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Trumpf / Riguzzi

Blechbearbeitung modular digitalisieren

| Redakteur: Konrad Mücke

Beim Metallbauunternehmen Riguzzi in Felben (Schweiz) gelang es einfach und problemlos, die internen Prozesse zu vernetzen und zu digitalisieren. Wesentlich hat dazu die modular aufgebaute Software Tru Tops Fab in Verbindung mit Maschinen von Trumpf beigetragen.

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Der Metallbauer Riguzzi in Felben im Thurgau steuert und überwacht seine innerbetrieblichen Prozesse an den Blechbearbeitungsmaschinen, darunter die einzige in der Schweiz installierte Gesenkbiegepresse Tru Bend 7030, inzwischen durchgängig digitalisiert.
Der Metallbauer Riguzzi in Felben im Thurgau steuert und überwacht seine innerbetrieblichen Prozesse an den Blechbearbeitungsmaschinen, darunter die einzige in der Schweiz installierte Gesenkbiegepresse Tru Bend 7030, inzwischen durchgängig digitalisiert.
( Bild: RUBEN SPRICH / Trumpf )

Der Metallbauer Riguzzi in Felben im Thurgau profitiert von der anhaltend guten Konjunktur und wächst beständig. Deshalb hat der Inhaber, Andreas Riguzzi, jüngst in eine zusätzliche Produktionshalle investiert. Dort werden künftig Baugruppen montiert.

Zusätzlich beschaffte der Metallbauer einige weitere Maschinen zur Blechbearbeitung vom Hersteller Trumpf. Allerdings mangelte es an der innerbetrieblichen Organisation für Produktionsdaten. Die selbst programmierte, auf einer allgemein verfügbaren Datenbank (Access) basierende Software war durch die zunehmende Anzahl an Zugriffen überfordert. Andreas Riguzzi erwog zwei Möglichkeiten, das innerbetriebliche Datenmanagement zu verbessern. Zum einen konnte er in ein aufwendiges und kostenintensives ERP-System investieren. Alternativ beabsichtigte er, seine gesamte Produktion direkt durchgängig zu digitalisieren.

Praxisgerechte Informationen

In enger Abstimmung mit dem technischen Berater der Trumpf Schweiz AG, Patrick Kühne, fand der Metallbauer die optimal auf seine Forderungen abgestimmte Software Tru Tops Fab. Er installierte sie zusammen mit der Investition in eine Gesenkbiegepresse und in eine Lasermaschine. Sie ist modular aufgebaut. Somit kann der Anwender die jeweils in seiner spezifischen Situation für seinen aktuellen Bedarf erforderlichen Module installieren. Derart kann er individuell digitalisieren. Das gelang auch bei Riguzzi. Dazu erläutert Patrick Kühne: „Als technischer Berater stehe ich in fortlaufendem Kontakt zu unseren Kunden. So kenne ich die jeweiligen Interessen und kann das betriebliche Umfeld beurteilen. Daraus entstehen die Ideen und die optimal passenden Lösungen für den jeweiligen Bedarf. Bei Riguzzi ist das unsere modular aufgebaute Software Tru Tops Fab. Mit ihr lassen sich alle innerbetrieblichen Abläufe in der Blechbearbeitung durchgängig digitalisieren.“

Prozesse überwachen und steuern

Als besonderen Vorteil schafft die Software umfassende Transparenz in der Blechfertigung. Sämtliche Maschinen können digital vernetzt werden. Die Software zeigt jederzeit den aktuellen Stand in der Fertigung. Derart wird für jedes Bauteil sichtbar, an welchen Bearbeitungs- und Zwischenschritten es sich befindet.

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Zudem verarbeitet die Software Tru Tops Fab alle Auftragsdaten, beginnend vom Eingang eines Fertigungsauftrags bis zum Bereitstellen zur Auslieferung. Sie erhöht dabei die Prozesssicherheit. Denn sie prüft beispielsweise beim Eingeben von Daten und Parametern automatisch, ob diese plausibel sind.

Auf individuellen Bedarf abstimmen

Andreas Riguzzi investierte zunächst in die Softwaremodule Quickjob, Production und Calculate für Auftragsbearbeitung, Produktionsüberwachung und Kalkulation. Wie er nach nur wenigen Monaten Erfahrung berichtet, ist das empfehlenswert. „Sind mehrere Module installiert, werden einmal eingegebene Daten mehrfach verwendet. Das minimiert erheblich den Aufwand beim Datenmanagement und bei der Datenpflege.“

Modular erweitern

Bereits nach wenigen Monaten erweiterte Riguzzi seine Digitalisierung. Er installierte zusätzlich die Softwaremodule zum Bewirtschaften des Lagers, für den Einkauf und für das Monitoring der gesamten Fertigung. Zu letzterem gehören Bildschirme, die sämtliche Fertigungsaufträge entsprechend ihrer Priorität zeigen. So erhält auch jeder Maschinenbediener an seinem Arbeitsplatz die Daten für aktuell zu bearbeitende Aufträge.

Wirtschaftlich

Wie Andreas Riguzzi bestätigt, ergeben sich mit der Digitalisierung der innerbetrieblichen Prozesse deutliche wirtschaftliche Vorteile.

„Den organisatorischen Zeit- und Arbeitsaufwand und die Kosten konnten wir um bis zu 50 Prozent verringern», berichtet er. Als besonders vorteilhaft beurteilt er auch die akzeptablen Investitionskosten. «Selbst für ein mittelständisches Unternehmen sind diese zu leisten. Setzt man den zu verwirklichenden Vorteil in der laufenden Fertigung dazu ins Verhältnis, ist der Aufwand für die Investition immer gerechtfertigt“, fügt er hinzu.

Vom Fachpersonal akzeptiert

Seit nunmehr zwei Jahren hat sich die Digitalisierung mit der modular aufgebauten Software von Trumpf beim Metallbauer Riguzzi bestens bewährt. Auch die Maschinenbediener und -programmierer sind mit der Software rundum zufrieden. Den Wechsel von den ehemals üblichen Auftrags- und Datenblättern und Begleitkarten in der Fertigung haben sie problemlos bewältigt. Beispielsweise arbeiten sie inzwischen mit mobilen Kommunikationsgeräten (Smartphones, Ipads) anstelle der ehemals üblichen Papiere. In Workshops hatten sie gelernt, Daten in Verbindung mit der Software an diesen digitalen Kommunikationsgeräten einzugeben, Auftragsdaten auszuwählen und zu lesen. Wie Patrick Kühne berichtet, unterstützt Trumpf Anwender sehr intensiv in dieser Lernphase mit individuell abgestimmten Seminaren, Trainings und Workshops.

Vernetzung als entscheidendes Kriterium

Andreas Riguzzi hat jüngst in weitere Maschinen von Trumpf investiert. Das betrifft eine Highspeed-Biegemaschine Tru Bend 7036 mit 360 kN Presskraft, eine Tru Bend 7050 mit 500 kN Presskraft und 1530 mm Biegelänge. Wie er bestätigt, entscheiden für ihn bei Investitionen weniger die Arbeitsgeschwindigkeiten von Maschinen, sondern zuvorderst die Möglichkeiten zur digitalen Vernetzung. Dazu gehören die Funktionen und die Ausstattung der Steuerungen und die Software. Er ist überzeugt, dass er beim Hersteller Trumpf die für seinen Bedarf und seine Forderungen optimalen Systeme findet. Zudem beurteilt er diesen Hersteller als den besten Partner speziell für mittelständische Unternehmen. Dies gelte insbesondere für Beratung, Training und Installation von Systemen in Verbindung mit Industrie 4.0, also der Digitalisierung der Fertigung.

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