Bauweise entscheidend, weil die Räume natürlich sehr begrenzt sind. Und, obwohl im eigenen Zubehörprogramm Förderbänder, zum Beispiel zum Abtransport von Gutteilen oder zum Materialhandling, eine wichtige Rolle spielen, konnten diese dem eigenen Anspruch, für den jeweiligen Einsatzzweck die effizienteste Technik zu bieten, nicht genügen. Denn: Förderbänder sind gegenüber den im inneren der Pressen anfallenden Vibrationen, scharfkantigen Teilen und einer Menge Öl und sonstigem Schmutz anfällig.

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Will man es gut machen, muss man es selbst machen

Die Experten von Schwabe fertigen seit mehr als zwei Jahrzehnten Teiletransporter. Sie sind unempfindlich gegen Schmutz sowie scharfkantigen Teilen und sehr kompakt gebaut. Die Sheet Metal Fans bei GSW Schwabe sind stolz auf die Eigenfertigung, denn eigentlich werden Maschinen und Anlagen für die Coilverarbeitung gebaut. Darüber hinaus kann mit dem Zubehör ein maßgeschneidertes Handelsprogamm für die Stanzerei-Ausrüstung angeobten werden. Die Teiletransporter gehören auch zum Zubehörprogramm, sind als Verschleißmotoren, die mehrere Mio. Hübe jährlich machen, hier aber eine Ausnahme. Sie unterliegen verschleißbedingten Reparaturen und müssen schnell und teilweise in großer Stückzahl verfügbar sein. Die Kunden verlassen sich dabei voll auf GSW Schwabe. Wenn man es gut machen will, muss man es selbst machen, so lautet der Tenor in Kempen. Gleich zwei Mitarbeiter betreuen das Produkt hauptamtlich. Die Ersatzteilverfügbarkeit, auch mit Austauschgeräten, ist Benchmark.

Die bereits angesprochenen, beengten Räume waren ein Haupt-Entwicklungsthema für die Geräte. Eine Vielzahl Modelle – das kleinste nur etwa 3 cm hoch – bietet deshalb für fast jeden Einsatz die richtige Größe. Die Sheet Metal Fans von GSW Schwabe konnten so Beziehungen zu einschlägigen Werkzeugbauern aufbauen, die die Teiletransporter gleich mit in ihre Komponenten verbauen, was für den Anwender ein besonderen Mehrwert bedeutet.

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