Suchen

Laserbearbeitung

Disziplin Laserschneiden – oder die Kunst, den Lichtstrahl zu beherrschen

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Die Hujer Lasertechnik GmbH gilt als einer der großen Lohnfertiger für die Blechbearbeitung. Spezialität ist das 3D-Laserschneiden, das an drei Standorten in Harsewinkel, Drolshagen und Lohfelden betrieben wird. Erhard Hujer, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, hat ein Unternehmen geschaffen, dem Markenhersteller aus der Hausgeräte- und Automobilindustrie das Vertrauen schenken und die Leistungen des Mittelständlers schätzen.

Firmen zum Thema

Die Trulaser-Cell-7040-Anlagen sind mit sogenannten Rotationswechslern für die hochproduktive Serienfertigung mit nur einer Be- und Entladeposition ausgelegt und bieten höchste Flexibilität beim Laserschneiden. Bild: Kuhn
Die Trulaser-Cell-7040-Anlagen sind mit sogenannten Rotationswechslern für die hochproduktive Serienfertigung mit nur einer Be- und Entladeposition ausgelegt und bieten höchste Flexibilität beim Laserschneiden. Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Bereits ein Blick in die Fertigung bei der Hujer Lasertechnik GmbH in Lohfelden genügt, um zu erkennen, dass es sich hier nicht um einen gewöhnlichen Lohnbetrieb handelt. Einer Fließfertigung gleich, die von einer Reihe 2D- und 3D-Laserbearbeitungsanlagen der Marke Trumpf dominiert wird, erhalten hier vor allem hochwertige, meist auch warmgeformte Automobilteile durch den Laserstrahl ihre endgültige Kontur.

Das sieht alles so wunderbar aus und man riecht förmlich den Erfolg des Unternehmens. Doch in den Schoß scheint es dem Unternehmensgründer und Geschäftsführer Erhard Hujer, einem Anfangssechziger, wohl doch nicht gefallen zu sein. „Früher“, so erzählt der quirrlige Lasermann, „habe ich mich sehr viel mit Werkzeugbau beschäftigt, hatte auch da schon ein eigenes Unternehmen. Doch damit war ich nicht ganz zufrieden. Viel Vorfinanzierung, warten aufs Geld, das war nichts für mich. Dann kam irgendwann die Idee und das Verlangen, mit dem Laser zu arbeiten.“

Laserbearbeitung führt zum Unternehmenserfolg

Diese Gedanken ließen Hujer nicht mehr los, zumal er sich auch als cleverer Rechner entpuppte und die Zukunft eines Laserbearbeiters schon vor sich sah. Es musste etwas Produktives sein, etwas, wo man praktisch den Erfolg seiner unternehmerischen Tätigkeit aus der Maschine oder Anlage kommend begreifen konnte. „Dabei kam mir auch der Gedanke, vielleicht in die Stanzteileproduktion einzusteigen. Aber davon bin ich schnell wieder abgekommen und die Laserbearbeitung drängte sich förmlich auf“, so Hujer.

1994 gründete Hujer dann die Hujer Lasertechnik GmbH und es sollte gleich die präzise 3D-Laserbearbeitung sein, mit der er sich befassen wollte. „Viel investieren konnte ich damals nicht“, sagt er, „und um die 2D-Laserbearbeitung kam ich auch nicht herum“, ergänzt Hujer.

2D- und 3D-Lasermaschine als Anfangsinvestition

Mit den wenigen Investitionsmitteln, die dem Unternehmer zur Verfügung standen, kaufte er dann eine 2D- und eine 3D-Lasermaschine der Marke Laser Lab, eines australischen Laseranlagenherstellers. „Die waren billiger und eine Trumpf konnten wir uns damals noch nicht leisten“, verrät Hujer. Mit der 2D-Lasermaschine verdiente Hujer dann auch schnell das Geld für weitere Investitionen.

Mit der 3D-Maschine aber weniger, denn diese Anlage wollte wohl nicht so funktionieren, wie es sich Hujer und seine Mitarbeiter vorgestellt hatten. Damals befand sich Hujer auf einem steinigen Weg, denn es war noch ziemlich aufwendig, hochkomplexe Bauteile mit dem entsprechenden Qualitätsanspruch zu bearbeiten. Es war wohl die Zeit der Sturm- und Drangjahre des Erhard Hujer, mit Aufträgen bis unter die Decke. Doch die vorhandenen Lasersysteme wollten nicht so wie Hujer.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 344326)

Archiv: Vogel Business Media; Bild: Emag; ; Meusburger; picsfive - Fotolia; LVD; Reimann; Schuler; Trumpf; RK Rose+Krieger; Lucas+Dursski; Inocon; Delo; Mack Brooks; Schall; J.Schmalz; Zeller + Gmelin; Okamoto Europe; Lantek; Simufact; IKT; Schöller Werk; Vollmer; Wirtschaftsvereinigung Stahl; © earvine95, pixabay; Thyssenkrupp; IFA; CWS; Stopa; totalpics; © Koelnmesse GmbH / Michael Berger; Design Tech; Automoteam; MPA Stuttgart