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Feinplasma-Brennschneiden Das Plasmabrennschneiden in 3D ist noch produktiver möglich

| Redakteur: Peter Königsreuther

Ein spanischer Metallbauer investierte jüngst in eine Combicut-Schneidanlage von Microstep. Diese hat nicht nur enorme Ausmaße, sondern auch einen Plasma- und einen Autogenrotator...

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Multifunkonales Microstep-Plasma-Brennschneidcenter inklusive Autogenrotator unterstützt jetzt einen spanischen Metallbauer. Der Rotator ermöglicht Fasenschnitte, etwa zur Schweißnahtvorbereitung, bis 65 °. Das Rotatorsystem mit Brennschneidexpertise erweitere die Machbarkeitsgrenzen für die 3D-Bearbeitung von Dickblechen.
Multifunkonales Microstep-Plasma-Brennschneidcenter inklusive Autogenrotator unterstützt jetzt einen spanischen Metallbauer. Der Rotator ermöglicht Fasenschnitte, etwa zur Schweißnahtvorbereitung, bis 65 °. Das Rotatorsystem mit Brennschneidexpertise erweitere die Machbarkeitsgrenzen für die 3D-Bearbeitung von Dickblechen.
(Bild: Microstep Europe)

Der spanische Metallbaubetrieb Caldererías Indalícas SL hat sich mit seinen 450 Mitarbeitern auf Metallkonstruktionen, Industrieanlagen und den Kesselbau spezialisiert. Ein multifunktionales Schneidcenter von Microstep erweitert nun die Möglichkeiten, heißt es, denn Bleche, Rohre und Behälterböden können nun noch produktiver und exakter bearbeitet werden. Das ausgewiesene Ziel der Investition galt dabei der Automatisierung, sagen die Spanier. „Der Kunde musste eine Reihe unterschiedlichster Prozesse automatisieren“, blickt Joan Alejo, Ingenieur für Technik und Marketing bei Microstep Spain, zurück. Dabei sei es ums 2D- und 3D-Schneiden an Flachmaterial mit Feinplasma, ums Rohrschneiden aller Art sowie um das Schneiden von Behälterböden gegangen. „Vor allem die Behälterbodenbearbeitung war wegen der Anzahl und der Komplexität der Löcher zuvor schwierig, mühsam und vor allem zeitraubend“, erklärt Alejo.

Gigantische Arbeitsfläche für den Präzisionsbrennschnitt

Wo früher verschiedene Arbeiter Konturen von Hand aufgezeichnet und mit mehreren Maschinen geschnitten haben, erledigt das heute automatisch eine kombinierte Feinplasma-Brennschneidanlage der Combicut-Baureihe von Microstep. Diese wurde mit einem Plasma- und einem Autogenrotator ausgerüstet, was die 3D-Bearbeitung unterschiedlicher Materialstärken und Geometrien erlaubt, wie es heißt.

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Die multifunktionale Anlage ermöglicht die 3D-Blechbearbeitung auf einer Fläche von 16.000 mm × 2500 mm, die flexible Rohrbearbeitung von 3D-Geometrien bis 12.000 mm Länge und bis zu 1000 mm Durchmesser sowie die Bearbeitung von Behältern bis 4500 mm Durchmesser auf einem separaten Behälterboden-Schneidtisch an einem Ende der Anlage, beschreibt der Hersteller.

Die Anlage verfügt über einen Laserscanner und weitere Features, um die Schneidergebnisse speziell beim Behälterbodenschneiden signifikant zu erhöhen (mscan), wobei ein Laserscanner die Form des Behälterbodens ermittelt. Dabei werden seine Höhe, sein Durchmesser, der Wölbungs- und der Eckradius erfasst. Die Geometriedaten werden in der Software mscan eingelesen, die produktionsbedingten Abweichungen kompensiert, um so die Idealkontur anhand angepasster Parameter zu erhalten, so Microstep.

Auch im Nachgang, an bereits geschnittene Bauteilen, können außerdem Schweißnahtvorbereitungen angebracht werden, wozu die Funktion ABP (Additional Beveling Process) dient. Mithilfe des am Portal integrierten Multifunktions-Laserscanners würden bereits geschnittene Bauteile eingescannt und flexible Fasen angebracht. Damit entfällt das lästige Materialhandling auf einem zusätzlichen (Roboter-)arbeitsplatz, betont Microstep. Nicht zuletzt könnten auch bei höheren Materialstärken danach noch Schweißnahtvorbereitungen angebracht und damit Material eingespart werden.

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