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Lasermessen Berührungslos messen per Laser als Alternative zu 3D-Messmaschinen

| Autor / Redakteur: Sven Kunze / Reinhold Schäfer

Mit einem berührungslos arbeitenden Lasermessgerät ist es nun möglich, auch labile Bauteile auszumessen. Mit den bisher in der Qualitätssicherung verwendeten 3D-Messmaschinen war dies nicht machbar. Ein weiterer Vorteil des neuen Gerätes besteht darin, dass es effizient und mit hoher Präzision arbeitet.

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Bild 1: Bei diesem Messsystem kommen Laserdistanzsensoren zum Einsatz, die je nach Kundenanforderung oder Anzahl der Messpunkte auf Halterungen um das zu prüfende Bauteil positioniert werden.
Bild 1: Bei diesem Messsystem kommen Laserdistanzsensoren zum Einsatz, die je nach Kundenanforderung oder Anzahl der Messpunkte auf Halterungen um das zu prüfende Bauteil positioniert werden.
(Bild: IPF)

In der Qualitätssicherung sind 3D-Messmaschinen häufig unverzichtbar, vor allem dann, wenn von Werkstücken automatisch und mit hoher Wiederholgenauigkeit Koordinatenwerte (X, Y und Z) über Taster aufgenommen und zur Weiterverarbeitung an einen PC übertragen werden sollen, der dann die Messergebnisse berechnet und abspeichert. Kompliziert wird es allerdings, wenn ein zu prüfendes Bauteil derart labil ist, dass über ein tastendes System keine zuverlässigen Messdaten ermittelt werden können. Eine Neuentwicklung macht eben dies nun möglich – und das berührungslos, effizient und mit hoher Präzision.

Gerät zur Prüfung labiler Bauteile gefordert

Die Modellbau Schneider GmbH, Olpe, fertigt nach eigenen Angaben Messschieber für 3D-Teile im Bereich Gießereitechnik. Dennoch hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren erfolgreich auf die Entwicklung und Herstellung von Prüflehren und Messvorrichtungen spezialisiert.

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Die Kunden des Unternehmens kommen vor allem aus der Automobilindustrie, sowohl Hersteller als auch Zulieferer. Und genau aus dieser Richtung erhielt das Unternehmen die Anregung für die Entwicklung eines völlig neuartigen Messsystems. Ein Automobilzulieferer benötigte eine Lösung, mit der sich ein Bauteil sehr effektiv und damit schnell an verschiedenen Messpunkten prüfen ließ. Weil das Bauteil jedoch sehr labil war, kam kein taktiles System infrage. Die Prüfung musste also berührungslos erfolgen, wobei die Messdaten für die Auswertung und Dokumentation an einen PC übertragen werden sollten. Außerdem sollte das System von jedem bedient werden können und quasi per Knopfdruck sofort die Messergebnisse liefern.

Wertvolle Unterstützung für das Messen im Bereich der Sensorik

Ein Jahr dauerte es, bis Schneider unter hilfreicher Unterstützung von IPF Electronic, dem Sensorspezialisten aus Lüdenscheid, ein passendes Gerät entwickelt hatte. Obwohl die Mitarbeiter sicherlich über Kenntnisse zu den potenziellen Einsatzmöglichkeiten von Sensoren verfügen, benötigten sie entsprechende Beratung und Hilfe eines Spezialisten auf diesem Gebiet. Das Know-how und die Erfahrungen von IPF Electronic waren für Schneider im Verlauf des Entwicklungsprozesses sehr wertvoll. Besonders geschätzt habe man die Fähigkeit der IPF Electronic, sich sehr gut auch in völlig neue Anwendungen hineinzudenken. So ließen sich unter anderem auch die Möglichkeiten der jeweils in Frage kommenden Sensorik schnell eingrenzen. Darüber hinaus stand Schneider während der ganzen Entwicklungsphase immer jemand von IPF Electronic mit Rat und Tat zur Seite.

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